Werder-Bremen-Verteidiger Marco Friedl wollte sich im vergangenen Jahr zu Union Berlin streiken, blieb dann und verlängerte sogar seinen Vertrag - jetzt könnte er neuer Kapitän werden.
+
Werder-Bremen-Verteidiger Marco Friedl wollte sich im vergangenen Jahr zu Union Berlin streiken, blieb dann und verlängerte sogar seinen Vertrag - jetzt könnte er neuer Kapitän werden.

Werder-Profi über Kapitänsamt

„Mir ist egal, ob ich Kapitän werde“: Marco Friedl bleibt bei Werders Suche nach einem Toprak-Nachfolger gelassen

Zell am Ziller – Dieses Mal war Niclas Füllkrug an der Reihe. Beim jüngsten Testspiel gegen den Karlsruher SC (2:1) führte er den SV Werder Bremen auf den Platz - nicht etwa, weil schon eine Entscheidung in der Kapitänsfrage gefallen ist, sondern weil sich in der Vorbereitung die Mitglieder des bisherigen Mannschaftsrates diese Aufgabe reihum teilen. Der Angreifer gilt trotzdem als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge des abgewanderten Ömer Toprak. Aber auch Verteidiger Marco Friedl kommt infrage. Der Österreicher blickt jedoch weitgehend gelassen auf diese mögliche Ehre.

Update (24. Juli 2022): Kleine Überraschung! Marco Friedl ist neuer Kapitän des SV Werder Bremen!

„Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich der Kapitän wäre“, sagt Marco Friedl zwar, „aber mir ist das wirklich relativ egal und das entscheidet die Mannschaft, wer es dann wird.“ Trainer Ole Werner hatte kürzlich verraten, wie genau das Prozedere aussehen soll. Zunächst wolle er – wenn der Kader zum Großteil steht – einen neuen Mannschaftsrat benennen. Aus diesem Gremium heraus werde das Team dann den Kapitän wählen. Inzwischen hat Werder Bremen personell ordentlich nachgelegt, eine endgültige Entscheidung in der Kapitänsfrage ist dennoch erst gegen Ende des Monats zu erwarten. Unmittelbar vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal bei Energie Cottbus (1. August, 18 Uhr) soll der neue Mannschaftsführer – so hatte es Ole Werner angekündigt – präsentiert werden.

Werder Bremen: Marco Friedl streikte, blieb dann und verlängerte sogar seinen Vertrag - jetzt könnte er neuer Kapitän werden

Für Marco Friedl ist bereits klar, dass er auch ohne Binde eine Führungsrolle einnehmen möchte. „Ich weiß ja, dass wir mehrere Spieler in der Mannschaft haben, die Verantwortung übernehmen müssen“, betont der Defensivakteur, für den die Ernennung zum Kapitän das endgültige i-Tüpfelchen eines kuriosen Jahres wäre. Noch im Vorjahr wollte er sich zu Union Berlin streiken, nun verlängerte er seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig. „Es ist einiges falsch rübergekommen und ich hab mit dem Verein natürlich offen darüber gesprochen. Für uns war es dann relativ schnell abgehakt“, erklärt der 24-Jährige.

„Für mich war dann einfach wichtig, dass ich dem Verein, den Fans und der Mannschaft zeige, dass das so nicht in Ordnung war. Dafür habe ich mich auch entschuldigt und versucht, es mit Leistung zurückzuzahlen.“ Wer die vergangenen Monate in der 2. Liga verfolgt hat, dürfte schnell erkennen, dass dem Verteidiger von Werder Bremen das ziemlich gut gelungen ist. „Ich bin froh, dass es so gelaufen ist und wir mit dem Aufstieg jetzt wieder da sind, wo wir hingehören“, unterstreicht Marco Friedl. „Ich habe immer gesagt, dass ich in der Bundesliga spielen will. Jetzt sind wir in der Bundesliga, deshalb war es nach den Gesprächen für mich auch klar, dass ich den Vertrag verlängern werde.“ (mbü)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare