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Einst Gegner, jetzt Teamkollegen beim SV Werder Bremen: Neuzugang Michael Lang (re.) und Davy Klaassen

Werder-Verstärkung von Borussia Mönchengladbach

Kommentar zu der Verpflichtung von Michael Lang: Noch kein grün-weißes Hurra

Von Björn Knips. Vor einem Jahr hätte es bei Werder Bremen bei einer Neuverpflichtung wie Michael Lang wahrscheinlich noch ein grün-weißes Hurra gegeben. Jetzt ist eher ein grün-weißes Okay. Wieso?

1. Michael Lang ist nicht die erste Wahl bei der Suche nach einem Rechtsverteidiger. Benjamin Henrichs sollte von der AS Monaco ausgeliehen werden. Der 22-Jährige hatte gerade mit der deutschen U21 bei der EM für Furore gesorgt. Da ist die Fantasie, einen kommenden Topstar bei Werder Bremen zu sehen, natürlich groß. Doch Henrichs sagte ab.

2. Michael Lang hat keine gute Premieren-Saison in der Bundesliga hinter sich, der 28-Jährige stand bei Borussia Mönchengladbach auf dem Abstellgleis. Da ist die Fantasie, einen Kracher gelandet zu haben, eher gering.

Neuzugang Michael Lang wird dem SV Werder Bremen sofort weiterhelfen

Trotzdem ist der Wechsel von Michael Lang ein nachvollziehbarer Transfer. Werder Bremen braucht nach dem ganzen Verletzungspech eine Soforthilfe – und die ist Lang auf jeden Fall. Der Abwehrspieler hat die Erfahrung von über 400 Pflichtspielen im Profi-Bereich. Zudem kann er außen und innen verteidigen, notfalls sogar auf der linken Seite aushelfen. Als Schweizer wird er sich schnell integrieren, die Taktik von Trainer Florian Kohfeldt sofort verstehen. Und wer weiß: Vielleicht wird er Werder nicht nur hinten stabilisieren, sondern sogar verbessern. Mönchengladbach hat den Nationalspieler vor einem Jahr nicht ohne Grund vom FC Basel losgeeist. Zeitweise konnte Lang auch mehr als überzeugen.

Werder Bremen ist nun seine zweite Chance in der Bundesliga. Dass die Bremer Michael Lang für ein Jahr ausgeliehen haben, ist eine charmante Lösung und lässt die Möglichkeit offen, dass es bei seiner endgültigen Verpflichtung noch ein verspätetes grün-weißes Hurra geben wird. (kni)

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Derweil ist ein neues Gerücht in Italien aufgetaucht: Hat Werder Bremen Interesse an Amin Younes vom SSC Neapel? Vor dem Spiel von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach: Kohfeldt verteidigt vehement seinen Kurs.

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