Florian Kohfeldt und Max Kruse verstehen sich gut, dennoch ist der Trainer des SV Werder Bremen nicht traurig, dass er seinen Ex-Kapitän am Samstag nicht auf dem Rasen wiedersehen wird.
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Florian Kohfeldt und Max Kruse verstehen sich gut, dennoch ist der Trainer des SV Werder Bremen nicht traurig, dass er seinen Ex-Kapitän am Samstag nicht auf dem Rasen wiedersehen wird.

Kein Wiedersehen mit Ex-Werder-Kapitän Kruse

Warum Werder-Coach Kohfeldt Union-Star Max Kruse heute nicht vermissen wird

Bremen – Wenn Werder Bremen am Samstag den 1. FC Union Berlin im Weserstadion empfängt, wird Max Kruse fehlen. Muskelbündelriss – frühestens Ende Januar wird der 30-Jährige wieder spielen können. Und Werder-Trainer Florian Kohfeldt sagt, dass er lügen würde, „wenn ich sagen würde, dass ich ihn in der Union-Startelf vermisse. Es ist schon okay für uns, dass er nicht dabei ist.“

Natürlich ist es das, denn Florian Kohfeldt weiß aus eigener Erfahrung, dass Max Kruse eine Mannschaft besser macht. In 55 Bundesliga-Spielen hatte der Werder-Trainer in den Spielzeiten 17/18 und 18/19 auf den Fußball-Freigeist setzen können, durchschnittlich fuhren die Bremer in dieser Zeit 1,51 Punkte pro Partie ein. Ein starker Schnitt, der nach Kruses Weggang aber heftig einbrach. Nur 0,91 Punkte holte Kohfeldt mit Werder Bremen in der ersten Spielzeit ohne Kruse, was beinahe zum Abstieg geführt hätte.

Werder Bremen: Mit Max Kruse schnellt auch der Punkte-Schnitt von Union Berlin in die Höhe

In dieser Saison steht Kruse nicht mehr bei Werder Bremen, sondern bei Union Berlin unter Vertrag – und siehe da: Mit ihm auf dem Platz schnellt auch bei den Köpenickern der Punkteschnitt in die Höhe. Von 1,21 in der ersten Saison nach dem Aufstieg auf aktuell 1,60 in den zehn Partien bis zur Verletzung des Ex-Nationalspielers. Kohfeldt lobt anerkennend: „Max hat mehr Variabilität in das Union-Spiel gebracht. Er hat das gezeigt, was für mich vollkommen klar war: Dass er eine außergewöhnliche Qualität besitzt in der Bundesliga.“ Weil Union aber auch in den bislang drei Partien ohne Max Kruse gegen Bayern München (1:1), den VfB Stuttgart (2:2) und Dortmund Dortmund (2:1) ungeschlagen blieb, ist Platz sechs das bemerkenswerte Zwischenergebnis zum Jahreswechsel.

„Wir sind auf jeden Fall zufrieden, was wir in diesem Jahr geleistet haben. Ich glaube, als Unioner kann man darauf mit Stolz zurückblicken“, resümierte Kruse an Silvester in einer von ihm veröffentlichten Instagram-Story: „Wir haben das Jahr sehr gut abgeschlossen, das ist es, was hängen bleibt.“ Dass er Union Berlin gegen den SV Werder Bremen, dessen Kapitän Max Kruse am Ende war, fehlt, ist ihm indes keine Erwähnung wert. Kohfeldt schaut derweil in den April, wenn das Rückspiel ansteht: „Dann holen wir das Wiedersehen nach. Bis dahin wünsche ich Max alles Gute, ist doch klar.“ (csa)

Weiter zur letzten Meldung vom 21. November 2020:

Union Berlins Max Kruse verletzt - Wiedersehen mit Werder Bremen fällt aus: „Ich werde circa acht Wochen fehlen“

Berlin - Max Kruse ist verletzt - der ehemalige Kapitän des SV Werder Bremen hat sich im Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und Hertha BSC (1:3) einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Jetzt hat Kruse selbst verraten, wie lange er ausfällt - das Wiedersehen mit dem SV Werder muss warten.

