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Werder-Kapitän Max Kruse steht auch in den Partien gegen den FC Bayern München wieder im Rampenlicht.

Werder-Kapitän im Fokus

Kruses große Bühne – und Tottenham schaut ganz genau hin

Bremen – Ganz Bremen fiebert den beiden Spielen gegen den FC Bayern München entgegen. Auch die Werder-Profis sind selbstverständlich heiß auf die Auswärtspartie in der Bundesliga am Samstag und dann auf das DFB-Pokal-Halbfinale am Mittwoch im Weserstadion. Für einen Spieler ist es sogar eine ganz besondere Bühne: Max Kruse.

Der Werder-Kapitän liebäugelt mit einem Wechsel zu einem Topclub. Eine größere Aufmerksamkeit als gegen die Bayern kann Kruse kaum bekommen. Und nach Informationen der DeichStube wird vor allem Tottenham Hotspur bei den Bremer Duellen mit dem deutschen Rekordmeister ganz genau auf den 31-Jährigen schauen.

„Max möchte abwarten, ob noch ein absoluter Topclub aus einer Topliga kommt“, hatte Werder-Sportchef Frank Baumann unlängst zum Stand der Verhandlungen mit Kruse gesagt. Dessen Vertrag läuft zum Saisonende aus, dann kann er ablösefrei wechseln. Der Bundesligist möchte den Kontrakt schon länger verlängern, musste sich aber bislang gedulden. Baumann machte nun ein bisschen Druck: „Wir brauchen für uns irgendwann die Planungssicherheit und sollten bis Mitte, Ende Mai wissen, in welche Richtung es bei Max geht.“

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Premier-League-Interesse am Werder-Kapitän

Womöglich in die Premier League. Dort wird Kruse auch bei Crystal Palace gehandelt. Der Tabellen-13. ist allerdings alles andere als ein Topclub, wird auch nicht international dabei sein. Tottenham schon. Die Londoner befinden sich als Tabellendritter weiter auf Champions-League-Kurs und dürfen in der aktuellen Saison der Königsklasse als Viertelfinalist (gegen Manchester City) noch vom ganz großen Coup träumen. Kruse gilt dort nicht als möglicher Star-Einkauf, sondern als günstige, weil ablösefreie Gelegenheit, um den Kader in der Breite zu verbessern. Ob das dem Werder-Kapitän reichen wird? In Bremen ist er der Star, hat seinen Platz absolut sicher und genießt viele Freiheiten.

Das Risiko dürfte Kruse durchaus bewusst sein, aber als Pokerspieler kennt er das, liebt es wahrscheinlich auch. Laut „Sky“ soll auch Inter Mailand an einer Verpflichtung interessiert sein. Bis Samstag wurde das auch Borussia Mönchengladbach nachgesagt, doch Sportchef Max Eberl beendete im ZDF-Sportstudio diese Spekulationen. Bleiben in Deutschland noch Borussia Dortmund, RB Leipzig und die Bayern. Letzteren könnte Kruse mit zwei richtig starken Auftritten ordentlich weh tun und sie damit womöglich zu einem Angebot treiben.

Werder-Coach Florian Kohfeldt bleibt derweil ganz entspannt. „Ich glaube, dass Max irgendwann in den nächsten Wochen zu mir kommt und sagt: Trainer, machen wir weiter“, meinte Kohfeldt bei „Sky“ vor der dem Heimspiel gegen den SC Freiburg. Sein Kapitän spielte zwar anschließend nicht so stark wie in den Wochen zuvor, war aber mit einer Vorlage am 2:1-Sieg beteiligt. 

In der Saison hat er schon 21 Scorerpunkte (zehn Tore, elf Vorlagen) auf seinem Konto und belegt Rang sechs in der Bundesliga. Kruse ist maßgeblich daran beteiligt, dass Werder von Europa träumen darf. Aber er könnte am Saisonende auch für die große Enttäuschung bei den Werder-Fans sorgen, wenn er tatsächlich nach drei Jahren wieder geht.

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