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Unglaublich: Markus Rosenberg, der ehemalige Stürmer des SV Werder Bremen, hat soeben im letzten Heimspiel seiner Karriere für Malmö FF den Siegtreffer in der Nachspielzeit erzielt. 

Vergleich mit Zlatan Ibrahimovic

Werder-Sportchef Baumann beim verrückten Rosenberg-Abschied: „Wie bei uns mit Pizarro“

Bremen – Die Einladung kam, und Frank Baumann ist ihr nur zu gerne gefolgt. Malmö FF hatte zum letzten Heimspiel von Markus Rosenberg (37) Freunde und ehemalige Weggefährten des Stürmers zusammengetrommelt, um den Club-Liebling gebührend zu verabschieden. Doch was dann im Europa-League-Spiel gegen Dynamo Kiew passierte, übertraf alle Erwartungen – auch die des Sportchefs von Werder Bremen.

„Ich neige ja nicht zu Superlativen, aber das war Gänsehaut, ein ganz besonderer Abend“, schwärmte Frank Baumann nach einem verrückten Spiel mit einer noch verrückteren Pointe. Malmö gewann die Partie mit 4:3, und wer erzielte das Siegtor? Natürlich Markus Rosenberg

In der Nachspielzeit seines letzten Spiels vor heimischer Kulisse traf Markus Rosenberg für Malmö zum 4:3, nachdem er zuvor schon zum 2:2 getroffen hatte. Was sich danach abspielte, war Herzfußball vom Feinsten. Fans, die jubelten, Fans, die zutiefst berührt waren. Fans, die weinten. Und Rosenberg, zwischen 2007 und 2012 insgesamt 165 Mal für Werder Bremen auf dem Platz (53 Tore), mittendrin. Es war ein Abschied voller Glück, Stolz und Tränen.

Werder Bremen: Markus Rosenberg beliebter als Zlatan Ibrahimovic? Frank Baumann findet ja!

„Markus ist ein außergewöhnlicher Mensch, sehr beliebt bei den Fans. Beliebter schon als Zlatan Ibrahimovic. Er hat ihn meilenweit überholt“, sagte Baumann und zog den Vergleich mit dem aus Malmö stammenden Superstar des schwedischen Fußballs nicht zufällig. Ibrahimovic hat sich gerade bei Malmös Erzrivalen Hammarby IF eingekauft, Rosenberg dagegen schießt noch Tore für „FF“. Pardon: schoss. Und die Fans rollten ihm dafür auf dem Weg in den Ruhestand einem Teppich der Begeisterung aus. „Man hat in jedem Moment gespürt, welche Wertschätzung die Leute für Markus empfinden. Es ist ein bisschen wie bei uns mit Pizarro“, sagte Baumann.

Als Geschenk und Erinnerung an die Bremer Zeit hatte er Rosenberg ein Modell der Stadtmusikanten mitgebracht. Bis er es übergeben konnte, verging allerdings einige Zeit. Denn die Doping-Kontrolleure betätigten sich an diesem Donnerstagabend als Partycrasher, beorderten Markus Rosenberg zu sich. Der Schwede brauchte dann einige Zeit, um seine Probe abzuliefern. Als er endlich zu der extra für ihn organisierten Feier mit den alten Freunden und Kollegen kam, „war die schon zum Großteil rum. Das war ein bisschen ärgerlich“, so Baumann. (csa)

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