Nach seinem Streik gegen Hansa Rostock blieb Marco Friedl beim Sieg des SV Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt 90 Minuten auf der Bank.
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Nach seinem Streik gegen Hansa Rostock blieb Marco Friedl beim Sieg des SV Werder Bremen gegen den FC Ingolstadt 90 Minuten auf der Bank.

Bei Werders 3:0-Sieg gegen den FCI

Denkzettel oder Fuß-Frage? Kein Werder-Einsatz für Marco Friedl in Ingolstadt

Ingolstadt – Nach seinem Streik kehrte Marco Friedl zwar gegen Ingolstadt in den Kader des SV Werder Bremen zurück, spielen durfte der Österreicher aber nicht. Dass Friedl in der Startelf fehlte, war dabei keine Überraschung, nach dem 3:0-Sieg gegen Hansa Rostock gab es für Trainer Markus Anfang keinen Grund für einen Wechsel.

Als dann aber Ömer Toprak bereits in der 26. Minute mit Wadenproblemen runter musste, war eigentlich Marco Friedl als Ersatz für die Innenverteidigung erwartet worden. Doch es kam Lars Lukas Mai. Das roch gewaltig nach einem Denkzettel für Friedl, der sich vor zwei Wochen wegen eines Angebots von Union Berlin nicht in der Lage gesehen hatte, für Werder Bremen gegen Hansa Rostock aufzulaufen.

Werder Bremen: Markus Anfang erklärt Nicht-Einsatz von Marco Friedl - Hatte es wirklich nichts mit dem Streik zu tun?

Doch Anfang sah da überhaupt keinen Zusammenhang. „Ich wollte einen Rechtsfuß reinbringen, sonst hätten wir hinten zwei Linksfüße gehabt, das wäre nach vorne schwieriger geworden“, behauptete der Coach. Also habe er Rechtsfuß Mai und eben nicht Linksfuß Friedl für Toprak gebracht. Denn Werder Bremen habe oft im Spiel von Vierer- auf Dreierkette umgestellt, wobei Milos Veljkovic nach der Auswechslung von Toprak den mittleren Part übernahm – flankiert von Linksfuß Anthony Jung und dann Mai. Marco Friedl hätte da nicht ganz so gut gepasst. Andererseits: Der junge Mai (21) hat zuletzt wenig überzeugt, anders als der Bundesliga-erfahrene Friedl (23), der gegen Karlsruhe stark gespielt hatte – übrigens neben Jung und Veljkovic in der Viererkette.

Der Streik des 23-Jährigen könnte also vielleicht doch eine Rolle gespielt haben. Anfang würde damit sowohl der Mannschaft als auch dem Spieler zeigen, dass es nach einem so gravierenden Fehlverhalten trotz Entschuldigung nicht ganz so schnell zurück auf den Platz geht. (kni)

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