 „Ich werde circa acht Wochen fehlen, schätze ich mal. Es ist leider nicht nur ein Muskelfaserriss, sondern ein Muskelbündelriss“, ließ Max Kruse seine Fans am Sonntagabend via Instagram wissen. Der Ex-Kapitän des SV Werder Bremen weiter: „Ich habe im ersten Moment ans Knie gedacht und schon gedacht, es ist vielleicht das Kreuzband. Zum Glück ist es das nicht. Trotzdem: Muskelbündelriss ist richtig schei*e.“

Werder Bremen: Wiedersehen mit Unions Max Kruse fällt wegen Verletzung aus

Damit ist klar: Das Duell zwischen Union Berlin und Werder Bremen am 2. Januar 2021 wird Max Kruse verletzungsbedingt verpassen. Der 32-jährige Angreifer ist mit sechs Toren und fünf Vorlagen Topscorer der Eisernen. (tst). Auch interessant: So könnte die Werder-Aufstellung gegen Union Berlin aussehen.

Letzte Meldung vom 5. Dezember 2020:

Max Kruse fällt bei Union Berlin länger aus - und verpasst wohl auch das Duell gegen Werder Bremen

Berlin - Der 1. FC Union Berlin muss längere Zeit ohne Topspieler Max Kruse auskommen. Der Ex-Spieler von Werder Bremen erlitt beim 1:3 seines Clubs im Derby bei Hertha BSC einen Muskelbündelriss am hinteren rechten Oberschenkel, wie eine Untersuchung in der Charité ergab.

Das teilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Samstag mit. Die Eisernen müssen demnach „in den kommenden Wochen“ auf Max Kruse verzichten. Gut möglich also, dass der Angreifer am 2. Januar 2021 auch das Duell bei seinem Ex-Club Werder Bremen verpasst. Der 32-Jährige hatte sich die Verletzung in der Nachspielzeit bei einer unglücklichen Aktion zugezogen. „Es gilt, ihn zu ersetzen, wenn er ausfallen sollte. Was anderes bleibt uns nicht übrig“, hatte Trainer Urs Fischer schon mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München und noch vor der Diagnose gesagt.

Werder Bremen: Ex-Kapitän Max Kruse ist Topscorer bei Union Berlin

„Man hat gesehen, dass Max für uns wichtig ist. Dieser Verbindungsspieler hat uns gefehlt, der auch für Kreativität und Außergewöhnliches sorgt. Er hat aber auch mitgeholfen, dass wir eine kompakte Organisation auf dem Feld haben“, beschrieb Fischer die grundsätzliche Bedeutung des Angreifers, der mit sechs Toren und fünf Vorlagen Topscorer von Union Berlin ist. (dpa)

Zur letzten Meldung vom 08. November:

Mr. 100 Prozent: Ex-Werderaner Max Kruse dreht bei Union Berlin auf und stellt Elfmeter-Rekord in der Bundesliga ein

Berlin – Jetzt hat sich Max Kruse einen besonderen Rekord geschnappt: Der Ex-Kapitän des SV Werder Bremen in Diensten von Union Berlin hat auch seinen 16. Elfmeter in der Fußball-Bundesliga verwandelt – Fehlschüsse Fehlanzeige. Damit stellt er eine 38 Jahre alte Bestmarke ein.

Am Samstag traf Max Kruse beim 5:0-Sieg des 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei gegen Arminia Bielefeld zum zwischenzeitlichen 4:0. Der 32-Jährige zog damit mit Hans-Joachim Abel gleich, der Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre 16 Elfmeter in der Bundesliga für den VfL Bochum und den FC Schalke 04 verwandelt hatte, den letzten im November 1982.

Seiner beeindruckenden 100-Prozent-Serie hatte Max Kruse 2017 bis 2019 in seiner Zeit bei Werder Bremen Form gegeben. Sieben Mal traf er damals in der Bundesliga für die Grün-Weißen vom Punkt. Theoretisch hätte er seine Elfmeter-Serie auch jetzt in Bremen fortsetzen können, im Sommer entschied sich der Stürmer aber gegen eine Rückkehr an die Weser und stattdessen zu einem Wechsel in die Hauptstadt.

Werder Bremen-Ex-Star Max Kruse hat alleinigen Elfmeter-Rekord in der Bundesliga im Blick

Aus Kruses Sicht dürfte sich die Entscheidung schon gelohnt haben, die Zeit bei den „Eisernen“ läuft sehr gut an. In sieben Bundesliga-Spielen kommt Kruse auf drei Tore und fünf Assists – zwei der Treffer waren Strafstöße, beide fielen innerhalb von einer Woche. Erst am Montag hatte Kruse beim 3:1-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim vollstreckt.

Die Saison ist noch jung, jetzt hat Max Kruse noch lange Zeit, sich mit Elfer Nummer 17 alleine an die Spitze der Bestenliste zu setzen. Übrigens: Neben den zwei Elfmetern für Union Berlin und den sieben für Werder Bremen hat Kruse noch sieben Mal für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga vom Punkt getroffen. (han, mit dpa)

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