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Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen bittet um Geldud mit dem neuen Mental-Trainer Duo Jörg Löhr und Mathias Kleine-Möllhoff.

Mentale Power für den Abstiegskampf?

Neues Duo für die Werder-Psyche noch wirkungslos: Baumann bittet um Geduld mit Löhr und Kleine-Möllhoff

Bremen - Die Erwartungen waren durchaus groß, und dafür gesorgt hatte Werder Bremen selbst, genauer: Cheftrainer Florian Kohfeldt. Im Vorfeld des Leverkusen-Spiels war er nach dem frisch engagierten Mentaltrainer Jörg Löhr gefragt worden und sagte: „Er hat eine sehr beeindruckende Sitzung mit der Mannschaft gehalten. Es wird einen Effekt auf die ersten Spiele haben.“

Beim Neustart des SV Werder Bremen gegen Leverkusen war von der neuen Power für die Psyche allerdings noch nicht viel zu sehen: Die Bremer Profis agierten wie gehabt verunsichert und ließen über weite Strecken auch die nötige Körpersprache vermissen.

Während der Corona-Zwangspause hatte der Verein Mentaltrainer Jörg Löhr sowie Sportpsychologe Mathias Kleine-Möllhoff neu ins Team rund um den Profi-Kader geholt. Ihre Aufgabe: die Mannschaft mental fit machen für den zermürbenden und anstrengenden Abstiegskampf. Nun lässt sich die Arbeit von Löhr und Kleine-Möllhoff natürlich nicht nach nur einem Spiel abschließend bewerten - das 1:4 gegen Leverkusen hat allerdings aufgezeigt, dass das Duo vor den restlichen Partien der Saison noch einiges beim SV Werder Bremen zu tun hat. Als Sportchef Frank Baumann hinterher auf beide Personalien angesprochen wurde, bat er um etwas Geduld: „Das ist ein Marathonlauf, kein Sprint über 90 Minuten“, sagte er. Es sei nicht zu erwarten gewesen, dass „es nach der einen oder anderen Sitzung plötzlich zurück in die Erfolgsspur geht“.

Mentale Power für die Psyche: Werder Bremen rennt die Zeit davon

Fest steht: Allzu viel Zeit für diesen Marathonlauf hat Werder Bremen nicht mehr, dafür ist die Lage im Tabellenkeller zu bedrohlich und die Anzahl der verbleibenden Spiele zu gering. Der Bremer Sportchef geht aber nach wie vor fest davon aus, dass es am Ende zur Rettung reichen wird - auch dank der Hilfe von Jörg Löhr und Kleine-Möllhoff: „Wir haben immer betont, dass wir am 34. Spieltag über dem Strich stehen wollen. Darauf ist alles ausgerichtet, und daran werden sowohl Mathias als auch Jörg in den nächsten Wochen noch einen wichtigen Anteil haben.“ (dco)

Startaufstellung: So könnte Werder Bremen gegen den SC Freiburg spielen.

Letzte Meldung vom 1. Mai 2020:

In der Krise setzt Werder Bremen auf neues Duo für die Psyche

Ende Februar hatte sich Werder Bremen nach nicht ganz vier Jahren von seinem Team-Psychologen Prof. Dr. Andreas Marlovits getrennt, knapp zwei Monate später und kurz vor dem Ende der Corona-Zwangspause steht der Nachfolger fest. Oder besser: die Nachfolger. 

Sportpsychologe Mathias Kleine-Möllhoff und der renommierte Motivationstrainer Jörg Löhr kümmern sich im Saison-Endspurt um die mentale Fitness und Frische der Profis des SV Werder Bremen und sollen dem Team im Abstiegskampf wichtige Impulse geben. Während Kleine-Möllhoff vom Werder-Leistungszentrum frisch ins Bundesliga-Team aufrückt, ist es für Löhr ein Wiedereinstieg bei Werder. 

Werder Bremen: Motivationstrainer Jörg Löhr ist ein alter Bekannter

Der ehemalige Handball-Nationalspieler Jörg Löhr hatte bereits 2011 in Bremen als Persönlichkeits- und Motivationstrainer gearbeitet und mitgeholfen, dass das Team den Abstieg vermied. Jetzt wieder? „Jörg ist ein anerkannter Mental- und Motivationstrainer, von dem wir uns wichtige Impulse für die Wettkampfphase erhoffen. Wir sind überzeugt, dass wir in dieser Konstellation gemeinsam mit dem Trainerteam sehr gut aufgestellt sind, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern“, erklärt Frank Baumann in einer Vereinsmitteilung. 58 Jahre ist Löhr mittlerweile alt, früher war er Handball-Nationalspieler, folglich ist es kein Wunder, dass in seiner an Einträgen nicht gerade armen Vita ein Erfolg heraussticht: 2007 war er als Mentalcoach am Gewinn des WM-Titels der deutschen Handball-Nationalmannschaft beteiligt. 

