Maximilian Eggestein trifft am Sonntag erstmals im Weserstadion mit dem SC Freiburg auf Ex-Club Werder Bremen - und hat dabei gemischte Gefühle.
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Maximilian Eggestein trifft am Sonntag erstmals im Weserstadion mit dem SC Freiburg auf Ex-Club Werder Bremen - und hat dabei gemischte Gefühle.

Eggestein spielte zehn Jahre bei Werder

„Es wird schon komisch werden“: Ex-Werder-Profi Maximilian Eggestein mit gemischten Gefühlen vor Bremen-Rückkehr

Wenn der SV Werder Bremen am Sonntag auf den SC Freiburg trifft (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker), dann kommt es zu einem Wiedersehen mit Maximilian Eggestein. Der Ex-Bremer fährt mit gemischten Gefühlen in den Norden.

Bremen – Einmal ist er schon zurückgekehrt in seine sportliche Heimat, ins Weserstadion. Im vergangenen September war das. Allerdings nicht zu einem Pflichtspiel, sondern „nur“ zum Abschiedsspiel von Claudio Pizarro. Für Maximilian Eggestein war es trotzdem ein schönes Erlebnis, weil die Fans des SV Werder Bremen ihm damals fast genauso zujubelten wie früher. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so empfangen wurde“, hatte der 26-Jährige seinerzeit gegenüber der DeichStube erklärt. „Das hat mich echt gefreut. Es war schön wiederzukommen.“

Jetzt kehrt der Mann, der in der laufenden Saison in 26 Bundesliga-Spielen für den SC Freiburg 22 Mal zur Startelf von Trainer Christian Streich zählte, am kommenden Sonntag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) erneut zurück an den Osterdeich. Und Maximilian Eggestein hat durchaus ein mulmiges Gefühl, ehe er am Wochenende zum ersten Mal seit dem katastrophalen 2:4 gegen Borussia Mönchengladbach, das vor knapp zwei Jahren den Bremer Abstieg besiegelte, wieder ein Bundesliga-Spiel an der Weser bestreiten wird. Gegen seinen SV Werder Bremen.

Maximilian Eggestein war zehn Jahre bei Werder Bremen - und wechselte 2021 zum SC Freiburg

„Es wird schon komisch werden“, prognostiziert Eggestein im Gespräch mit „SWR Sport“, der mit einem emotionalen Wiedersehen rechnet. Immerhin verbrachte Maximilian Eggestein den Großteil seines sportlichen Lebens bei Werder Bremen. Als 14-Jähriger war der gebürtige Hannoveraner 2011 vom TSV Havelse ins Internat des Bundesligisten gewechselt, durchlief dort alle Jugendmannschaften, schaffte den Sprung zum Bundesligaspieler (156 Spiele für Werder) und wurde vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw sogar einmal für die Nationalmannschaft nominiert.

Doch dann folgte für Eggestein der bittere Abstieg mit Werder Bremen. Nachdem er sogar noch drei Zweitliga-Spiele bestritten hatte, nahm er vor rund 20 Monaten das Angebot des SC Freiburg an und verließ den Norden schweren Herzens. Die Entwicklungen seines Ex-Clubs hat Maximilian Eggestein seitdem weiter sehr intensiv verfolgt. „Ich schaue noch immer ganz genau hin. Wenn man so lange diese Verbundenheit hat wie ich, dann verfolgt man das aus einem ganz anderen Winkel“, hatte er im vergangenen Jahr erklärt.

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Werder Bremens Ex-Spieler Maximilian Eggestein ist beim SC Freiburg Stammspieler

Darüber hinaus gilt seine volle Aufmerksamkeit aber dem SC Freiburg, bei dem sich der zuverlässige wie fleißige Mittelfeldspieler zum absoluten Stammspieler entwickelt und lediglich ein Spiel aufgrund einer Handverletzung verpasst hat. Mit den Breisgauern ist Maximilian Eggestein aktuell Tabellenfünfter der Bundesliga, steht zudem im DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig, und schaffte es in der Europa League bis ins Achtelfinale, wo nach zwei Niederlagen (0:1, 0:2) gegen den Weltclub Juventus Turin Endstation war. Doch das Europapokal-Aus ist für Eggestein und Co. längst abgehakt, der 26-Jährige jagt schon wieder einem neuen Traum hinterher: der Qualifikation für die Champions League.

„Den Traum hat man schon mit zehn, elf Jahren gehabt“, erklärte er bei „SWR Sport“ und gestand: „Daran hat sich nicht groß etwas geändert.“ Um das große Ziel erreichen zu können, müssen für Maximilian Eggestein und den Sportclub allerdings weitere Punkte her - und damit im Idealfall auch ein Auswärtssieg beim SV Werder Bremen. Die große Verbundenheit zum Ex-Verein dürfte für den früheren Bremer während der 90-minütigen Rückkehr ins alte Wohnzimmer also keine echte Rolle spielen. (mwi)

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