Einst haben sie zusammen in Trier gespielt, nun arbeiten sie gemeinsam für Werder - Sebastian Hartung (links) als Chefscout und Markus Anfang als neuer Cheftrainer.
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Einst haben sie zusammen in Trier gespielt, nun arbeiten sie gemeinsam für Werder - Sebastian Hartung (links) als Chefscout und Markus Anfang als neuer Cheftrainer.

Jetzt Chef-Scout und Chef-Coach in Bremen

Einst in Trier, jetzt bei Werder: Markus Anfang und Sebastian Hartung mit einem Wiedersehen in neuen Rollen

Bremen/Trier – Im tiefsten Winter, das Jahr 2008 war so gut wie vorbei, hatte Mario Basler plötzlich diese Idee, wie er seiner kriselnden Mannschaft vor der zweiten Saisonhälfte neues Leben einhauchen könnte. Als Trainer von Eintracht Trier hatte der Ex-Profi, der von 1993 bis 1996 für Werder Bremen aufgelaufen war, in zuvor 18 Spielen 22 Punkte geholt, was Platz elf in der Regionalliga West bedeutete – und Basler nicht zufriedenstellte.

Deshalb rief er Markus Anfang an. Beide Männer hatten einst ein Jahr lang gemeinsam für den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga gespielt – und nun, so Baslers Plan, sollte Markus Anfang seine Trierer wieder nach oben führen. Kurz darauf war der Wechsel des damals 34-jährigen Mittelfeldspielers vom FC Wacker Innsbruck auch schon perfekt – und damit der Grundstein für ein kurioses Wiedersehen gelegt, zu dem es stolze zwölf Jahre später in Bremen kommen sollte.

Gleich vorab: Wie genau die Begrüßung im Juni 2021 zwischen dem neuem Cheftrainer des SV Werder Bremen, Markus Anfang, und einem seiner wichtigsten Mitarbeiter im Verein ausgesehen hat, ist nicht überliefert. Sie dürfte aber von vertrauter Natur gewesen war: Mit Werders Chefscout Sebastian Hartung hatte sich Anfang in Trier einst ein halbes Jahr lang gemeinsam durch die vierte Liga gekämpft. „Dass wir jetzt nochmal in ganz anderen Rollen zusammenarbeiten, ist schon kurios“, sagt Hartung im Gespräch mit der DeichStube – und blickt zurück auf seine Zeit als Mitspieler Anfangs.

Seit 2011 ist Sebastian Hartung bereits bei Werder Bremen beschäftigt

„Fußballerisch konnte Markus uns sofort helfen, auch wenn er am Ende seiner Karriere nach einigen Verletzungen körperlich sicher nicht mehr 100 Prozent fit war“, erinnert sich der 40-Jährige, der Markus Anfang schon damals auch als eine Art Trainer wahrgenommen hat: „Auf dem Platz hat er bei uns klar den Ton angegeben. Seine Ansprachen in der Kabine hatten eine fesselnde Art.“ Sebastian Hartung selbst war im Sommer 2007 aus Worms nach Trier gekommen. Sechs Partien sollte er gemeinsam mit Anfang bestreiten, ehe er nach der Saison 2008/2009 zum CS Grevenmacher nach Luxemburg weiterzog. Später verschlug es ihn privat nach Bremen. Seit 2011 ist Hartung nun bereits bei Werder Bremen beschäftigt.

„Ich durfte in Trier während der Spiele immer für Markus laufen, durfte im Hintergrund die Arbeit für ihn machen, damit er glänzen kann“, schmunzelt der gebürtige Erfurter – und beschreibt damit eine Aufgabenverteilung, die auch jetzt in Bremen wieder in ähnlicher Form gilt. Als Chefscout ist es schließlich Hartungs Job, hinter den Kulissen jene Spieler aufzuspüren, mit denen der Coach im Rampenlicht erfolgreich arbeiten kann. Da Werders Kader nach dem Abstieg vor dem größten Umbruch der vergangenen Jahre steht, dürften beide Männer sehr viel zu besprechen haben.

Sebastian Hartung und Markus Anfang wollen ihre gemeinsame Bilanz bei Werder Bremen aufbessern

Nicht ausgeschlossen, dass es zwischendurch auch mal um die Zeit bei Eintracht Trier geht, um Mario Basler und diese halbe gemeinsame Saison vor zwölf Jahren, die der Verein übrigens als Tabellen-13. beendete. Sebastian Hartung und Markus Anfang dürften alles daran setzen, um ihre gemeinsame Bilanz bei Werder Bremen deutlich aufzubessern. (dco)

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