Aber auch im Fußball hat er schon vielen Clubs geholfen – unter anderem eben dem SV Werder Bremen. Als die Lage in der Rückrunde 2010/11 nach einem 0:4 beim HSV bedrohlich wurde, kam er und brachte die Spieler sofort voran. Vier Spiele in Folge ohne Niederlage bildeten den Grundstock für den Klassenerhalt. Letztlich kamen die Bremer mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsregion ins Ziel. Sich daran zu erinnern und Löhr, der auch als Vortragsredner vor Vertretern großer Wirtschaftsunternehmen extrem gefragt ist, zurückzuholen, ist typisch Baumann. Möglicherweise hat auch Thomas Schaaf den Anstoß gegeben. Der heutige Technische Direktor war 2011 noch Cheftrainer in Bremen, hatte Löhr damals als externe Unterstützung dazugeholt. 

Frank Baumann erklärt: Darum ist der neue Psychologe der Richtige

Typisch Werder ist die Beförderung von Mathias Kleine-Möllhoff. Seit einem Jahr arbeitet der Psychologe (Studium an den Universitäten in Jena und Halle-Wittenberg) im Nachwuchsleistungszentrum, nun steigt er zu den Profis auf. Er sei „die naheliegendste und beste“ Möglichkeit gewesen, sagt Baumann. Warum? „Weil er gut ist“, sagt Baumann. Nach vorherigen Stationen beim FC CZ Jena, bei Eintracht Braunschweig und bis 2019 bei Mainz 05 „bringt er schon einiges an Erfahrung mit. In Mainz hat Mathias bereits mit einem Bundesliga-Kader gearbeitet. Wir waren vor einem Jahr schon sehr froh, dass wir ihn für unser Leistungszentrum gewinnen konnten. Und dort hat Mathias einen sehr positiven Eindruck gemacht.“ Kleine-Möllhoff wird jedoch nicht ausschließlich für die Erstliga-Kicker da sein, er bleibt auch weiterhin für das Leistungszentrum des SV Werder Bremen als Psychologe zuständig. (csa)

Erstmeldung vom 1. Mai 2020, 14.44 Uhr:

Neue Hilfe für Werder Bremen: Kleine-Möllhoff ab sofort der Team-Psychologe

Ende Februar hatte sich Werder Bremen nach nicht ganz vier Jahren von seinem Team-Psychologen Prof. Dr. Andreas Marlovits getrennt, knapp zwei Monate später steht der Nachfolger fest. Mathias Kleine-Möllhoff kümmert sich fortan um die mentale Fitness der Bremer Profis.

Es ist eine für Werder Bremen typische Lösung, denn Mathias Kleine-Möllhoff arbeitet seit einem Jahr im Nachwuchsleistungszentrum und steigt nun zu den Profis auf. Er sei „die naheliegendste und beste“ Möglichkeit gewesen, sagt Geschäftsführer Frank Baumann über den Sportpsychologen, der möglicherweise noch spezielle Unterstützung erhalten wird. So denkt Werder nach Informationen der DeichStube darüber nach, in der bevorstehenden Extremsituation mit zehn Spielen in vielleicht nur fünf Wochen auch noch einen Motivationstrainer an die Seite zu stellen.

Werder Bremen: Wer ist der neue „Psycho-Coach“?

Während der aber noch nicht präsentiert werden kann, ist klar, dass Kleine-Möllhoff den Profis ab sofort als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Im aktuellenvon der Coronavirus-Pause und der Abstiegsgefahr belasteten Alltag ist ein Psychologe sicher mehr gefragt als in einem normalen Spielbetrieb. Deshalb hat Kleine-Möllhoff, der vor seinem Wechsel zu Werder Bremen für den FC CZ Jena, Eintracht Braunschweig und bis 2019 für Mainz 05 gearbeitet hatte, seinen Job mit dem Bundesliga-Kader längst aufgenommen. „Es wird manchmal vergessen, dass Spieler auch nur Menschen sind und in dieser sehr besonderen Zeit auch besondere Sorgen haben“, sagt Baumann. Also steht Kleine-Möllhoff für Gespräche zur Verfügung und versucht, so schnell wie möglich den Kontakt zu den Profis zu finden.

Neuer Psychologe für Werder Bremen - Frank Baumann: „Weil er gut ist“

Warum die Wahl auf ihn gefallen ist? Ganz einfach, erklärt Frank Baumann: „Weil er gut ist. Er bringt schon einiges an Erfahrung mit, hat in Mainz bereits mit einem Bundesliga-Kader gearbeitet. Wir waren vor einem Jahr schon sehr froh, dass wir ihn für unser Leistungszentrum gewinnen konnten. Und dort hat Mathias einen sehr positiven Eindruck gemacht.“ Dass die Lage extrem herausfordernd ist, versteht sich von selbst. Doch Baumann hat Vertrauen in den neuen „Psycho-Coach“: „Er hat damals einen sehr ausführlichen Rekrutierungsprozess bei uns durchlaufen. Jetzt ist er schon ein Jahr bei uns, für ihn ist also nicht mehr alles neu. Und er kennt die Arbeit in der Bundesliga.“ Allerdings wird Mathias Kleine-Möllhoff (Studium in Jena und Halle-Wittenberg) nicht ausschließlich für die Erstliga-Kicker da sein, er bleibt auch weiterhin für das Leistungszentrum als Psychologe zuständig.

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