+
Maximilian Eggestein (li.), Johannes Eggestein

Die Brüder Maximilian und Johannes sammeln Punkte in der Vorbereitung

Energische Eggesteins

Lohne - Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben, Spiele, in denen es weniger körperlich zugeht, in denen nicht jeder Zweikampf zum Vollkontakt mit dem Gegenspieler wird.

Maximilian Eggestein nahm die Sache am Samstag aber so, wie sie nun einmal war. In Werders Testspiel gegen West Ham United bekleidete der 20-Jährige im Bremer 3-5-2-System den Part des defensiven Mittelfeldspielers vor der Abwehr – und er tat es mit einer derart abgeklärten Leistung, dass sein Trainer Alexander Nouri hinterher gar nicht anders konnte, als ihn zu loben. „Maxi ist ein sehr intelligenter Spieler, der die Räume erkennt, die er zulaufen muss“, sagte Nouri – und geriet danach regelrecht ins Schwärmen.

„Er hat eine Klarheit in seinem Spiel, die uns als Mannschaft sehr guttut“, hob der Coach hervor. Und: „Was seine Robustheit im Zweikampf betrifft, hat er das gut gemacht. Er hat einige Kopfballduelle gegen wirklich schwierige Gegner gewonnen.“ Das hatte Maxi Eggestein in der Tat, zudem kurbelte er das Bremer Aufbauspiel immer wieder mit an. 

Maxi Eggestein: Sein Werder-Weg in Bildern

Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein hat das geschafft, wovon viele nur träumen können: Er ist Profi-Fußballer geworden. Darauf hat der Defensivspieler lange hingearbeitet. © nordphoto
Maximilian Eggestein
2011 wechselte Eggestein vom TSV Havelse zum SV Werder und stach hervor. So schoss er in der Saison 2012/13 14 Tore für die U17 des Bremer Leistungszentrums. © imago
Maximilian Eggestein
Zur Spielzeit 2014/15 rückte er in Werders U23 in der Regionalliga Nord auf, wo er sich auf Anhieb als Stammspieler im offensiven Mittelfeld durchsetzen konnte. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Das blieb nicht unbemerkt. Unter dem damaligen Cheftrainer Viktor Skripnik feierte Eggestein beim 4:0-Sieg gegen den SC Paderborn im November 2014 sein Debüt bei den Profis. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Im Alter von 17 Jahren und 356 Tagen wohlgemerkt. Das macht ihn hinter Thomas Schaaf (17 Jahre und 353 Tage) zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Im Januar 2015 durfte Eggestein dann erstmals mit ins Trainingslager nach Belek, um sich weiter anzubieten und an den Profibereich gewöhnen zu können. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Sein Startelfdebüt feierte der gebürtige Hannoveraner über ein halbes Jahr später - im August 2015. Werder gastierte bei Hertha BSC. Das Spiel endete 1:1. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Vollends etablieren konnte sich der Mittelfeldspieler vorerst nicht bei den Profis. Eggestein war zunächst weiter in der U23 gefragt, mit der er im Mai 2015 den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Mittlerweile ist der Jungprofi gereift, spielt im defensiven Mittelfeld eine immer größer werdende Rolle beim SV Werder. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Beim 3:0-Sieg gegen Schalke 04 im April 2017 schoss Eggestein sein erstes Tor für die Profis vor der eigenen Fankurve. Davon hatte Eggestein immer geträumt, wie er verriet. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Anfang Juli verlängerte der Mittelfeldspieler vorzeitig seinen Vertrag an der Weser. © nordphoto
Maximilian Eggestein
Zu Beginn der Saison 2017/18 war er häufig in der Startelf zu finden und stand in fast allen Partien auf dem Platz.  © Gumz
Maximilian Eggestein
Im Herbst 2017 wurde er außerdem erstmals in die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen und bestritt die EM-Qualifikation mit dem Team. © imago

Der Kampf um den Stammplatz vor der Abwehr dürfte für den gebürtigen Hannoveraner zum Duell mit Philipp Bargfrede werden. Thomas Delaney und Jerome Gondorf sieht Nouri eher auf der Achterposition. Wer am Ende das Rennen macht, ist offen, Eggesteins Ausgangslage aber sehr gut.

Auch Johannes Eggestein hat gepunktet 

Auch sein jüngerer Bruder Johannes Eggestein hat während der Woche in Schneverdingen gepunktet. Im ersten Testspiel gegen West Ham, als Werder vornehmlich die Nachwuchskräfte spielen ließ, erzielte er den 1:0-Siegtreffer und war der Aktivposten im Bremer Sturm. „Jojo ziegt Torinstinkt“, lobte Sportchef Frank Baumann und verwies darauf, dass es gerade für junge Stürmer nicht leicht sei, sich im Herrenbereich durchzusetzen. 

Johannes Eggestein beim Torschuss zum 1:0 gegen West Ham United

Offiziell ist die neue Saison die erste für Johannes Eggestein bei den Herren, im Vorjahr zählte er allerdings auch schon zum Kader der U 23. „Grundsätzlich hat er einen Sprung gemacht“, hielt Baumann fest. Wichtig sei bei Eggestein, „dass er jetzt bei allem sportlichen Ehrgeiz eine gewisse Lockerheit gewinnt. Sein Tor gegen West Ham hat gezeigt, dass er auf einem guten Weg ist.“

Dieser Weg – er wird Johannes Eggestein nicht in Werders Startformation führen. Für den Posten des Angreifers Nummer drei nach Max Kruse und Fin Bartels hat er sich während der Vorbereitung aber beworben.

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare