Der Ex-Stürmer des SV Werder Bremen verlässt das Weserstadion
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Werder Bremen und Martin Harnik haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der ehemalige Stürmer der Grün-Weißen schließt sich dem Fünftligist TuS Dassendorf an.

Von der Bundesliga in die Oberliga

So erklärt Ex-Werder-Stürmer Martin Harnik seinen freiwilligen Abstieg in die 5. Liga

Hamburg - Martin Harnik hat seine Karriere als Fußball-Profi mit 33 Jahren beendet, um in der 5. Liga sein Fußballer-Dasein im Kreise alter Bekannter ausklingen zu lassen. Am Sonntag löste der Stürmer seinen Vertrag bei Werder Bremen auf, einen Tag später schloss er sich dem Hamburger Oberliga-Meister TuS Dassendorf an.

Dort trifft er unter anderem auf Trainer Jonny Richter, mit dem Harnik gemeinsam in der Jugend des SC Vier- und Marschlande gespielt hat, und auf seinen Schwager Mattia Maggio. „Ich habe den Bezug zu Dassendorf vor drei Jahren aufgebaut. Angefangen mit Mattia, der als Schwager neu in die Familie gekommen ist, und fortgeführt mit Jonny als Jugendfreund und ehemaliger Mannschaftskollege“, erklärte Martin Harnik in der „Hamburger Morgenpost“ seine Beweggründe. „Ich habe Dassendorf in den vergangenen Jahren immer verfolgt und hatte für mich schon länger die Entscheidung getroffen, dass ich nach der Profikarriere den Übergang in den Amateurbereich auf jeden Fall in Dassendorf finden möchte.“

Werder Bremen-Transfers: Ex-Stürmer Martin Harnik wechselt in die 5. Liga

Nach 14 Jahren als Profi mit 68 Länderspielen für Österreich und 240 Bundesliga-Einsätzen für Werder Bremen, Hannover 96 und den VfB Stuttgart hätte der Routinier Martin Harnik auch andere Optionen gehabt. Der VfB Lübeck aus der 3. Liga zum Beispiel oder der dänische Erstligist SönderjyskE. Doch der aus Hamburg stammende Angreifer, der in der vergangenen Spielzeit mit dem Hamburger SV nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasste, wollte unbedingt wieder in seiner Heimat leben und spielen. Am Samstag um 13.00 Uhr könnte es gegen Buchholz 08 schon zu seinem Debüt im Dassendorfer Dress kommen. (dco)

Zur letzten Meldung vom 05. Oktober 2020:

Ex-Werder-Stürmer Martin Harnik wechselt in die Oberliga

Bremen - Nur einen Tag, nachdem Martin Harnik seinen Vertrag mit Werder Bremen aufgelöst hat, ist nun bekannt, für welchen Verein der 33-Jährige künftig aufläuft: Für die TuS Dassendorf, beheimatet in der Oberliga Hamburg. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt".

Nachdem Martin Harnik die vergangene Saison als Leihspieler beim Hamburger SV verbracht hatte, gehörte er seit Sommer formal wieder dem Aufgebot des SV Werder Bremen an, allerdings hatte Trainer Florian Kohfeldt auch weiterhin keine Verwendung mehr für den ehemaligen österreichischen Nationalspieler, der sich als letzten Schritt vor dem Karriereende nun in den Amateurfußball verabschiedet.

Werder Bremen: Ex-Stürmer Martin Harnik pflegt längere Verbindung zur TuS Dassendorf

Die TuS Dassendorf gilt als sehr ambitionierter Club, feierte in den vergangenen sieben Jahren sechs Meisterschaften. Martin Harnik pflegt schon länger eine enge Verbindung zum Verein. So ist sein Schwager in spe, Mattia Maggio, ebenfalls für Dassendorf aktiv. Trainer Jean-Pierre Richter ist zudem ein ehemaliger Mitspieler Harniks. Beide liefen früher für den SC Vier- und Marschlande auf, mit dem sie als Jugendspieler große Erfolge feierten. (dco) Ein Kommentar zur Transfer-Politik: So spart sich Werder Bremen in die 2. Liga!

Zur letzten Meldung vom 04. Oktober 2020:

Vertragsauflösung offiziell: Werder Bremen greift bei Martin Harnik zum letzten Mittel

Das Kapitel Martin Harnik ist beim SV Werder Bremen beendet: Der Club hat sich mit dem Stürmer, der bei den Grün-Weißen keine Zukunft besitzt, auf eine Vertragsauflösung geeinigt.

„Wir hatten sehr vernünftige Gespräche mit Martin und konnten nun eine gute und sinnvolle Lösung finden“, wird Sportchef Frank Baumann auf der Internetseite des SV Werder Bremen zitiert. „Wir danken Martin für das, was er in seiner Karriere für Werder Bremen geleistet hat und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“

Die Vertragsauflösung war das letzte Mittel, zu dem Werder Bremen noch greifen konnte, um Martin Harnik von der Gehaltsliste zu streichen. Jetzt muss der Club dem Spieler allerdings eine Abfindung zahlen. Die Grün-Weißen haben für den 33-Jährigen keine Verwendung mehr. Harnik kann jetzt ablösefrei wechseln. Ob er seine Karriere allerdings im deutschen Profi-Fußball fortsetzen kann und wird, ist unklar. Schließlich hat er bisher auch noch keinen neuen Club gefunden. (han)

Derweil wagt Werder Bremen offenbar einen erneuten Transfer-Vorstoß bei Marko Grujic vom FC Liverpool.

