Florian Kohfeldt (li.), Cheftrainer des SV Werder Bremen lobt seinen ehemaligen Kapitän Max Kruse.
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Florian Kohfeldt (li.), Cheftrainer des SV Werder Bremen lobt seinen ehemaligen Kapitän Max Kruse.

Kohfeldt über Kruse

Max Kruse startet bei Union Berlin durch und bekommt ein großes Lob von Werder Bremen

Bremen/Berlin – Max Kruse bleibt ein Phänomen. Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen liefert nach leichten Startschwierigkeiten nun auch beim 1. FC Union Berlin ordentlich ab und ist in aller Munde. Auch aus Bremen gibt es ein besonderes Lob von Coach Florian Kohfeldt für den Angreifer, der sich im Sommer gegen einen Wechsel zu Werder entschieden und lieber bei Union angeheuert hatte.

„Max ist besonders: auf und neben dem Platz. Und einer der geradesten Charaktere, die ich im Fußball kennengelernt habe“, sagt Florian Kohfeldt, der mit Köln-Trainer Markus Gisdol Streit hatte, in der „SportBild“ über seinen ehemaligen Spieler Max Kruse. Der 32-Jährige habe auch in der Spielvorbereitung zu seiner Zeit beim SV Werder Bremen von 2016 bis 2019 eine ganz eigene Art gehabt. Während sich die meisten Profis kurz vor dem Anpfiff fokussiert zurückgezogen hätten, habe Kruse noch eine Runde Tischtennis gespielt.

Max Kruse dreht bei Union Berlin auf - von Werder Bremen gibt es Lob

Was Max Kruse vor den Spielen mit Union Berlin macht, wurde noch nicht bekannt. Auf dem Platz ist er jedenfalls wieder der Alte – körperlich nicht komplett fit wie so oft in seiner Karriere, aber dennoch so spielstark wie nur wenige in der Liga. Mit einem Elfmeter-Tor und zwei Vorlagen war er am Montagabend der Matchwinner beim Berliner 3:1-Sieg gegen Hoffenheim. So sehr sich der ehemalige Kapitän des SV Werder Bremen mit seinen Auftritten in den sozialen Medien als eigene Marke präsentiert, so mannschaftsdienlich agiert er auf dem Rasen. „Wenn ich schieße, ist er zu 99 Prozent drin. Wenn ich rüber lege, ist er zu 100 Prozent drin – da habe ich mich für die 100 Prozent entschieden“, sagte Kruse zum dritten Tor, als er den Ball auf Cedric Teuchert abgelegt hatte. Der Lebemann Kruse und der Arbeiterverein aus Köpenick – mit dem Bundesliga-Rückkehrer und dem 1. FC Union Berlin haben sich offensichtlich zwei gefunden. Der ablösefreie Wechsel von Fenerbahce Istanbul nach Vertragsauflösung von Kruse zahlt sich für alle Beteiligten aus. Als Tabellensiebter steht Union so gut da wie noch nie und plötzlich dort, wo der strauchelnde Lokalrivale Hertha BSC so gerne hin will. Auf einem Rang, der nach Europa führen könnte. „Der Max ist auf dem richtigen Weg. Ich glaube, er ist noch nicht da, wo er hin will, aber er arbeitet daran“, sagte Coach Urs Fischer nach dem fünften ungeschlagenen Spiel in Serie.

Werder Bremen: Ex-Kapitän Max Kruse bei Union Berlin auf Rekordkurs

„Ich bin sehr glücklich. Aber es kann noch besser werden“, meinte derweil Max Kruse. Mit seinem nächsten verwandelten Elfer kann er nun sogar in die Bundesliga-Historie eingehen: Alle 15 waren bisher drin, sieben davon im Trikot des SV Werder Bremen. 16 ohne einen Fehlschuss schaffte bisher nur Jochen Abel für den VfL Bochum und FC Schalke 04 Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger. Darauf angesprochen, musste Kruse lächeln: „Jetzt weiß ich noch mehr, dass ich den nächsten Elfer auch machen muss, um den Rekord einzustellen. Aber klar, ich will die Elfmeter schießen, ich will sie reinmachen – und solange das gut klappt, bin ich wahrscheinlich auch der, der als nächstes schießt.“
Es würde irgendwie passen, wenn Kruse dieser Rekordschuss ausgerechnet gegen Werder glücken würde. Allerdings müsste er dann auf seinen nächsten Elfer noch lange warten, das Bundesliga-Duell mit dem Ex-Club steigt erst im neuen Jahr, am 2. oder 3. Januar. (kni/sid)

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