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Max Kruse, der ehemalige Kapitän von Werder Bremen, kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen.

Transfer in die Bundesliga?

Ex-Werder-Kapitän Max Kruse kann sich Bundesliga-Rückkehr vorstellen

Berlin - Max Kruse, ehemaliger Kapitän von Werder Bremen, steht dem Restart der Fußball-Bundesliga eher skeptisch gegenüber und spricht über einen möglichen Wechsel in die Bundesliga.

Das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) sei zwar grundlegend gut „Nichtsdestotrotz gibt es Wettbewerbsnachteile, da kommt man gar nicht drumherum. Das ist dann für einige Mannschaften nicht fair. Da muss man dann entscheiden, ob man das so will“, sagte Max Kruse (32) am Montagabend in der Fernsehshow „100% Bundesliga“ des Senders RTL Nitro. So sei der Zweitligist SG Dynamo Dresden, der wegen zwei positiver Coronavirus-Fälle geschlossen zwei Wochen in Quarantäne muss, jetzt schon benachteiligt.

Der derzeit beim türkischen Erstligisten Fenerbahçe Istanbul spielende Max Kruse stellt sich zudem die Frage, wie es nach der Saison weitergehen soll. „Wir wissen jetzt, wann die Saison zu Ende ist. Aber wann geht die neue Saison los? Gibt es überhaupt Urlaub für uns, weil im nächsten Jahr dann die Europameisterschaft stattfindet? Es ist viel vorgegeben, aber es nicht wirklich klar, was dann im Endeffekt auch passiert“, meinte der Stürmer, der vor einem Jahr von Werder Bremen nach Istanbul gewechselt war.

Werder Bremen: Ex-Stürmer Max Kruse schließt Rückkehr in Bundesliga nicht aus

Eine Rückkehr ins deutsche Oberhaus schließt Kruse nicht aus. „Ich habe schon gemerkt, dass ein Stück Heimat fehlt, auch wenn ich offen bin für neue Erfahrungen. Aber Deutschland ist und bleibt meine Heimat und ich kann mir durchaus vorstellen, dort noch einmal zu spielen“, sagte Kruse. Aber eine Planung sei in der Coronavirus-Krise derzeit kaum möglich. „Wir wissen nicht, wie das mit dem Geld weitergeht, ob das Gehalt bezahlt werden kann, ob der Verein Spieler loswerden muss oder noch Spieler holt - ich habe keine Ahnung. Stand jetzt bin ich nächstes Jahr hier“, meinte Kruse, der übrigens nach wie vor einen guten Draht zu Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat.

„Der Kontakt zwischen mir und Flo ist nie abgerissen, und das wird er wahrscheinlich auch nicht in den nächsten Jahren. Wir hatten sicherlich eine engere Bindung als andere Spieler mit ihren Trainern, wobei ich am Anfang auch skeptisch war. Das Konzept vom Flo hat mir einfach gefallen. Ich glaube, was Flo nicht schafft, schafft in dieser Situation auch kein anderer für den Club.“ (dpa/dco)

Zur letzten Meldung vom 23. März 2020

Ehemaliger Werder-Kapitän Max Kruse steckt wegen des Coronavirus in der Türkei fest - und will helfen

Wegen der Coronavirus-Pandemie befinden sich schon länger fast alle europäischen Ligen im Stillstand, am Donnerstag zog auch die türkische Süper Lig nach. Wie Max Kruse, der ehemalige Kapitän von Werder Bremen, von der Krise in der Türkei betroffen ist und warum er Hilfe leisten will, verriet er jetzt in einem Interview bei Facebook.

Für Max Kruse und seinen aktuellen Club Fenerbahce Istanbul ist die Saison in der Türkei wegen der Coronavirus-Krise unterbrochen. Trotz des Saisonstopps darf der 32-jährige Offensivspieler, der vor seinem Wechsel in die Süper Lig drei Jahre lang für Werder Bremen auf Torejagd ging, nicht in seine Heimat Deutschland zurückkehren.

„Wir haben strikte Anordnung vom Verein, uns aus Istanbul für die nächsten Tage nicht rauszubewegen“, sagt Kruse Moderatorin Laura Wontorra in einem Video-Interview auf Facebook. Zwar könne er „theoretisch in Deutschland einreisen“, aber die Türkei habe ein Einreisestopp für alle europäischen Länder erlassen, weswegen er „erst einmal hier bleiben will und versuchen werde, das Beste aus der Situation zu machen.“

Coronavirus-Pandemie: Ex-Bremer Max Kruse „weit davon entfernt, Panikkäufe zu tätigen“

Das Leben am Bosporus ist komplett runtergefahren, mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken haben alle Geschäfte geschlossen. „Am Freitag wurden wir alle in Quarantäne geschickt und müssen jetzt zehn Tage zu Hause bleiben. Die Situation ist schwierig und für alle Neuland. Aber ich bin weit davon entfernt, Panikkäufe zu tätigen und die Läden leer zu kaufen“, sagt Kruse über seine Situation in der türkischen Metropole.

Auch mache er sich weniger Sorgen um sich als um älterere Personen wie seine Eltern. Deshalb hoffe er auf die rasche Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus und eine baldige Rückkehr zur Normalität. Kruse freue sich über „jeden, der sich in der aktuellen Lage engagiert“. Auch er selbst wolle Hilfe leisten: „Ich werde auf jeden Fall etwas tun, was ich genau mache, habe ich noch nicht entschieden, aber in Krisensituationen sind wir darauf angewiesen, dass jeder Hilfe bekommt. Da haben wir eine Vorbildfunktion und der werde ich nachkommen.“

Coronavirus-Krise in der Türkei: Ex-Werder-Kapitän Max Kruse steckt in der Reha

Kruse selbst kommt die sportliche Pause gar nicht mal so ungelegen, denn er laboriert seit knapp zwei Wochen an einem Bänderriss. Dass das Leben in Istanbul wegen der Pandemie lahmgelegt ist, kommt Kruse ebenfalls zugute: „Ich brauche zum Training normalerweise eine bis eineinhalb Stunden. Jetzt im Moment ist gar kein Verkehr. Zur Behandlung war ich in 20 Minuten durch.“ 

Trotzdem hofft der Ex-Nationalspieler für die Reha demnächst, „dass ich einen Physiotherapeuten bekomme, aber so weit sind wir noch nicht.“ So oder so findet Kruse, dass man sich aktuell in Geduld üben müsse: „Es sind außergewöhnliche Zeiten, wir müssen jetzt allen Menschen ein bisschen mehr Zeit geben.“

Max Kruse spielt seit Sommer 2019 für Fenerbahce Istanbul in der Süper Lig. Für die Türken sammelte der Spielgestalter in 20 Partien 14 Scorerpunkte (sieben Tore, sieben Assists). (mwi)

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