Marco Friedl von Werder Bremen wirkt enttäuscht, die Augen sind geschlossen, mit dem Trainings-Shirt, das er trägt, wischt er sich Gesicht und Mund ab.
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Marco Friedl von Werder Bremen ist mit seiner Punkterechnung bis zum Winter in ein Fettnäpfchen getreten. Trainer Florian Kohfeldt zieht ihn damit ein wenig auf.

Lob und Spott für Marco Friedl

Marco Friedls Fettnäpfchen gefährdet bei Werder Bremen den Kaffee von Florian Kohfeldt

Bremen – Marco Friedl hatte es für den SV Werder Bremen gewiss nur gut gemeint, war damit aber voll ins Fettnäpfchen getreten – und das quasi auch noch auf dem Küchentisch von Trainer Florian Kohfeldt. Von dem gab es ein bisschen Spott, dann aber auch noch Lob für Friedl.

In einem Interview mit dem „Weser Kurier“ hatte Marco Friedl gesagt: „Wir haben noch sechsmal die Chance, Punkte zu sammeln. Ich würde mich freuen, wenn wir die zehn Punkte bis Weihnachten verdoppeln. 20 wären schön!“ Eine Zahl, die Florian Kohfeldt bei seiner morgendlichen Zeitungslektüre aufschrecken ließ, wie er bei der Video-Pressekonferenz des SV Werder Bremen zum Bayern-Spiel lachend verriet: „Ich habe fast meinen Kaffee verschüttet. Den Scheiß habe ich doch letztes Jahr auch erzählt und es mir dann ein halbes Jahr lang anhören müssen.“ Denn es dauerte tatsächlich bis zum 27. Spieltag, ehe Werder die 20er-Marke erreicht hatte. Wegen der Coronapause war das sogar erst am 23. Mai. Seitdem verkneift es sich der Coach, irgendwelche Rechnungen aufzustellen.

Werder Bremen: Marco Friedl bekommt vor Spiel gegen FC Bayern Lob von Trainer Florian Kohfeldt

Ärger vom Coach muss Marco Friedl aber nicht befürchten, allerdings bekommt der Österreicher auch keine Unterstützung, falls es ihm ähnlich wie Kohfeldt ergehen sollte: „Dann schmiert es ihm und nicht wieder mir aufs Brot.“

Vor Friedls Duell mit Ex-Club FC Bayern, wo der 22-Jährige schon in der Jugend gespielt hat, fand der Coach aber auch noch ein paar lobende Worte für den Abwehrspieler: „Ich sehe Marco auf einem sehr ordentlichen Weg zu einem gesetzten Innenverteidiger in der Bundesliga, der aber noch nicht am Limit ist. Er musste hier einige Hindernisse überwinden. Das hat er angenommen und dabei immer seine humorvolle Art behalten, die ich sehr schätze. Er ist in der vergangenen Saison sehr gereift.“ (kni)

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