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Marco Friedl will spielen! Der  Abwehrspieler, will sich auch von der großen Konkurrenz bei Werder Bremen nicht ausbremsen lassen.

Kampfansage nach Toprak-Transfer

Werder-Verteidiger Marco Friedl: „Ich will auch spielen, wenn alle da sind“

Bremen – Welche Rolle spielt Marco Friedl beim SV Werder Bremen nach der Verpflichtung von Ömer Toprak? Die Konkurrenz in der Verteidigung ist groß, Friedl will die Situation als Ansporn nutzen.

Wenn neue Spieler verpflichtet werden, dann freuen sich längst nicht alle Profis im Verein. Schließlich droht neue Konkurrenz, die eigene Situation könnte sich verschlechtern. Öffentlich zugeben möchten das die Betroffenen meistens nicht. Marco Friedl vom SV Werder Bremen ist da nun einen etwas anderen Weg gegangen, er hat sich sehr offen zur Verpflichtung von Ömer Toprak geäußert – und dessen Verpflichtung auch als kleine Kampfansage genutzt.

„Ich will auch spielen, wenn alle da sind“, stellte Marco Friedl unmissverständlich klar. Es war aber weniger eine Forderung an Trainer Florian Kohfeldt, sondern mehr an sich selbst. „Es ist nicht nur wichtig, gut zu trainieren, sondern du musst auch gut spielen“, weiß der 21-Jährige. Deshalb müsse er sich nach seiner guten Vorbereitung nun im Pflichtspiel-Betrieb beweisen. Die Gelegenheit für ihn ist günstig – noch günstig muss es allerdings heißen.

Da Ludwig Augustinsson ausfällt, ist Marco Friedl als linker Verteidiger gesetzt. Als der Schwede in der Vorbereitung noch fit war, verteidigte Friedl innen – als Ersatz für die verletzten Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp. Dieses Einsatzgebiet ist jetzt wieder besetzt: durch Ömer Toprak. Den 30-Jährigen haben die Bremer für ein Jahr von Borussia Dortmund ausgeliehen – inklusive einer Kaufverpflichtung. Kohfeldt hat dem „Top-Innenverteidiger“, wie er ihn selbst bezeichnet, mit einer Einsatzgarantie ausgestattet.

Werder Bremen: Wechsel von Ömer Toprak war für Marco Friedl „erst im zweiten Moment richtig in Ordnung“

All‘ das ist Friedl natürlich nicht entgangen – und er hat sich so seine Gedanken über diesen Transfer gemacht. „Es war erst im zweiten Moment richtig in Ordnung für mich“, gesteht der junge Österreicher und erklärt: „Ich wusste ja, dass wir eine Verstärkung brauchen, und Ömer ist auf jeden Fall eine Verstärkung für uns.“ Schließlich stünden Veljkovic und Langkamp nicht zur Verfügung. Und was er nicht sagt, aber was klar ist: Als Linksfuß ist Friedl auch nicht die optimale Besetzung als rechter Innenverteidiger. Zudem hebt ein Toprak das ganze Niveau der Viererkette.

Davon will letztlich auch Friedl profitieren. Sein kurzer Moment der Skepsis ist durchaus nachvollziehbar. Nach eineinhalb Jahren Ausleihe vom FC Bayern an den SV Werder hat er lange darüber nachgedacht, ob er das Bremer Angebot für einen dauerhaften Verbleib annehmen soll. „Ich muss jetzt so viel wie möglich spielen“, hatte er als wichtigstes Ziel für seine Zukunft ausgemacht.

Werder Bremen: Abwehrspieler Marco Friedl fühlt sich innen „einen Tick wohler“ als außen

Bei Werder Bremen sah er da gute Chancen. Kohfeldt baut auf ihn und betonte, ihn mehr im Abwehrzentrum zu sehen. Friedl soll langfristig als Nachfolger von Kapitän Niklas Moisander aufgebaut werden. Auch der junge Profi selbst fühlt sich innen „einen Tick wohler“ als außen. Doch letztlich ist es ihm egal, wo er spielt. Er ist auf alles vorbereitet, schaut sich regelmäßig im Fernsehen an, wie andere Linksverteidiger ihre Arbeit verrichten.

Er holt sich auch Tipps bei seinem Bayern-Kumpel David Alaba – und weiß, worauf es nun besonders ankommt: „Defensiv ist das schon in Ordnung, aber im Spiel nach vorne muss ich erwachsener, also einfach abgezockter werden.“ Am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf kann er damit anfangen. Da wird er in der Startelf stehen – übrigens gemeinsam mit Toprak.

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Die Grün-Weißen haben offenbar einen Königsblauen im Visier. Wie die „Bild“ berichtet, ist Werder Bremen an Nabil Bentaleb vom FC Schalke 04 interessiert. Am Mittwoch krachte es im Training von Werder Bremen: Josh Sargent war im Glück bei einem heftigen Zusammenprall. Derweil dauert die Suche nach einem Rechtsverteidiger an. Aber ein Wechsel von Andrea Conti vom AC Mailand und Bernardo zu Werder Bremen sind kein Thema. Geht er oder bleibt er? Werder Bremen wartet weiter auf ein Angebot für Stürmer Martin Harnik.

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