Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Martin Harnik im Dress des SV Werder Bremen. Der Stürmer soll sich einem neuen Club anschließen, ein Wechsel ist aktuell aber nicht in Sicht.
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Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Martin Harnik im Dress des SV Werder Bremen. Der Stürmer soll sich einem neuen Club anschließen, ein Wechsel ist aktuell aber nicht in Sicht.

Kein Harnik-Transfer in Sicht

Hängepartie um Werder-Stürmer Martin Harnik - Sportchef Baumann schließt Vertragsauflösung noch aus

Lohne/Bremen – Wer Martin Harnik finden will, muss ihn in Hamburg suchen. Irgendwo dort trainiert der noch bei Werder Bremen unter Vertrag stehende Stürmer in diesen Wochen bei einem Amateurclub mit – jedoch nur ab und zu, um nicht ganz das Gefühl für das Spiel zu verlieren. Grundsätzlich hält sich der 33-Jährige in diesen Wochen aber individuell fit.

Auf ein Trainingsangebot beim SV Werder Bremen verzichtet er offenbar. „Wir müssen ihm etwas anbieten, wenn er es einfordert. Das hat er bisher nicht“, berichtet Sportchef Frank Baumann. Derweil läuft Martin Harniks Vertrag weiter, das Gehalt fließt und ein Ausweg aus der Situation ist nicht in Sicht.

„Wir versuchen noch immer, einen Club für Martin zu finden“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann, „er selbst ist da auch aktiv.“ Aber es ist eben schwer, einen Abnehmer für einen Angreifer zu finden, der bei Werder Bremen noch in Erstliga-Dimensionen verdient, sportlich zuletzt aber gehobenen Zweitliga-Ansprüchen nicht genügen konnte. Harniks Ausleihjahr beim Hamburger SV verlief mit drei Toren in 23 Einsätzen wenig berauschend. Eine Kaufoption griff wegen des verpassten Aufstiegs nicht. Nun trägt Werder das Thema mit durch die Vorbereitung. Und eine Entscheidung wird Woche für Woche nach hinten verschoben. Dabei lässt sich schon jetzt absehen, dass es am Ende auf eine Auflösung des bis 2021 laufenden Vertrags gegen Zahlung einer Abfindung an Werder-Stürmer Martin Harnik herauslaufen wird.

Vertragsauflösung? Werder Bremen hofft auf Interesse anderer Clubs an Martin Harnik

Über dieses Konstrukt habe er mit Martin Harnik oder dessen Berater aber noch nicht gesprochen, sagt Baumann, „eine Vertragsauflösung ist auch nicht unser Bestreben“. Logisch, denn für Werder Bremen ist es (nach der Option, dass Harnik seinen Vertrag einfach aussitzt) die schlechteste, weil kostspieligste Lösung. Besser wäre es, ein Club zeigt Interesse, zahlt im Idealfall eine kleine Ablöse und übernimmt einen Teil von Harniks bisherigem Gehalt. 

In dem Fall müsste Werder Bremen nur den Differenzbetrag übernehmen. Aber: Es tut sich nichts. Baumann hat die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt, ob konkretes Interesse zustande kommt.“ Nach Abschluss der Vorbereitung will er sich mit dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler (68 Einsätze, 15 Tore) neu abstimmen. (csa)

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