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Maximilian Eggestein hofft auf Europa mit Werder Bremen und träumt von der Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft.

Werder-Profi will zu Jogi Löw

Maxi Eggesteins Plan: „Näher ans A-Nationalteam heranrücken“

Bremen – Es gab einen speziellen Moment, und schön war er nicht. Maximilian Eggestein von Werder Bremen war gerade von der U21-Europameisterschaft zurückgekehrt, als ihn die Enttäuschung so richtig packte.

Mit 1:2 hatte das deutsche Nationalteam um Eggestein das Finale gegen Spanien verloren – und der ganz große Frust darüber setzte beim Werder-Profi erst zeitverzögert ein. „Als ich danach wieder zu Hause und das erste Mal allein war, habe ich realisiert, wie groß die Chance eigentlich war, die wir verpasst haben“, sagt Maximilian Eggestein, der einen großen Teil seines Urlaubs dazu verwendete, diese Enttäuschung zu verarbeiten: „Es ist nur schleichend besser geworden.“ Ganz darüber hinweg dürfte der 22-Jährige immer noch nicht sein, aber immerhin hat er seinen Blick längst wieder nach vorne gerichtet - auf Werder Bremen und sein großes Ziel: die A-Nationalmannschaft.

Eggesteins Plan für die neue Saison ist dabei denkbar einfach und liest sich zusammengefasst in etwa so: Gute Leistungen im Verein bringen, dadurch zum Erfolg der gesamten Mannschaft beitragen und dadurch wiederum auch persönlich den nächsten Schritt machen. Oder wie der Spieler es selbst formuliert: „Ich möchte hier noch mehr Verantwortung übernehmen, den Weg, den wir gehen wollen, mitprägen.“ Dieser Weg, daran ließ Eggestein überhaupt keinen Zweifel aufkommen, soll Werder Bremen wie schon in der Vorsaison in Richtung Europapokalplätze führen, nur dieses Mal möglichst nicht knapp davor enden.

Maximilian Eggestein: Werder Bremens Saisonziel kann nur Europa heißen

„Wir haben alle wieder Lust, um Europa zu spielen und können uns als Mannschaft nicht vorstellen, das Ziel Klassenerhalt auszugeben.“ Eine klare Ansage. Zwar hat der Verein bisher kein offizielles Saisonziel verkündet, aber es gehört eben inzwischen zu Eggesteins Selbstverständnis, klar Position zu beziehen. So wie es Führungsspieler nun einmal tun. „In erster Linie muss ich meine Leistung bringen. Dann darf man den Anspruch haben, Dinge mit zu entscheiden“, sagt er.

Klar ist: Im System von Trainer Florian Kohfeldt ist Eggestein auch in der kommenden Saison ein Fixpunkt, wird seinen Platz im Werder-Mittelfeld sicher haben. Nicht ganz so klar ist hingegen, wie es mit ihm beim DFB weitergeht. Die U21-Zeit ist für Eggestein nach der EM jedenfalls vorbei. Was nun kommt, weiß er noch nicht. „Da wurde noch nichts besprochen“, berichtet Eggestein, macht aber keinen Hehl daraus, dass er natürlich vom A-Nationalteam träumt.

Maximilian Eggestein: Langeweile im Hotel bei U21-EM

„Ich war ja schon einmal dabei, und das hat auf jeden Fall Appetit gemacht“, betont der Werder-Profi, „ich möchte in der neuen Saison näher ans A-Nationalteam heranrücken.“ Gelingt das, könnte Maximilian Eggestein im kommenden Sommer schon die nächste EM blühen – die der A-Nationalmannschaften. „Das wäre für mich reizvoller als Olympia“, sagt Eggestein, der als einer von drei älteren Spielern theoretisch auch für das olympische Fußballturnier nominiert werden könnte.

So oder so – an eines müsste sich Eggestein bis dahin noch gewöhnen: An das Leben im Hotel während eines Turniers. Denn damit hatte er während der U21-EM so seine Probleme, wie er offen zugibt. „Wir waren vier Wochen lang nur im Hotel. Da macht man jeden Tag das Gleiche, und irgendwann kommt Langeweile auf. Das ist nicht immer so schön. Irgendwann freut man sich da auf zu Hause.“ Dort ist Eggestein nun wieder angekommen – und wird alles dafür geben, den nächsten Sommer wieder im Hotel zu verbringen.

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