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Maximilian Eggestein (li.), Johannes Eggestein

Die Brüder Maximilian und Johannes sammeln Punkte in der Vorbereitung

Energische Eggesteins

Lohne - Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben, Spiele, in denen es weniger körperlich zugeht, in denen nicht jeder Zweikampf zum Vollkontakt mit dem Gegenspieler wird.

Maximilian Eggestein nahm die Sache am Samstag aber so, wie sie nun einmal war. In Werders Testspiel gegen West Ham United bekleidete der 20-Jährige im Bremer 3-5-2-System den Part des defensiven Mittelfeldspielers vor der Abwehr – und er tat es mit einer derart abgeklärten Leistung, dass sein Trainer Alexander Nouri hinterher gar nicht anders konnte, als ihn zu loben. „Maxi ist ein sehr intelligenter Spieler, der die Räume erkennt, die er zulaufen muss“, sagte Nouri – und geriet danach regelrecht ins Schwärmen.

„Er hat eine Klarheit in seinem Spiel, die uns als Mannschaft sehr guttut“, hob der Coach hervor. Und: „Was seine Robustheit im Zweikampf betrifft, hat er das gut gemacht. Er hat einige Kopfballduelle gegen wirklich schwierige Gegner gewonnen.“ Das hatte Maxi Eggestein in der Tat, zudem kurbelte er das Bremer Aufbauspiel immer wieder mit an. 

Maxi Eggestein: Sein Werder-Weg in Bildern

Der Kampf um den Stammplatz vor der Abwehr dürfte für den gebürtigen Hannoveraner zum Duell mit Philipp Bargfrede werden. Thomas Delaney und Jerome Gondorf sieht Nouri eher auf der Achterposition. Wer am Ende das Rennen macht, ist offen, Eggesteins Ausgangslage aber sehr gut.

Auch Johannes Eggestein hat gepunktet 

Auch sein jüngerer Bruder Johannes Eggestein hat während der Woche in Schneverdingen gepunktet. Im ersten Testspiel gegen West Ham, als Werder vornehmlich die Nachwuchskräfte spielen ließ, erzielte er den 1:0-Siegtreffer und war der Aktivposten im Bremer Sturm. „Jojo ziegt Torinstinkt“, lobte Sportchef Frank Baumann und verwies darauf, dass es gerade für junge Stürmer nicht leicht sei, sich im Herrenbereich durchzusetzen. 

Johannes Eggestein beim Torschuss zum 1:0 gegen West Ham United

Offiziell ist die neue Saison die erste für Johannes Eggestein bei den Herren, im Vorjahr zählte er allerdings auch schon zum Kader der U 23. „Grundsätzlich hat er einen Sprung gemacht“, hielt Baumann fest. Wichtig sei bei Eggestein, „dass er jetzt bei allem sportlichen Ehrgeiz eine gewisse Lockerheit gewinnt. Sein Tor gegen West Ham hat gezeigt, dass er auf einem guten Weg ist.“

Dieser Weg – er wird Johannes Eggestein nicht in Werders Startformation führen. Für den Posten des Angreifers Nummer drei nach Max Kruse und Fin Bartels hat er sich während der Vorbereitung aber beworben.

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