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Marco Friedl galt bei Werder Bremen als Herausforderer, jetzt wurde er direkt in die erste Elf gespült.

Werder-Profi vor Spiel gegen RB Leipzig

Friedl: „Natürlich kann es eine Chance für mich sein“

Bremen – Die Namen sind in der Bundesliga bestens bekannt: Timo Werner, Yussuf Poulsen, Emil Forsberg, Marcel Sabitzer. Und das, wofür sie stehen auch: große Gefahr. Am Samstag, während des Heimspiels gegen RB Leipzig (18.30 Uhr, DeichStuben-Liveticker), bekommt es nun Werder Bremen mit dem starken Offensiv-Quartett des Spitzenreiters zu tun, das an den ersten vier Spieltagen gemeinsam schon acht Tore erzielt hat.

„Leipzig spielt richtig guten Offensivfußball, da ist richtig Tempo drin“, weiß Werders Abwehrspieler Marco Friedl. Dem selbstverständlich auch bewusst ist, dass es für seine Mannschaft ein ziemlich arbeitsreicher Nachmittag werden könnte.

Werder Bremen: Marco Friedl direkt in die erste Elf gespült

„Wir wissen, dass wir es nur als Team lösen können. Es ist nicht nur die Viererkette, auf die die Arbeit zukommt. Auch unsere Vorderleute leisten gute Defensivarbeit, was uns Verteidigern die Sache erleichtert“, betont Friedl, der in den bisherigen vier Saisonspielen als Linksverteidiger in der Startelf stand. Nach seiner festen Verpflichtung aus München galt er zunächst eigentlich als Herausforderer im Kampf um einen Stammplatz – Werders Verletztenmisere hat ihn dann aber direkt in die erste Elf gespült. Aktuell ersetzt er Ludwig Augustinsson, den Knieprobleme plagen. Zwar fühlt sich Friedl in der Abwehrmitte „ein bisschen wohler“. Ansprüche stellt er deshalb aber nicht: „In diesem Jahr ist es mir egal, wo ich spiele. Hauptsache ist, dass ich spiele.“

Werder Bremen: RB Leipzig wird eine Herausforderung 

Selbstredend betont auch Friedl die große Bedeutung der mannschaftlichen Geschlossenheit, gerade in einer so prekären Personalsituation wie aktuell. Der österreichische U21-Nationalspieler ist aber ehrlich genug, um auch über seine eigene Perspektive offen zu sprechen. „Natürlich kann es für mich gerade eine Chance sein, dass ich mich festspiele“, sagt er. Und dürfte täglich alles dafür geben. Nur allzu vielen Gedanken, die will sich der 21-Jährige darüber nicht machen: „Ich schaue nicht darauf, was mit mir passiert, wenn Ludde oder die ganze Viererkette irgendwann wieder fit ist.“ Wichtig sei immer nur das nächste Spiel. Eine Floskel, klar. In Friedls Lage aber zutreffend.

Denn mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel dürfte der Österreicher genug zu tun haben. Allein Timo Werner, der Leipzig am Dienstagabend mit einem Doppelpack zum 2:1-Erfolg bei Benfica Lissabon geschossen hat, wird eine Herausforderung. „Er ist in sehr guter Form“, sagt Friedl über den Mann, der auch in der Bundesliga schon fünfmal getroffen hat. Da könne es eventuell von Vorteil sein, dass Werner und seine Kollegen durch die Reise nach Lissabon vielleicht nicht ganz so ausgeruht sind, wie es normalerweise der Fall wäre. „Lieber spiele ich in einer Champions-League-Woche gegen Leipzig als in einer normalen Woche, in der sie sich in Ruhe vorbereiten können“, sagt Friedl, der sich aktuell übrigens zumindest als Viertel-Abwehrchef sieht.

Nach dem Ausfall von Kapitän Niklas Moisander sei Theodor Gebre Selassie zwar der erfahrenste in Werders letzter Reihe. „Aber er spielt ja momentan als Innenverteidiger auf einer ungewohnten Position, sodass wir alle Verantwortung übernehmen müssen.“

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