Verteidiger Marco Friedl erwischte im Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin einen gebrauchten Tag. Gegen Bayer Leverkusen ist er dennoch gesetzt.
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Verteidiger Marco Friedl erwischte im Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin einen gebrauchten Tag. Gegen Bayer Leverkusen ist er dennoch gesetzt.

Verteidiger auch gegen Bayer 04 gefragt

Fritz über Werder-Profi Friedl: „Marco ist gefestigt genug, um das abzuschütteln“

Bremen – Zwei Gegentore, und zwei Mal hatte Marco Friedl gehörigen Anteil daran – es ist also wahrlich keine Übertreibung, wenn Werder Bremens „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz von „einem gebrauchten Tag“ spricht, um Friedls Leistung während der 0:2-Niederlage gegen Union Berlin einzuordnen. Am Stellenwert des jungen Österreichers innerhalb der Mannschaft ändert der schwache Auftritt aber nichts. Fritz: „Wir sind mit seiner Entwicklung sehr zufrieden, und er kann es auch sein.“

Direkt nach dem Union-Spiel hatte Fritz den Verteidiger zur Seite genommen, um ihm Mut zuzusprechen. „Es ärgert ihn doch selbst am meisten, dass er seine Leistung nicht gebracht hat“, sagte der Ex-Profi, der nicht davon ausgeht, dass Marco Friedl „nach dem einen schwachen Spiel“ bei Werder Bremen nun mit großer Verunsicherung zu kämpfen habe: „Marco ist gefestigt genug, um das abzuschütteln. Da mache ich mir bei ihm überhaupt keine Sorgen.“

Werder Bremen: Marco Friedl wird nach schwachem Spiel auch gegen Bayer Leverkusen zur Startelf zählen

In bisher allen 14 Bundesligaspielen stand der 22-Jährige für Werder Bremen auf dem Platz. Er verpasste dabei nicht eine Minute. Und sollte bis Samstag nichts Unvorhergesehenes mehr geschehen, dann wird Marco Friedl auch während des Auswärtsspiels bei Bayer 04 Leverkusen wieder zur Bremer Startformation zählen. Fritz jedenfalls freut sich schon darauf. Er verspricht: „Wir werden schon am Wochenende wieder einen ganz anderen Marco Friedl sehen.“ (dco) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen live im TV und Live-Stream.
 

Zur letzten Meldung vom 4. Januar 2020:

Fehler oder Foul? Schubser-Szene mit Werder Bremen-Spieler Marco Friedl sorgt für Diskussionen

Bremen – Marco Friedl sah sich die Szene direkt nach dem Spiel gegen Union Berlin selbst noch einmal im TV an, dann gab der Verteidiger von Werder Bremen unumwunden zu: „Das kann man pfeifen, muss es aber nicht.“

Schiedsrichter Tobias Stieler hatte sich in der 28. Minute während Werder Bremens Heimspiel gegen Union Berlin dazu entschieden, die Pfeife nach Friedls Zweikampf mit Sheraldo Becker stecken zu lassen, was vertretbar war, im Bremer Lager aber dennoch umgehend für lautstarke Proteste gesorgt hatte – schließlich war nur Sekunden nach dem Mini-Schubser von Becker und dem folgenden Fehlpass von Marco Friedl das 2:0 für die Berliner gefallen.

Werder Bremen gegen Union Berlin: Mini-Schubser „nichts, weswegen der VAR eingreifen muss“

Werders Trainer Florian Kohfeldt diskutierte vor Beginn der zweiten Hälfte im Spielertunnel angeregt mit Stieler, ahmte dabei ein Schubsen nach und sagte nach der Partie: „Für mich war es ein Foul, weil Marco durch den Schubser die Balance verliert.“ Zu hoch hängen wollte Kohfeldt die Sache aber nicht, „denn deswegen haben wir ganz sicher nicht verloren“. Auch sei die Szene „nicht in dem Bereich gewesen, dass der Video-Schiedsrichter eingreifen muss“. Seine Hauptkritik richtete Kohfeldt lieber ans eigene Team.

„Den Ball muss man trotz allem nicht ins Zentrum spielen“, sagte der 38-Jährige an die Adresse von Marco Friedl. Und in Richtung der anderen am Gegentreffer beteiligten Spieler des SV Werder Bremen, die Torschütze Taiwo Awoniyi nicht hatten stoppen können: „Auch danach hätte man das schon noch verteidigen können.“ (dco)

Weiter zur letzten Meldung vom 24. Dezember 2020:

Trainer Florian Kohfeldt trickst mit Marco Friedl, der Werder Bremen nicht lange fehlen wird

Bremen – Der Ausfall von Marco Friedl gegen Hannover 96 kam für die Öffentlichkeit ziemlich überraschend, für Florian Kohfeldt nicht. Der Coach des SV Werder Bremen hatte schon am Sonntag einen Tag nach Friedls Verletzung in Mainz gewusst, dass sein Innenverteidiger am Mittwoch im DFB-Pokal ausfallen wird, und dieses Wissen bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel trotz Nachfrage zu den Verletzten einfach mal für sich behalten.

Nach dem 3:0-Sieg präsentierte sich Kohfeldt dann auskunftsfreudiger, berichtete von einer Oberschenkelverletzung, die sich Marco Friedl in der 80. Minute in Mainz zugezogen habe. „Es ist eine Zerrung, die kein Problem sein wird für das Spiel gegen Union Berlin, er wird zur Verfügung stehen“, meinte der Coach des SV Werder Bremen mit Blick auf die nächste Bundesliga-Partie am 2. Januar. Ein Einsatz in Hannover sei unmöglich gewesen.

Werder Bremen: Marco Friedl leicht verletzt, Kevin Möhwald „einfach müde“

Ömer Toprak und Kevin Möhwald hätten dagegen spielen können. Doch es habe gute Gründe gegeben, anders zu entscheiden. Toprak war gegen Mainz 05 nach einem Tritt in die Achillessehne ausgewechselt worden. Kohfeldt sprach von einem „erhöhten Risiko“, wenn Toprak von Beginn an gespielt hätte. In einem guten Gespräch hätte er sich dann mit Toprak darauf verständigt, dass der Abwehrchef des SV Werder Bremen nur im Notfall eingewechselt werden sollte.

Ähnlich war es bei Möhwald, der nach über einem Jahr Verletzungspause nun zwar wieder voll belastbar ist, aber eben auch eine englischen Woche und seinen ersten Einsatz über 90 Minuten in den Beinen hatte. „Trainer, ich bin einfach müde“, habe Möhwald ihm gesagt, so Kohfeldt: „Und das ist doch absolut nachvollziehbar.“ Also blieb auch der Mittelfeldspieler draußen. Doch der Coach betonte mit Blick auf das Pokalspiel bei einem Zweitligisten ausdrücklich: „Wir hätten jede Personalentscheidung genauso getroffen, wenn heute ein Bundesligaspiel gewesen wäre.“ (kni)

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