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War gegen Hoffenheim ein echter Anführer im Bremer Mittelfeld: Werder-Profi Maxi Eggestein.

Starker Auftritt gegen Hoffenheim

Eggestein hat an der Uhr gedreht: Jetzt schon Chef!

Sinsheim/Bremen – Der eine Chef? Angeschlagen auf dem Sofa! Der andere Chef: Gesperrt auf der Tribüne. Was macht in einer solchen Situation der aufstrebende junge Kollege? Genau, er dreht die Uhr vor und macht schon mal das, was er in Zukunft sowieso machen will: Chef sein! So geschehen bei Maximilian Eggestein im Spiel bei 1899 Hoffenheim.

In Abwesenheit von Kapitän Max Kruse und Rekordeinkauf Davy Klaassen riss der 22-Jährige im Mittelfeld das Zepter an sich und bot seine beste Leistung seit seiner Vertragsverlängerung vier Wochen zuvor.

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Kohfeldt über Eggestein: „Er war heute ein Anführer“

Nachdem Eggestein seinen Kontrakt langfristig verlängert hatte, spielte er nicht unbedingt in Top-Form. Doch gegen Hoffenheim war er voll da, lenkte das Team zum wichtigen 1:0-Sieg. „Es waren viele weggebrochen, die sonst die Sache auf dem Platz führen – und dann ist er da“, lobte Coach Florian Kohfeldt den U21-Nationalspieler, der in der Woche vor dem Hoffenheim-Match im Interview mit der DeichStube betont hatte, dass er künftig „noch mehr Verantwortung für die Mannschaft“ übernehmen möchte. Gesagt, getan. „Er war heute ein Anführer“, urteilte Kohfeldt nach dem Spiel.

Ein gutes Beispiel lieferte der Disput mit Hoffenheims Joelinton. Es ging nur um einen Einwurf, den Joelinton schnell ausführen und Eggestein verzögern wollte. Es wurde geschubst, die Kontrahenten standen sich Nase an Nase gegenüber, keiften und schimpften. Auch der liebe Herr Eggestein. 

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Möhwald über Eggesteins Streit mit Joelinton: „Privat kennt man ihn nicht so“

„Privat kennt man ihn nicht so“, lachte Mitspieler Kevin Möhwald, „aber auch im Training gibt es schon mal den strengen Maxi.“ Kohfeldt hat der kleine Streit mit Joelinton (der auch nach dem Abpfiff noch weiterging) ebenfalls gut gefallen. „Das war eine super Szene“, sagte er, fügte zur Einordnung aber an: „Es geht nicht darum, unfair zu spielen, aber man muss in manchen Momenten zeigen: Ich bin da. Und das hat Maxi getan.“

Gut gespielt hat er obendrein. Beste Einzelaktion: Vor dem 1:0 durch Bruder Johannes eroberte Maximilian den Ball. Doch entscheidender war, dass der ältere Eggestein die Kruse/Klaassen-Lücke ausfüllte. Dass er das schon drauf hat, ist angesichts seiner erst 22 Jahre erstaunlich. Kohfeldt nahm es aber fast schon als selbstverständlich hin: „Das ist sein Leistungsniveau, das kann er.“

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