+
Abwehrspieler Marco Friedl wechselt für 3,5 Millionen Euro Ablöse vom FC Bayern zu Werder Bremen.

Verteidiger bleibt bei Werder Bremen

Friedl-Transfer: Hat der FC Bayern eine Rückkaufoption?

Bremen – Grün oder Rot? Marco Friedl zuckt. Grün – das ist Werder Bremen. Rot – das ist der FC Bayern. Und die Frage ist fies. Denn als er für den Werder-Internetchannel das Videoformat „Butter bei die Fische“ aufnimmt, ist der Verteidiger noch beides. Bayern-Profi, Werder-Leihspieler. Was wählt er also?

„Rot“ sagt Marco Friedl und grinst: „Wegen Österreich natürlich.“ Damit ist er fein raus. Sollte ihm jedoch jetzt noch mal jemand die Frage nach Grün oder Rot stellen, wäre die Antwort wohl: Werder Bremen! Denn nach eineinhalb Jahren als Gast in Bremen wechselt der Abwehrspieler nun endgültig an die Weser. Das hat der SV Werder am Mittwochmittag bestätigt.

Schon gelesen? Baumann informiert sich über Dasa, aber es wird schwierig

Werder Bremen: Ablösesumme für Marco Friedl liegt bei 3,5 Millionen Euro

Aus der Leihe ist eine Festverpflichtung geworden. Vertragslaufzeit? Vermutlich vier Jahre. Ablöse: bei 3,5 Millionen Euro. Klausel? Nicht bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass der FC Bayern wenigstens versucht hat, sich eine Rückkaufoption zu sichern. Jedenfalls gehört dies im Umgang mit selbst ausgebildeten jungen Spielern zur Münchner Leitlinie. „Bei einer Leihe oder einem Verkauf mit Rückkaufoption können die jungen Spieler sich am besten entwickeln“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unlängst gesagt.

Dass der FC Bayern trotz des Verkaufs tatsächlich weiter die Hand drauf haben könnte bei Marco  Friedl, lässt Werder-Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage unkommentiert. Die „Bild-Zeitung“ hingegen will von einer Rückkauf-Option erfahren haben. Gegen ein solches Modell spricht, dass Werder Großes vorhat mit Friedl und wahrlich niemanden gebrauchen kann, der mal eben so dazwischenfunken kann. Der 21 Jahre alte Linksfuß könnte perspektivisch Abwehrchef Niklas Moisander in der Innenverteidigung beerben. Oder auch Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, sofern der Schwede Werder irgendwann verlassen sollte.

Schon gelesen? Werder bestätigt: Fünfstück wird neuer U23-Trainer

Marco Friedl spielt bei Werder Bremen bevorzugt als Linksverteidiger 

 Welche Position Marco Friedl bevorzugt, verriet er ebenfalls im „Butter bei die Fische“. Frage: Innenverteidiger oder Linksverteidiger? „Linksverteidiger“, sagt der Österreicher, der in der Schlussphase der abgelaufenen Saison allerdings als Rechtsverteidiger herhalten musste. Eine Aufgabe, die ihm nicht so liegt, die er aber auch bewältigt hat. 

Und die ihn vor allen Dingen nicht davon abgehalten hat, bei Werder Bremen langfristig zu unterschreiben. Er weiß, dass Trainer Florian Kohfeldt mit ihm „einen klaren Plan“ hat und dass in diesem Plan nicht vorgesehen ist, dauerhaft auf der für ihn falschen Seite zu spielen. Der Österreicher weiß, wohin der Weg für ihn gehen soll und sagt im Interview mit „werder.de“: „Ich glaube, dass es hier extrem gut passt.“

Schon gelesen? Werder Bremen feierte im „schlechtesten Club von Berlin“

Marco Friedl über Werder-Fans beim Pokalspiel gegen FC Bayern: „Sowas gibt es nur hier und bei keinem anderen Club“

Diesen Eindruck hat er nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch das Zusammenspiel von Fans und Profis betreffend. Als vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen „seinen“ FC Bayern der Werder Bremen-Bus durch das Fan-Spalier rollte, war Friedl von Maxi Eggestein in die Seite geknufft worden. 

Und mit Blick auf die Fan-Menge sagte der, der die Vertragsverlängerung zu dem Zeitpunkt schon hinter sich hatte, zu dem, der noch unterschreiben musste: „Das ist ein Grund, weshalb ich bleibe.“ Friedl hörte zu und zog nun nach. Denn: „Ich habe beim Pokalspiel zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit gemerkt, was das für Gänsehautmomente sind. Das gibt es nur hier und bei keinem anderen Club. Ich bin wirklich froh, dass ich die nächsten Jahre hier bin.“

In diesen nächsten Jahren wird Friedl aber wohl  nicht im Weserstadion auflaufen. Denn: Werder Bremen hat die Namensrechte vom Weserstadion verkauft. Die voraussichtliche Aufstellung von Werder Bremen gegen Freiburg: Osako vor Startelf-Rückkehr. Am Samstag ist wieder Bundesligaspieltag: Werder Bremen bekommt es mit der Welle des SC Freiburg zu tun.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare