Sie waren Mitte 20, als sich Werder Bremens Max Lorenz (links) und Brasiliens Pele erstmals auf dem Platz begegneten.
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Sie waren Mitte 20, als sich Werder Bremens Max Lorenz (links) und Brasiliens Pele erstmals auf dem Platz begegneten.

Werder-Legende spielte mit dem DFB-Team gegen Pele

Als Werder-Legende Max Lorenz mit Pele am Strand ein Bier trank...

Bremen – Der Tod von Pele hat auch Max Lorenz traurig gemacht. Doch bei der Legende des SV Werder Bremen setzt im Gespräch mit der DeichStube sofort auch eine unglaubliche Begeisterung ein, der 83-Jährige schwärmt von „diesem wunderbaren Menschen. Ich bin stolz, dass ich ihn kennenlernen und gegen ihn spielen durfte.“ Gleich zwei Mal war Lorenz das mit der deutschen Nationalmannschaft vergönnt – jeweils im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro.

„Jeder weiß ja, dass Pele verdammt gut Fußball spielen konnte“, erzählt Max Lorenz: „Aber Pele sah auch unglaublich gut aus, er war so athletisch. Und fair war er auch. Ich bin ja schon jemand gewesen, der mal etwas härter zur Sache gegangen ist. Pele hat das einfach weggesteckt.“ Beim ersten Aufeinandertreffen am 6. Juni 1965 waren unglaubliche 143.315 Zuschauer in Brasiliens berühmter Arena. „Ein Wahnsinn“, erinnert sich Lorenz und bringt noch einen anderen großen Werderaner ins Spiel: „Horst-Dieter Höttges war auch dabei.“ Wenige Wochen zuvor hatten sie mit Werder Bremen die erste deutsche Meisterschaft geholt.

Werder Bremens Max Lorenz: „Schade, dass Pele nicht mehr da ist. Aber die Welt wird ihn nie vergessen“

In Brasilien lief es sportlich nicht ganz so gut, es setzte eine 0:2-Niederlage. Pele traf in der Nachspielzeit per Freistoß. „Das Ergebnis ist doch okay, die hatten damals eine unglaubliche Mannschaft“, betont Max Lorenz. Nach dem Spiel habe es am Strand der Copacabana noch eine dritte Halbzeit mit beiden Teams gegeben: „So war das damals. Da haben wir mit Pele ein Bierchen getrunken. Er war sehr nett und sympathisch.“

Zweieinhalb Jahre später gab es in Rio ein Wiedersehen, diesmal holte Max Lorenz mit der Nationalmannschaft sogar ein 2:2 gegen Peles Brasilianer. „Eine tolle Zeit“, schwärmt die Legende des SV Werder Bremen und fügt dann seufzend an: „Schade, dass Pele nicht mehr da ist. Aber die Welt wird ihn nie vergessen.“ (kni)

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