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Maximilian Eggestein will sich in die Startelf kämpfen: „Mein Ziel ist es, zu spielen.“ 

Eggestein und das Bargfrede-Gesetz

„Ich sehe das nicht als großen Kampf“

Bremen - Es gibt so etwas wie ein Bremer Gesetz: Wenn Philipp Bargfrede gesund ist, dann spielt er auch auf der Position des Sechsers.

Doch der 28-Jährige war in der Vergangenheit oft verletzt. Zumindest das ist in diesem Sommer kein Problem, dafür ist im Verein eine echte Konkurrenz herangewachsen: Maximilian Eggestein. Und der 20-Jährige fühlt sich dem Talente-Status entwachsen und stellt klar: „Mein Ziel ist es, zu spielen.“

Klingt nach einer Kampfansage, ist es aber nicht. Das würde auch gar nicht zu so einem besonnenen Menschen wie Maximilian Eggestein passen. „Ich weiß, was Bargi hier für die Leute ist“, spricht der Herausforderer den hohen öffentlichen Stellenwert seines Konkurrenten an: „Aber ich sehe das nicht als großen Kampf zischen uns an. Unser Verhältnis ist gut, aber natürlich will jeder spielen.“ Dass Bargfrede ob der neuen Konkurrenz nun vielleicht noch mehr Gas gibt als sonst, „das ist mir nicht aufgefallen“, sagt Eggestein: „Bargi ist doch einer, der immer versucht, ans Limit zu kommen.“

Nun könnte der erfahrene Bargfrede dem acht Jahre jüngeren Kollegen durchaus helfen. Doch so direkt würde das nicht laufen, sagt Eggestein. Er nutzt den Anschauungsunterricht im Training und im Spiel: „Von Bargi kann ich mir einiges abgucken.“ Was genau, sagt der 20-Jährige nicht. Aber als er beschreibt, was die Position des Sechsers so kompliziert macht, wird das von alleine klar. „Du musst die Balance finden, wann du nach vorne gehen kannst und wann nicht. Dazu brauchst du viel Disziplin“. Die hat Eggestein.

Was ihm fehlt ist die Erfahrung. „Da ist Bargi im Vorteil.“ Und wo sieht sich Eggestein vorne? „Beim Alter, ich habe noch mehr Zeit zu spielen.“ Er schmunzelt. Eggestein besitzt die Gabe, sich und andere Dinge nicht so wichtig zu nehmen. Das gilt auch für den Hinweis, er könnte der Gewinner der Vorbereitung sein: „So fühle ich mich aber nicht.“ Er geht ganz nüchtern seinen Weg, der ihn dauerhaft in die Startelf führen soll.

Maxi Eggestein: Sein Werder-Weg in Bildern

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