Zur letzten Meldung vom 4. Oktober 2020 (13.30 Uhr):

Transfers: Kein Interessent für Martin Harnik - jetzt greift Werder Bremen zum letzten Mittel

Bremen – Im Idealfall wäre alles ganz anders gekommen. Im Idealfall hätte sich ein Club gefunden, der zweierlei geboten hätte: eine sportliche Perspektive für Martin Harnik und eine Ablöse für Werder Bremen. Doch dieser Idealfall ist bislang nicht eingetreten und wird bis zum Ende der Transferperiode am Montag wohl auch nicht mehr eintreten.

Weshalb Werder Bremen nun vermutlich zum letzten Mittel greifen wird, um den 33 Jahre alten Stürmer nicht mehr länger bezahlen zu müssen. Das Mittel heißt Vertragsauflösung. „Es kann sein, dass wir den Vertrag mit Martin Harnik auflösen, wenn es für beide Seiten passt“, sagt dazu Sportchef Frank Baumann, wenngleich klar ist, dass eine solche Lösung beim Club – erst recht angesichts der mehr als angespannten finanziellen Situation – mit einigem Zähneknirschen verbunden sein wird.

Werder Bremen müsste Martin Harnik eine Abfindung zahlen, die in solchen Fällen selten weit vom Gehaltsanspruch des Spielers während der Vertragsrestlaufzeit abweicht. In Harniks Fall wäre das noch diese Saison bei einem geschätzten Salär von zwei Millionen Euro. Das Einsparpotenzial ist für Werder also weitaus kleiner als das Gewinnpotenzial für Harnik. Er wäre bei einer Vertragsauflösung inklusive Abfindungszahlung frei für einen neuen Club, könnte auch nach Ablauf der Transferperiode noch anderswo unterschreiben und weiter verdienen. Allerdings hatte die „Bild“-Zeitung zuletzt spekuliert, dass der ehemalige österreichische Nationalspieler nach einer Einigung mit Werder seine Karriere beenden könnte.

Ob Transfer oder nicht: Werder Bremen muss im Fall Martin Harnik bluten

Wie auch immer: Werder Bremen muss bluten. Baumann nimmt es professionell und ist weit davon entfernt, Harnik den Schwarzen Peter für die Situation zuzuschieben. „Es ist ja nicht Martins Wunsch, nicht mehr bei uns zu spielen. Durch unsere Kadersituation hat sich keine Möglichkeit ergeben, dass wir eine Verwendung für ihn haben“, sagt der Manager und Geschäftsführer.

In Bremen war schon vor Beginn der vergangenen Saison klar, dass Martin Harnik im Team keine Perspektive mehr besitzt. Ein Jahr spielte er dann auf Leihbasis beim Hamburger SV, kehrte danach zu Werder zurück, wurde aber vom Training freigestellt. Dass er bei einem Verkauf von Milot Rashica noch mal ein Comeback bei Werder Bremen feiern könnte, um die Lücke zu schließen, ist laut Baumann keine Option: „Selbst wenn Milot uns verlassen sollte, sind wir offensiv eher übersetzt.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 30. August 2020:

Hängepartie um Werder-Bremen-Stürmer Martin Harnik - Frank Baumann schließt Vertragsauflösung noch aus

Bremen – Wer Martin Harnik finden will, muss ihn in Hamburg suchen. Irgendwo dort trainiert der noch bei Werder Bremen unter Vertrag stehende Stürmer in diesen Wochen bei einem Amateurclub mit – jedoch nur ab und zu, um nicht ganz das Gefühl für das Spiel zu verlieren. Grundsätzlich hält sich der 33-Jährige in diesen Wochen aber individuell fit.

Auf ein Trainingsangebot beim SV Werder Bremen verzichtet er offenbar. „Wir müssen ihm etwas anbieten, wenn er es einfordert. Das hat er bisher nicht“, berichtet Sportchef Frank Baumann. Derweil läuft Martin Harniks Vertrag weiter, das Gehalt fließt und ein Ausweg aus der Situation ist nicht in Sicht.

„Wir versuchen noch immer, einen Club für Martin zu finden“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann, „er selbst ist da auch aktiv.“ Aber es ist eben schwer, einen Abnehmer für einen Angreifer zu finden, der bei Werder Bremen noch in Erstliga-Dimensionen verdient, sportlich zuletzt aber gehobenen Zweitliga-Ansprüchen nicht genügen konnte. Harniks Ausleihjahr beim Hamburger SV verlief mit drei Toren in 23 Einsätzen wenig berauschend. Eine Kaufoption griff wegen des verpassten Aufstiegs nicht. Nun trägt Werder das Thema mit durch die Vorbereitung. Und eine Entscheidung wird Woche für Woche nach hinten verschoben. Dabei lässt sich schon jetzt absehen, dass es am Ende auf eine Auflösung des bis 2021 laufenden Vertrags gegen Zahlung einer Abfindung an Werder-Stürmer Martin Harnik herauslaufen wird.

Vertragsauflösung? Werder Bremen hofft auf Interesse anderer Clubs an Martin Harnik

Über dieses Konstrukt habe er mit Martin Harnik oder dessen Berater aber noch nicht gesprochen, sagt Baumann, „eine Vertragsauflösung ist auch nicht unser Bestreben“. Logisch, denn für Werder Bremen ist es (nach der Option, dass Harnik seinen Vertrag einfach aussitzt) die schlechteste, weil kostspieligste Lösung. Besser wäre es, ein Club zeigt Interesse, zahlt im Idealfall eine kleine Ablöse und übernimmt einen Teil von Harniks bisherigem Gehalt. 

In dem Fall müsste Werder Bremen nur den Differenzbetrag übernehmen. Aber: Es tut sich nichts. Baumann hat die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt, ob konkretes Interesse zustande kommt.“ Nach Abschluss der Vorbereitung will er sich mit dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler (68 Einsätze, 15 Tore) neu abstimmen. (csa)

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