Mario Basler macht sich Sorgen um Werder Bremen, springt aber Trainer Florian Kohfeldt zur Seite.
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Mario Basler macht sich Sorgen um Werder Bremen, springt aber Trainer Florian Kohfeldt zur Seite.

Clemens Fritz fordert Unterstützung für den Coach

Mario Basler nimmt Werder-Trainer Florian Kohfeldt in Schutz - und bringt den BVB ins Spiel

Bremen - Mit einer üblen 1:6-Packung gegen den FC Bayern München schlittert der SV Werder Bremen immer tiefer in den Abstiegskampf. Die Bremer Krise war am Sonntag auch Thema im „Sport1“-Talk „Doppelpass“. Experte Mario Basler macht sich Sorgen um seinen Ex-Club, nimmt aber Trainer Florian Kohfeldt ausdrücklich in Schutz.

„Wenn man sich wirklich so abschlachten lässt in der zweiten Hälfte in München, dann hat das ein bisschen was von Aufgeben“, sagte Mario Basler, der für seine harsche Kritik bekannt ist. Werder Bremen hatte innerhalb von 15 Minuten vier Gegentore kassiert. „Was da auf dem Platz passiert ist, das gibt mir arg zu denken.“ Als Ex-Bremer habe er inzwischen „große Angst“.

Der Abstiegskampf ist bei Werder Bremen angekommen, Trainer Florian Kohfeldt hat ihn nach der Klatsche noch am Samstag offiziell ausgerufen. Für Basler kam das zu spät. „Es wäre besser gewesen, schon vor zwei, drei Wochen darüber zu reden, dass der eine oder andere aufwacht.“

Mario Basler: Spieler bei Werder Bremen schlechter geworden, nicht Trainer Florian Kohfeldt

Auch der Druck auf Coach Kohfeldt steigt. Für Basler ist er aber nicht das Problem: „Ich sage: Die Spieler sind schlechter geworden, nicht der Trainer.“ Für Kohfeldt hat der 50-Jährige viel Lob übrig. „Ich finde, dass er ein hervorragender Trainer ist. Er muss sich auch um die Zukunft nach Werder Bremen keine Sorgen machen. Ich weiß es sicher, dass Borussia Dortmund alles versuchen wird, ihn zu bekommen.“

Das alles ist derzeit kein Thema, Werder steckt ganz tief in der Krise. Basler glaubt, dass die Bremer mit Kohfeldt die Kurve kriegen können, und appelliert stattdessen an die Spieler. „Ich bin total von ihm überzeugt. Wenn es die Mannschaft umsetzen kann, wird er es hinkriegen, aber er braucht die Mannschaft dafür.“

Werder Bremen: Clemens Fritz fordert Impuls aus der Mannschaft

Auch Clemens Fritz, Werders neuer Leiter der Scouting-Abteilung, war Gast im „Doppelpass“, nahm Kohfeldt in Schutz und forderte einen Impuls aus dem Team: „Es wird viel auf Florian abgelagert, aber er kann das nicht alleine machen, er kann nicht alles machen“, sagte Fritz. „Er hat den Anspruch, der Mannschaft Lösungen aufzuzeigen und einen klaren Plan mitzugeben, aber die Mannschaft ist auch gefordert. Wir haben einige Spieler in der Mannschaft, die den Anspruch an sich haben, Führungsspieler zu sein.“

Am Dienstag spielt Werder Bremen gegen Mainz 05, das am Samstag mit dem 0:4 gegen Borussia Dortmund ebenfalls eine Abreibung bekommen hat. Fritz fordert für das Duell gegen den direkten Konkurrenten: „Man kann sich nicht nur auf spielerische Qualität verlassen. Wir müssen die Situation annehmen“, sagte Fritz. „Es geht um Leidenschaft, Emotionen, Zweikampfverhalten.“ Das Match gegen Mainz werde mit Sicherheit „kein spielerischer Leckerbissen“.

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