Max Eberl, bisher Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, erklärt seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Werder Bremen zollt ihm Respekt.
+
Max Eberl, bisher Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, erklärt seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Werder Bremen zollt ihm Respekt.

SV Werder-Statement auf Twitter

Nach Max Eberls Rücktritt: Werder Bremen zollt Gladbach-Sportchef Respekt

Mönchengladbach/Bremen - Sportchef Max Eberl hat seinen Rücktritt beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Freitag unter Tränen mit gesundheitlichen Gründen erklärt. „Es ist kein verletzter Stolz, kein Frust, kein nix. Rein die Person Max Eberl ist erschöpft und müde“, sagte der 48-Jährige, der seit 1999 im Verein und seit 2008 als Sportdirektor tätig war: „Ich habe keine Kraft mehr, diesen Job so auszuüben, wie es der Verein benötigt.“ Es waren offene Sätze, die in der Fußballbranche nicht eben an der Tagesordnung sind und entsprechend viel Aufsehen erregt haben. So auch beim SV Werder Bremen, der Eberl via Twitter für seine Entscheidung lobte.

„Respekt für die offenen Worte, deinen Einsatz im Dienst von @borussia und für den deutschen Fußball. Alles Gute für die Zukunft, Max Eberl“, schrieb Werder Bremen am Freitag Nachmittag auf dem offiziellen Account des Zweitligisten. Eberl hatte sich offenbar seit einiger Zeit mit dem Gedanken eines Rücktritts beschäftigt, ehe er ihn nun in die Tat umsetzte.

Schon gelesen? Ole Werners Mischung für die nächsten Werder-Tage: Etwas Freizeit, etwas Arbeit!

Werder Bremen zollt Max Eberl Respekt: Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach zurückgetreten

„Der Club hat alles versucht, mich zu überzeugen. Er hat mir alle Türen geöffnet, alle Möglichkeiten gegeben, um Zeit und Ruhe zu finden“, sagte er. „Aber ich muss einen Schlussstrich finden. Ich muss raus. Ich muss auf den Menschen aufpassen. Es ist die höchste Verantwortung, die ich habe, auf meine Gesundheit zu achten.“ Er könne angesichts der sportlichen Krise „die Menschen verstehen, die sagen, wie kann er jetzt gehen. Aber es geht nicht um Fußball, es geht um mich“.

Gleichzeitig sei er, „ein ganz gutes Beispiel dafür, was auf der Welt passiert“, sagte Max Eberl mit Blick auf die Gerüchte, die seit dem Vorabend aufgekommen waren: „Was in 24 Stunden gemacht wird, was gesprochen wird und spekuliert wird, das ist das, was mich krank macht“, sagte Eberl: „Ich beende was, was mir sehr viel Freude und Spaß bereitet hat, weil Fußball mein Leben ist, meine Freude. Viele Dinge drumherum sind nicht mehr meine Freude und mein Spaß.“ (dco/dpa)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare