Keine Selfies, keine Autogramme: Die Profis des SV Werder Bremen dürfen den Fans aufgrund des Coronavirus derzeit nicht zu nahe kommen.
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Keine Selfies, keine Autogramme: Die Profis des SV Werder Bremen dürfen den Fans aufgrund des Coronavirus derzeit nicht zu nahe kommen.

Werder zieht nicht ins Hotel

Keine Autogramme, keine Selfies, aber auch keine Werder-Blase

Bremen - In Murcia hatte sich Werder abschotten und in eine Blase begeben wollen – in Bremen verzichtet der Verein nun nach der Trainingslager-Absage darauf. Die Spieler wohnen nicht im Hotel, sondern ganz normal zu Hause. Auch wenn dort die Gefahr besteht, sich bei Familienmitgliedern, insbesondere Kindern, zu infizieren. Das heißt aber nicht, dass bei Grün-Weiß nicht besondere Vorkehrungen gelten.

„Wir versuchen, die Kontaktzeiten in den Gebäuden kurz zu halten, wenn es um Besprechungen geht oder den Aufenthalt in der Kabine“, sagt Trainer Ole Werner. „Dass wir uns ausschließlich mit Mundschutz in den Räumlichkeiten aufhalten, ist selbstverständlich.“ Auch zu den eigenen Fans müssen die Spieler des SV Werder Bremen weiterhin auf Distanz gehen. Zuschauer, die ein Autogramm oder Selfie möchten, gehen in diesen Tagen leer aus. Die Profis haben vom Club die Vorgabe erhalten, die Anhängerschaft nach den Trainingseinheiten nicht zu nah an sich heranzulassen.

Werder Bremen: Trainingslager-Absage für Ole Werner „nicht das ganz große Drama“

Die Nähe spielt aber auch noch in einem anderen Bereich eine Rolle, in dem sie durchaus erwünscht ist. Während eines Trainingslagers sehen sich Spieler und Verantwortliche zwangsläufig derart häufig, dass im Nachgang im Idealfall eine besondere Verbindung zwischen allen Beteiligten entstanden ist. Für Ole Werner hätte die Reise nach Spanien obendrein den positiven Nebeneffekt gehabt, die Mitglieder seines Kaders noch etwas besser kennenzulernen – schließlich ist der 33-Jährige erst seit ein paar Wochen im Amt. Nun kommt es anders.

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„Vor dem Hintergrund der Infektionsgefahr ist es allerdings auch gerade schwierig, sich all zu lange in größeren Gruppen zu unterhalten“, sagt Werner. „Aber es gibt natürlich auch hier die Chance, in Einzelgespräche zu gehen. Ob diese dann an der frischen Luft oder im geschlossenen Raum stattfinden, sei mal dahingestellt.“ Und wie sieht es mit dem Zusammenhalt, der verschworenen Gemeinschaft aus? „Wenn man im Trainingslager 24 Stunden am Tag gemeinsam miteinander verbringt, lernt man Menschen noch einmal besser kennen. Das lässt sich nicht von der Hand weisen“, sagt der Coach des SV Werder Bremen. „Dennoch haben wir ja auch jetzt viel Zeit zusammen, um Gespräche führen und Dinge vertiefen zu können. Ich sehe da jetzt nicht das ganz große Drama.“ (mbü) 

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