Überzeugender Auftritt: Torwart Michael Zetterer darf sich nach den ersten Saisonspielen Hoffnung machen, dauerhaft die Nummer 1 bei Werder Bremen zu sein.
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Überzeugender Auftritt: Torwart Michael Zetterer darf sich nach den ersten Saisonspielen Hoffnung machen, dauerhaft die Nummer 1 bei Werder Bremen zu sein.

Zetterer statt Pavlenka?

Michael Zetterer überzeugt im-Tor - und darf beim SV Werder auf einen Stammplatz hoffen

Bremen – Zugegeben, der Blick auf die nackten Zahlen spricht im ersten Moment nicht für einen sonderlich überzeugenden Saisonstart – drei Gegentore in zwei Partien, das ärgert schließlich jeden Torhüter, weil es ihm schlicht zu viele sind. Michael Zetterer von Werder Bremen dürfte es da nicht anders gehen.

Und dennoch: Mit seinen Leistungen beim 1:1 gegen Hannover sowie beim 3:2 in Düsseldorf darf der 26-Jährige zufrieden sein. Erstens, weil ihm keiner der Gegentreffer anzulasten, er also weitestgehend fehlerfrei geblieben war. Und zweitens, weil er in einigen Szenen zeigte, was er für den SV Werder Bremen sein kann: ein richtig starker Rückhalt. Das ist freilich auch Trainer Markus Anfang nicht entgangen, der sich bei der Frage nach seiner Nummer 1 noch nicht festlegen möchte, was wiederum ein richtig gutes Signal für Michael Zetterer ist.

Zur Erinnerung: Der gebürtige Münchner war vor der Saison von Anfang zum ersten Stellvertreter des verletzten Jiri Pavlenka (Rückenprobleme) bestimmt worden und hatte sich dabei gegen Stefanos Kapino durchgesetzt. Nach seinen guten Auftritten gegen Hannover und Düsseldorf ist nun sogar denkbar, dass „Zetti“ auch dem langjährigen Stammkeeper Pavlenka ernsthafte Konkurrenz im Kampf um den Platz im Tor macht. Eine Art Bestandsschutz gibt es für Pavlenka, der in den vergangenen vier Spielzeiten unangefochtene Nummer 1 bei Werder Bremen war, jedenfalls nicht.

Werder Bremen: Michael Zetterer punktet beim Coach - aber Jiri Pavlenkas Leistungen sind nicht vergessen

„Wir müssen alle den Leistungsgedanken haben“, sagt Anfang – und erklärt: „Es geht darum, zu schauen, wer sich wie im Training präsentiert hat.“ Gemeinsam mit Torwarttrainer Christian Vander werde er dann eine Entscheidung treffen. Pavlenkas Nachteil: Bisher konnte er sich dem neuen Coach noch so gut wie gar nicht zeigen, während Michael Zetterer punktete. „Ich kann ihn noch nicht einschätzen, weil ich ihn noch gar nicht fit gesehen habe. Bisher können wir den Leistungsgedanken noch nicht so leben, weil Pavlas in Sachen Fitness einfach noch zu weit weg ist“, sagt Anfang. Mit der Rückkehr des Tschechen werde es auch noch einige Zeit dauern. Für das Pokalspiel des SV Werder Bremen beim VfL Osnabrück (Samstag, 15.30 Uhr) und vermutlich auch für das Ligaspiel in der Woche danach gegen Paderborn (Sonntag, 15. August, 13.30 Uhr) ist er noch kein Thema.

Am liebsten würde Anfang den Keeper ohnehin zunächst in einem Testspiel sehen. Möglich wäre das allerdings erst in der Länderspielpause Anfang September. Dass Michael Zetterer so lange definitiv im Bremer Tor bleiben wird, heißt das aber nicht. Ist er wieder vollkommen fit, kann sich Pavlenka auch über das Training empfehlen. Und komplett vergessen sind seine Leistungen aus den vergangenen Jahren auch nicht. „Ich weiß natürlich, dass Pavlas hier in der Vergangenheit die klare Nummer 1 war, und da waren die anderen Torhüter auch schon da“, sagt Anfang, der seine Entscheidung erst treffen wird, „wenn ich mir ein klares Bild machen kann“. (dco) Update (9. August 2021): Vertragsverlängerung mit Jiri Pavlenka hakt - Werder-Torwart fordert spezielle Klausel.

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