Im Sommer 2019 hatten sich Werder Bremen und Michael Gregoritsch auf einen Transfer verständigt.
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Im Sommer 2019 hatten sich Werder Bremen und Michael Gregoritsch auf einen Transfer verständigt.

Werder Transfer News

Wegen Milos Veljkovics Verletzung platzte der Transfer von Michael Gregoritsch zum SV Werder Bremen

Bremen – Sommer 2019. Es ist nicht mehr die Frage, ob Michael Gregoritsch zum SV Werder Bremen wechselt, sondern nur noch wann. Doch es kommt überraschend anders. Der FC Augsburg und der SV Werder können sich angeblich nicht auf eine Ablösesumme einigen, heißt es damals. Aber das stimmte nicht so ganz, wie inzwischen durchgesickert ist. Eine kuriose Verletzung von Werder-Profi Milos Veljkovic sorgte im August 2019 für ein Umdenken bei den Grün-Weißen im Fall Gregoritsch.

Florian Kohfeldt musste deshalb in der Saison 2019/20 ohne seinen absoluten Wunschspieler auskommen. Fast zwei Jahre später gibt es nun ein Wiedersehen zwischen Werder Bremen und Michael Gregoritsch, ein wenig angenehmes, denn es ist ein Abstiegsendspiel. Was auch zeigt: Für den FC Augsburg ist es mit Gregoritsch ähnlich schlecht gelaufen wie für Werder ohne ihn. Es scheint so, als gebe es in dieser Personalie nur Verlierer – allen voran der Spieler selbst, hinter dem zwei enttäuschende Jahre liegen.

„Er ist für mich einer der besten Spieler der Liga, die aus den Zwischenräumen in die Tiefe gehen“, hat Kohfeldt mal über Gregoritsch gesagt. Ob er das heute noch wiederholen würde, ist nicht bekannt. In der Saison 2017/18 war Gregoritsch jedenfalls eine große Nummer in der Liga. Der Österreicher erzielte in 32 Partien 13 Treffer für den FCA, bereitete vier weitere vor. Zwei Treffer waren ihm beim 2:2 gegen Werder Bremen gelungen. Die Grün-Weißen avancierten zu seinem Lieblingsgegner – oder besser gesagt: er zum Werder-Schreck. Schon im Trikot des Hamburger SV hatte der Angreifer gegen die Bremer in vier Spielen vier Mal zugelangt. Doch das ist alles lange her, seit seinem Doppelpack vom 29. Oktober 2017 hat Gregoritsch gegen Werder nichts Zählbares mehr verbuchen können, es hagelte sechs Niederlagen für ihn.

Werder Bremen und Michael Gregoritsch hatten sich schon auf einen Transfer verständigt

Das passt zur Entwicklung des 27-Jährigen. Es geht nicht mehr wirklich voran. Für die Rückserie der vergangenen Saison war der österreichische Nationalspieler an den FC Schalke 04 ausgeliehen, überzeugte aber auch dort nur im ersten Spiel mit einem Tor und einem Assist. Danach ging er leer aus. Im Sommer kehrte Gregoritsch nach Augsburg zurück, wo er noch bis 2022 unter Vertrag steht. 23 Einsätze in 32 Partien klingt als bisherige Saison-Bilanz erstmal gar nicht so schlecht, doch seit Jahresbeginn durfte der gebürtige Grazer nicht mehr von Beginn an ran. Sein einziger Saisontreffer gelang ihm – Achtung! – am ersten Spieltag. Am vergangenen Freitag beim Debüt des neuen Trainers Markus Weinzierl durfte Gregoritsch zumindest in der Schlussphase mitwirken, konnte die 1:2-Niederlage in Stuttgart aber nicht mehr verhindern.

Nun also das Wiedersehen mit Werder Bremen, dem Club, mit dem sich Michael Gregoritsch im Sommer 2019 schon auf einen Transfer verständigt hatte. Doch Werder sagte die Verhandlungen mit dem FC Augsburg kurzerhand ab. Unfreiwillig. Der ohnehin schon am Zeh verletzte Innenverteidiger Milos Veljkovic hatte sich im Trainingslager in Grassau im Hotel über Nacht unglücklich die Schulter ausgekugelt, was Werder damals verheimlichte. Weil Veljkovic ein noch längerer Ausfall drohte und in der Abwehr wegen weiterer angeschlagener Spieler ohnehin schon Personalnot herrschte, ging Frank Baumann auf Nummer sicher. Der Sportchef sparte sich die Ablösesumme für Gregoritsch, die bei über zehn Millionen Euro liegen sollte, um für die Defensive handlungsfähig zu bleiben.

Transfers: Werder Bremen verpflichtete Michael Lang, Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt statt Michael Gregoritsch

Später wurden dann die Verteidiger Michael Lang (Borussia Mönchengladbach) und Ömer Toprak (Borussia Dortmund) ausgeliehen – letzterer allerdings mit Kaufverpflichtung. Genauso wie Leonardo Bittencourt (1899 Hoffenheim), der auf den letzten Drücker noch für die Offensive verpflichtet wurde. Michael Gregoritsch war da kein Thema mehr. Der hatte nach dem Bremer Rückzieher keine große Lust mehr auf Werder und sich gerade erst wieder mit seinem FCA zusammengerauft. Aber richtig glücklich wurde der Offensivmann dort bis heute nicht. Er ist nur noch ein Mitläufer und sein Marktwert laut transfermarkt.de von einstmals 20 Millionen Euro (Dezember 2018) über zwölf Millionen Euro im Juni 2019, dem Zeitpunkt des Werder-Interesses, auf inzwischen vier Millionen Euro abgestürzt. (kni) Auch Interessant: Verfolgt das Bundesliga-Duell zwischen Werder Bremen und dem FC Augsburg im Liveticker der DeichStube.

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