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Niklas Moisander (l.) und Milos Veljkovic standen in dieser Saison verletzungsbedingt überhaupt noch nicht gemeinsam für den SV Werder Bremen auf dem Rasen. Das könnte sich gegen den SC Paderborn ändern.

Werder-Verteidiger über Kapitän

Veljkovic hofft auf Moisander-Comeback: „Er macht uns besser“

Bremen – Vom Traumpaar zu reden, wäre wohl ziemlich übertrieben. Werder Bremen kassiert seit Jahren einfach zu viele Gegentore, als dass eine Innenverteidiger-Kombination tatsächlich diese Bezeichnung verdient hätte. Aber Milos Veljkovic und Niklas Moisander waren in der letzten Saison die Besetzung, die am häufigsten das Zentrum der Abwehrkette bildete.

In 22 Partien, um exakt zu sein. In dieser Saison mussten bei Werder Bremen dagegen immer andere Innenverteidiger-Lösungen her – erst war Milos Veljkovic verletzt, dann Niklas Moisander. Doch am Sonntag gegen den SC Paderborn könnte es zur Wiedervereinigung auf dem Platz kommen. Veljkovic wäre es nur recht, denn: „Niklas ist unser Kapitän, ein super Leader. Wir wollen ihn alle zurückhaben.“

Werder Bremen: Niklas Moisander seit einem Vierteljahr ohne Einsatz

Seit drei Monaten hat Moisander nicht mehr gespielt. Eine Wadenverletzung war schuld. Am Mittwoch absolvierte er aber die volle Trainingseinheit, verteidigte im Abschlussspiel schon wieder Seite an Seite mit Veljkovic. Ohne erkennbare Probleme. Geht das so weiter, soll Moisander am Sonntag gegen Paderborn wieder auflaufen – dann ebenfalls mit Veljkovic als Partner. Die lange Pause – zuletzt standen die beiden am finalen Spieltag der Vorsaison gemeinsam auf dem Platz – könnte grundsätzlich ein Problem sein. 

Veljkovic glaubt aber, dass die Abstimmung auch nach mehr als einem halben Jahr ohne gemeinsamen Einsatz noch vorhanden ist: „Wir werden nicht lange brauchen, um uns wieder aneinander zu gewöhnen. Wir sprechen immer viel miteinander – auch abseits des Platzes.“ Die Frage ist jedoch, ob Moisander – mittlerweile immerhin 34 Jahre alt – sofort wieder die Form hat und in den Rhythmus findet. Schließlich ist diese Trainingswoche die erste für ihn im Kreis der Kollegen.

Werder Bremen: Milos Veljkovic adelt „Weltklassespieler“ Niklas Moisander

Doch auch in diesem Punkt gehört Milos Veljkovic nicht zu den Bedenkenträgern. „Er wird schnell wieder drin sein. Wir werden ihn auch alle unterstützen“, verspricht der Serbe und geht fest davon aus, dass diese Unterstützung zurückkommen wird: „Niklas hilft uns schon abseits des Platzes und wird uns auf dem Feld noch mehr helfen. Am Ball ist er ein Weltklassespieler, redet zudem viel mit uns. Sein Wort hat Gewicht. Niklas macht auch andere Spieler besser.“

Ziemlich viel verbales Gold, mit dem Veljkovic den Kollegen Moisander überzieht. Wenn alles so schön ist, dann klappt es vielleicht ja bald mit dem ersten Zu-null-Spiel der Saison. Bisher fiel in jeder Partie mindestens ein Bremer Gegentreffer. Insgesamt sind es nach 13 Spieltagen 28 kassierte Tore – nur Schlusslicht Paderborn hat noch vier Treffer mehr kassiert. Beides – Serie und Quote – findet Veljkovic „für uns hinten ärgerlich. Manchmal machen wir Fehler, manchmal haben wir Pech. Aber wir arbeiten hart daran, damit es bald endlich mit dem ersten Zu-Null der Saison klappt.“ (csa)

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