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Muss Maximilian Eggestein gegen den FC Augsburg erneut als Rechtsverteidiger beim SV Werder Bremen aushelfen?

Werder-Profi muss hinten aushelfen

Eggestein in der Abwehr: „Und als nächstes als Torwart, oder was?“

Bremen – Wat mutt, dat mutt! Als gebürtiger Hannoveraner und mittlerweile langjähriger Wahl-Bremer wird Maximilian Eggestein diese plattdeutsche Redensart kennen. Wat mutt, dat mutt – was sein muss, muss sein, heißt es übersetzt, und es ist genau dieser Satz, an den sich Eggestein hält, wenn es um seine aktuelle Rolle bei Werder Bremen geht.

Denn plötzlich ist der Mittelfeldstar, der sich anschickt, auf seiner Position ein deutscher Nationalspieler zu werden, ein rechter Verteidiger. Während der Partie bei 1899 Hoffenheim musste Maxi Eggestein die Position übernehmen, im Heimspiel gegen den FC Augsburg wird er sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder besetzen. Gerne? Nein, nicht wirklich. Aber wie bereits erwähnt: Wat mutt...

Werder Bremen: Maxi Eggestein wird als Rechtsverteidiger gebraucht

„Jetzt geht es nicht um persönliche Interessen oder um die Lieblingsposition, sondern darum, wo man am meisten gebraucht wird“, sagt Eggestein. Er weiß, dass die Misere mit vier verletzten Abwehrspielern die Mannschaft in eine Ausnahmesituation manövriert hat. Die Innenverteidiger Ömer Toprak, Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp verletzt, Linksverteidiger Ludwig Augustinsson frisch operiert – jetzt muss bei den Bremern verteidigen, wer es einigermaßen kann. Und Eggestein kann. Glaubt Trainer Florian Kohfeldt. Glaubt auch Eggestein selbst.

Gegen Hoffenheim habe es „ganz gut geklappt“, sagt der 22-Jährige, für den der Job auf außen keine Premiere war. Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 musste er die Rolle schon einmal für eine Halbzeit übernehmen. Auch damals war Theo Gebre Selassie zwangsweise in die Mitte versetzt worden. So auch jetzt. Zwei Umstellungen, die auf eine reduziert werden könnte, wenn Eggestein auf die Innenverteidiger-Position wechseln würde. Doch der Gedanke daran ringt ihm nur ein ablehnendes Lächeln ab. „Und als nächstes dann Torwart, oder was? Nein, Theo ist mit seiner Kopfballstärke als Innenverteidiger schon besser geeignet.“

Also wird es mangels bislang bekannter Alternativen gegen Augsburg wohl dabei bleiben, dass Maxi Eggestein außen verteidigen wird. Und wenn es schon sein muss, dann auch richtig, denkt sich der Aushilfsabwehrmann: „Ich werde versuchen, wie ein ganz normaler Rechtsverteidiger zu spielen.“ Was bedeutet: Auch mit Vorwärtsdrang an der Linie. „Es ist zwar eine Position, die mehr defensive Disziplin verlangt als meine Position auf der Acht. Aber ich sehe keinen Grund, warum ich nur den Raum absichern und ausschließlich hinten bleiben soll.“

Werder Bremen richtet das Hauptaugenmerk gegen den FC Augsburg auf die defensive Stabilität

Obwohl: Auf die defensive Stabilität wird Werder Bremen gegen den FC Augsburg das Hauptaugenmerk legen – völlig richtig nach zwei Niederlagen mit sechs Gegentoren und angesichts der personellen Notlage. Doch nach vorne muss auch etwas gehen – Werder braucht schließlich den Sieg, die drei Punkte. Eggestein: „Die aktuelle Situation fühlt sich nicht schön an. Wir haben die ersten zwei Spiele verloren und dabei auch eigene Fehler gemacht. Wir wollen jetzt mit einem positiven Ergebnis in die Länderspielpause gehen, damit wir nicht so viel Theater haben.“ 

Und damit das Saisonziel Europa nicht schon in der Startphase der Saison völlig aus dem Blick gerät. Die Gefahr besteht, das weiß auch Eggestein, versucht aber, den Fehlstart sachlich, statt emotional einzuordnen: „Wir wollen uns nicht selber belügen, aber es war in den ersten Spielen auch nicht alles schlecht. Wo es in der Saison hingeht, darauf kriegt man erst zwischen dem fünften und zehnten Spieltag die Hinweise.“

Mehr News zu Werder Bremen

Wechselt Nabil Bentaleb jetzt doch nicht vom FC Schalke zu Werder Bremen? Sportchef Frank Baumann deutete zuletzt an, dass die Knappen den Spieler wieder integrieren wollen. Indes wird Michael Gregoritsch definitiv nicht vom FC Augsburg zu Werder Bremen wechseln. Das bestätigte Frank Baumann am Dienstag. Werder Bremen braucht wegen der Verletzungssorgen einen neuen Abwehrspieler, Hilfe ist in Sicht.

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