Marius Bülter äußert sich im DeichStube-Interview zur aktuellen Situation von Schalke 04 und dem Duell mit Werder Bremen.
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Marius Bülter äußert sich im DeichStube-Interview zur aktuellen Situation von Schalke 04 und dem Duell mit Werder Bremen.

Vor Werder gegen Schalke 04

„Wir waren geschockt“ - Schalkes Bülter im Interview über den Schröder-Rücktritt und das Duell mit Werder

Bremen – In Gelsenkirchen ist mal wieder einiges los, beim FC Schalke 04 sorgten zuletzt ein Trainerwechsel und der plötzliche Abgang von Sportdirektor Rouven Schröder für Aufsehen. Stürmer Marius Bülter spricht im DeichStube-Interview über die turbulenten Tage beim Schlusslicht und das anstehende Duell mit dem SV Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker).

Schalke liegt auf dem letzten Tabellenplatz. Werder belegt mit Rang acht eine komfortable Platzierung im Mittelfeld. Schauen Sie mitunter neidisch in Richtung Bremen?

Natürlich hätten wir auch gerne mehr Punkte auf dem Konto, das ist ja ganz klar. Auch wenn es momentan nicht gut läuft, habe ich das Gefühl, in Bremen etwas mitnehmen zu können.

Was macht der Mitaufsteiger anders als Schalke?

Da Werder gerade Erfolg hat, kann man natürlich leicht sagen, uns fehlen im Vergleich zu ihnen die Aufstiegsspieler aus der vergangenen Saison. Das wäre jedoch zu einfach.

Blicken wir auf den Rücktritt des Schalker Sportdirektors Rouven Schröder. Wie wirkt sich die wieder aufgetretene Unruhe auf die Mannschaft aus?

Wir waren natürlich geschockt, weil sein Rücktritt so unerwartet kam. Ich habe auch überhaupt nicht damit gerechnet. Wenn jemand wegbricht, der immer viel Positives ausgestrahlt hat, dann ist das schwer und beeinträchtigt auch die Vorbereitung aufs Spiel. Die letzten zwei Wochen waren kräftezehrend, das kann die Mannschaft auch nicht einfach wegstecken. Das ist aber jetzt Vergangenheit, wir schauen gemeinsam mit dem neuen Trainer, der super ist, nach vorne.

Verfolgt das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker der DeichStube!

Wie ist Ihr erster Eindruck von Thomas Reis?

Er macht einen richtig guten ersten Eindruck. Es herrscht eine andere Stimmung seit seinem Amtsantritt, er macht einige Dinge anders: Das Vorwärts-Verteidigen, offensive Abläufe und Umschaltsituationen haben sich verändert. Ein neuer Trainer bringt immer auch einen neuen Schwung mit, den spüren wir.

Schalke-04-Profi Marius Bülter vor Duell mit Werder Bremen: „Gegen Freiburg haben wir einen Schritt nach vorn gemacht“

Die erste Partie mit Reis gegen Freiburg ging verloren. Insgesamt steht erst ein Heimsieg gegen Bochum zu Buche. Wie kann die Heimschwäche abgestellt werden?

Gegen Freiburg haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, man darf nicht vergessen, dass Freiburg eine sehr gute Mannschaft hat. Wir brauchen jetzt einfach mal wieder einen Sieg.

Auswärts sieht die Bilanz noch schlechter aus: Erst zwei Zähler hat Schalke auf fremden Plätzen geholt. Was rechnen Sie sich nun gegen Werder Bremen aus?

Wir sprechen nicht viel darüber, aber dass das Team aktuell nicht vor Selbstvertrauen strotzt, ist auch klar. Dieses Selbstvertrauen müssen wir uns wieder erarbeiten. Werder ist eine Mannschaft, bei der wir definitiv punkten wollen.

Ist die Schalker Mannschaft in der aktuellen Zusammenstellung überhaupt wettbewerbsfähig?

Wenn man die letzten sechs oder sieben Spiele betrachtet, haben wir tatsächlich nicht viele Argumente dafür geliefert. Aber an den ersten fünf oder sechs Spieltagen haben wir durchaus gezeigt, dass wir in der Liga bestehen können. So eine Diskussion dürfen wir nicht an uns heranlassen.

Welches Ziel geben Sie aus bis zu der WM-Pause?

Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen.

Schalke-04-Profi Marius Bülter vor Werder Bremen über den Abstiegskampf: „Wir müssen nur auf uns schauen“

Leverkusen steht auf einem Relegationsplatz. Zählen Sie die hoch gehandelten Rheinländer auch zur direkten Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt?

Leverkusen hat eine Mannschaft mit viel Qualität. Vor Beginn der Saison werden nicht viele damit gerechnet haben, dass sie zu diesem Zeitpunkt auf diesem Platz in der Tabelle stehen.

Sind also Bochum, Stuttgart und Hertha die Vereine, an denen sich Schalke orientieren muss?

Wir müssen vor allem auf uns schauen. Das Wichtigste ist, dass wir die Punkte holen. Dabei dürfen wir uns nicht durch den Blick auf andere Mannschaften ablenken lassen.

Werder Bremen hat 18 Punkte und damit zwölf mehr als Schalke. Ist das schon die halbe Miete für den Liga-Erhalt?

Das wird man am Ende der Saison beurteilen können.

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Werder Bremen ist eine Mannschaft „die richtig guten Fußball spielen kann“, so Schalke-04-Profi Marius Bülter

Bremen fehlt derzeit nur ein Punkt zu einem Platz, der am Ende die Qualifikation fürs internationale Geschäft bedeuten würde. Schafft es der Verein möglicherweise nach Europa?

Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie richtig guten Fußball spielen kann. Man wird am 34. Spieltag sehen, für welchen Platz es reichen wird.

Bis vor einem Jahr haben Sie noch für Union Berlin gespielt. Überrascht Sie der Höhenflug Ihres Ex-Clubs?

Bei Union Berlin wird seit Jahren gut gearbeitet, daher überrascht es mich nicht, dass der Verein aktuell oben mitspielt. Mich würde es freuen, wenn das Rennen um den Meistertitel bis zum Ende spannend bleibt und Union weiterhin eine Rolle dabei spielt.

Es ist ein Evergreen seit Jahren und seit dem letzten Wochenende wieder das aktuelle Thema: Die zum Teil mangelhaften Leistungen der Schiedsrichter sowie der Ärger über den Videoassistenten. Wie ist Ihre Meinung?

Solange der VAR fair ist, ist es gut, dass es ihn gibt. Wir hatten die Situation letztes Jahr in Bremen, dass wir unfair behandelt wurden. Jetzt bei Dortmund gegen Frankfurt war es ähnlich – so sollte es natürlich nicht sein. (hgk)

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