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Verjüngungsprozess auf der Ersatzbank: Michael Zetterer löst Jaroslav Drobny als Torwart Nummer zwei ab

„Guter Junge, der eine Perspektive braucht“

Zetterer jetzt die Nummer zwei

Bremen - Ein alter Spieler rückt nach hinten, ein junger Spieler rückt auf. Das ist der Weg im Fußball.

Wie flüssig ein Generationenwechsel funktionieren kann, will Werder jetzt auf der Torwart-Position demonstrieren. Und vielleicht muss der Verein das auch: Denn Michael Zetterer scharrt mit den Hufen.

Der 21-Jährige will, soll und wird Jaroslav Drobny (37) beerben und zum neuen Stellvertreter der Nummer eins werden, die im kommenden Jahr Jiri Pavlenka heißt. Das hat Sportchef Frank Baumann am Dienstag bestätigt. Drobny, der in der vergangenen Saison noch zeitweise Stammkeeper war und seinen Vertrag in Bremen gerade erst verlängert hat, wird nun weniger in der Bundesliga gebraucht als vielmehr in der Kabine und auf dem Trainingsplatz. „Wir haben Jaros Wichtigkeit immer betont“, sagt Frank Baumann. Der Oldie sei „für das Teamgefüge ein ganz, ganz wichtiger Faktor“. Der Tscheche soll also weiter den Spaßvogel im Team mimen, soll aber auch Orientierung bieten – für Landsmann Pavlenka, aber auch für den jungen Zetterer.

Talent Zetterer ist begehrt

Gleichzeitig rückt der bisherige U23-Torwart nun bedeutend näher an die erste Mannschaft heran. „Wir haben mit Zetti einen richtig guten Jungen, dem man auch eine Perspektive geben muss“, erklärt Baumann. Nur der Dritte im Bunde zu sein, reiche Zetterer nicht mehr. „Wir haben wieder eine Chance, einen jungen Torwart mit großem Potenzial, das ja auch über die Grenzen Bremens hinaus erkannt wird, weiter heranzuführen.“ Was Baumann in dem Satz versteckt: Talent Zetterer ist begehrt – und wenn er nicht in Bremen den nächsten Schritt gehen kann, dann würde er ihn früher oder später woanders gehen. So aber steigt Zetterer auf – und kommt seinem Traum, einmal ein Bundesliga-Torwart zu sein, ein ganzes Stück näher.

Michael Zetterer: Seine Karriere in Bildern

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