Max Kruse, Ex-Kapitän des SV Werder Bremen, ist beim VfL Wolfsburg rausgeflogen und wird für die „Wölfe“ kein Spiel mehr bestreiten.
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Max Kruse, Ex-Kapitän des SV Werder Bremen, ist beim VfL Wolfsburg rausgeflogen und wird für die „Wölfe“ kein Spiel mehr bestreiten.

Wie geht es für Max Kruse weiter?

Keine Zukunft beim VfL Wolfsburg: Werder Bremens Ex-Kapitän Max Kruse macht jetzt Torwarttraining

Bremen - Vertraglich ist Max Kruse zwar noch bis zum Saisonende an den VfL Wolfsburg gebunden, doch ein Teil der Mannschaft ist der ehemalige Profi des SV Werder Bremen in den Augen von Trainer Niko Kovac nicht mehr. Das wurde bei der Trainingseinheit der Wolfsburger am Dienstagmorgen deutlich.

Als die Mannschaft des VfL Wolfsburg den Trainingsplatz betrat, stapfte auch Max Kruse mit auf den Rasen und absolvierte das Aufwärmprogramm im Kreis der Teamkollegen. Während VfL-Trainer Niko Kovac die Spieler aber anschließend auf den Nebenplatz beorderte, musste Max Kruse bei den Ersatztorhütern bleiben - und wurde ins dortige Torwarttraining eingebunden. Das berichtet der „kicker“. Erst zum Ende des Trainings, als die Wolfsburger Mannschaft Stabilisations-Übungen durchführte, durfte Kruse demnach wieder zur Gruppe stoßen. Das Tuch zwischen dem ehemaligen Profi des SV Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg ist damit endgültig zerschnitten.

Auch beim SV Werder Bremen wurde die Causa Max Kruse zur Kenntnis genommen, etwaige Bestrebungen, den Angreifer des VfL Wolfsburg zurück an die Weser zu holen, gibt es aber nicht. Das verriet Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball und Scouting, in einer Medienrunde. „Es ist für uns kein Thema. Max ist kein Spieler von Werder Bremen und deshalb möchte ich mich auch nicht zu dem Thema äußern.“

Ex-Werder-Bremen-Spieler Max Kruse nach Aus beim VfL Wolfsburg: „Ich entscheide selber, wann meine Zeit in der Bundesliga vorbei ist“

Bereits am Sonntag, einen Tag nach dem 1:0-Sieg der „Wölfe“ bei Eintracht Frankfurt, hatte sich der Ex-Profi des SV Werder Bremen selbst auf seinem Instagram-Account zu Wort gemeldet und Stellung zu seinem Rausschmiss beim VfL Wolfsburg bezogen. „Ich respektiere die Meinung des Trainers, aber anscheinend soll ich mich nicht mehr mit dem Verein identifizieren“, sagte Max Kruse, fügte jedoch an: „Ich gebe alles für den Verein und das wird auch weiter so sein, wenn ich im Training auf dem Platz stehe.“

VfL-Trainer Niko Kovac sah das anders und strich Kruse im Vorfeld der Partie des VfL Wolfsburg in Frankfurt aus dem Kader. Vor Ort verkündete Kovac, dass er Max Kruse endgültig aussortiert habe und der 34-Jährige kein Spiel mehr für die „Wölfe“ absolvieren werde. „Von Max haben wir keine Impulse gesehen, dass er der Mannschaft helfen kann“, so Kovac. Die Frage, ob Kruse nie wieder in der Bundesliga spielen werde, verneinte der VfL-Coach ebenfalls. Darauf wusste der ehemalige Profi des SV Werder Bremen in seinem Statement auf Instagram jedoch zu antworten: „Ich entscheide selber, wann meine Zeit in der Bundesliga vorbei ist - und niemand anders.“ (nag)

Weiter mit der letzten Meldung:

Trainer Niko Kovac schmeißt Max Kruse beim VfL Wolfsburg raus: Bundesliga-Karriere des Ex-Profis von Werder Bremen jetzt vorbei?

Bremen - Die Zukunft von Max Kruse war in diesem Sommer ein ewiges Hin oder Her. Bleibt er beim VfL Wolfsburg oder wechselt er doch? Auch der SV Werder Bremen hat sich mit einer Rückholaktion seines früheren Kapitäns beschäftigt. Der 34-Jährige blieb schließlich bei den „Wölfen“ – und fliegt dort nun, nur gut eine Woche nach Ende des Transferfensters, in hohem Bogen raus.

Die Bombe platzte am Samstag kurz nach dem ersten Saisonsieg des VfL Wolfsburg: Max Kruse wird nie wieder ein Spiel für die Niedersachsen bestreiten. Das machte Trainer Niko Kovac unmissverständlich klar. „Wir verlangen von jedem Spieler eine hundertprozentige Identifikation und Konzentration mit Fokus auf den VfL. Das Gefühl hatten wir nicht mit Max. Von daher war er nicht dabei und wird auch in Zukunft dann nicht dabei sein“, sagte Kovac am Samstag nach dem 1:0 bei Eintracht Frankfurt am „Sky“-Mikrofon. Ex-Werder-Bremen-Star Kruse hatte da bereits im Kader gefehlt.

Werder Bremen-Ex-Kapitän Max Kruse fliegt beim VfL Wolfsburg raus - Ende seiner Bundesliga-Karriere?

Auf die Nachfrage des Reporters, ob damit eine große Bundesliga-Karriere zu Ende gehe, antwortete Kovac knapp: „Ja.“ Ob Max Kruse wirklich nicht mehr spielen werde? „Nein.“ Er habe als Trainer die Verantwortung, der Mannschaft zu helfen, sagte Kovac. „Wir haben keine Impulse von Max gesehen, dass er der Mannschaft helfen kann. Der Club steht über allem, und deswegen haben wir gemeinsam die Entscheidung getroffen.“

Die Beziehung zwischen Max Kruse und Niko Kovac gilt schon lange als belastet. Der Coach legt großen Wert auf Fitness und Disziplin – beides nicht gerade Tugenden, für die Freigeist Kruse bekannt ist. Im Sommer war die Zukunft des Ex-Nationalspielers daher großes Thema, auch der SV Werder Bremen beschäftigte sich mit seinem Ex-Kapitän, der eine besondere Klausel im Vertrag hatte und nach dem Aus von Florian Kohfeldt als VfL-Coach für eine günstige Ablöse hätte wechseln können. Konkret wurde eine Rückkehr an die Weser aber nicht, nicht zuletzt, weil das Gehalt für die Grün-Weißen wohl nicht zu stemmen gewesen wäre. Unklar blieb derweil, ob Kruse überhaupt zu Werder zurückgewollt hätte. Auch wie es jetzt für Kruse weitergeht, ist offen. Während des Wolfsburg-Spiels am Samstagnachmittag war er laut einer Instagram-Story seiner Frau jedenfalls erst mal in Berlin frühstücken. (han/dpa)

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