Milos Veljkovic hat seinen Vertrag beim SV Werder Bremen bis 2025 verlängert.
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Milos Veljkovic hat seinen Vertrag beim SV Werder Bremen bis 2025 verlängert.

Veljkovic bleibt Werderaner

Milos Veljkovic verlängert Vertrag und komplettiert die Abwehrplanungen beim SV Werder

Bremen – Ein Spiel noch, dann ist Urlaub. Dann ist die lange und kräftezehrende Saison 2021/2022 für Milos Veljkovic endgültig vorbei. Mit der serbischen Nationalmannschaft tritt der Innenverteidiger am Sonntagabend in der Nations League auswärts gegen Slowenien an. Danach wird er sich direkt in die freie Zeit verabschieden – und seit Samstag steht nun auch fest, wo Veljkovic seine Arbeit nach der Sommerpause wieder aufnehmen wird: beim SV Werder Bremen.

Wie der Verein mitteilte, hat der 26-Jährige seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag verlängert. Bis 2025 ist das neue Arbeitspapier nach Informationen der DeichStube gültig. „Wir hatten sehr gute Gespräche mit Milos. Er ist seit sechs Jahren bei uns und weiß, was er an dem Verein hat. Hier hat er sich zu einem gestandenen Profi entwickelt, der als Innenverteidiger alles mitbringt und über mehrere Jahre unter Beweis gestellt hat, dass er Bundesliga spielen kann“, lässt sich Clemens Fritz als Werders Leiter Scouting und Profifußball in der Mitteilung zitieren. Was der Ex-Profi nicht sagt, was aber dennoch feststehen dürfte: Die Personalplanungen von Werder Bremen für das Abwehrzentrum sind mit dem Verbleib von Milos Veljkovic abgeschlossen.

Milos Veljkovic weiter im Werder-Bremen-Trikot: Innenverteidiger verlängert seinen Vertrag bis 2025

Zur Erinnerung: Kurz nachdem der Bundesliga-Aufstieg Mitte Mai perfekt war, hatte sich Werder Bremen bereits die Dienste der Innenverteidiger Amos Pieper (kommt ablösefrei von Arminia Bielefeld) und Niklas Stark (kommt ablösefrei von Hertha BSC) gesichert. Hinzu kommen aus dem bestehenden Kader Talent Fabio Chiarodia und Marco Friedl, der seinen 2023 auslaufenden Vertrag ebenfalls noch im Sommer verlängern soll – plus eine nach dem Abschied von Ömer Toprak bis zuletzt noch freie Planstelle, die nun weiterhin von Milos Veljkovic bekleidet wird. Anders ausgedrückt: Dass Werder auf der Innenverteidigerposition noch ein weiteres Mal tätig wird, ist nicht mehr vorgesehen, weil sich der Verein um Cheftrainer Ole Werner in diesem Mannschaftsteil nun als bestens gewappnet für die neue Saison in der Bundesliga sieht.

Auch Milos Veljkovic freut sich auf die Herausforderungen im Oberhaus. Die direkte Rückkehr in die 1. Liga dürfte für den Abwehrspieler eine Grundvoraussetzung für eine Zukunft in Bremen gewesen sein – schließlich hat er in der neuen Saison auch unabhängig von Werder Bremen ein ganz großes Ziel und möchte sich einen Platz im serbischen WM-Kader sichern. Die Bundesliga stellt dafür fraglos eine geeignete Bühne dar.

Werder-Bremen-Profi Milos Veljkovic über Vertragsverlängerung: „Nach dem Aufstieg war für mich klar, dass Bremen mein erster Ansprechpartner ist“

„Nach dem Aufstieg in die Bundesliga war für mich klar, dass Bremen mein erster Ansprechpartner ist“, sagt Milos Veljkovic – und verspricht: „Ich will alles dafür tun, dass wir in der neuen Saison unsere sportlichen Ziele erreichen. Dafür will ich auf dem Platz und in der Kabine noch mehr Verantwortung übernehmen.“ Beim Blick auf die Werder-Bremen-Vita des Innenverteidigers ist dieses Vorhaben nur konsequent.

Veljkovic steht bereits seit 2016 in Bremen unter Vertrag, was ihn nach Ersatztorhüter Michael Zetterer (seit 2015 im Verein) zum dienstältesten Profi aus dem aktuellen Aufgebot macht. Im Februar vor sechs Jahren war er als Talent aus dem U 21-Team des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur nach Bremen gewechselt, wo er sich nach einigen Einsätzen für Werders U 23 (damals noch in der 3. Liga) schnell als feste Option für den Profikader empfahl. Inzwischen hat Milos Veljkovic 171 Pflichtspiele für Werder Bremens erste Mannschaft bestritten. Vier Tore und drei Vorlagen stehen auf seinem Konto.

Werder-Bremen-Profi Milos Veljkovic über Vertragsverlängerung: „Ich will alles dafür tun, dass wir in der neuen Saison unsere sportlichen Ziele erreichen“

Während der Aufstiegssaison kam der 1,88-Meter-Mann in 26 Zweitliga-Partien zum Einsatz – und erledigte seinen Job meist zuverlässig. „Milos war eine feste Größe in unserer Aufstiegsmannschaft. Er ist taktisch sehr variabel, bringt Erfahrung mit und übernimmt auf und neben dem Platz Verantwortung“, freut sich Ole Werner, Cheftrainer von Werder Bremen auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Welche Rolle Milos Veljkovic in Werders neu formierter Innenverteidigung einnimmt, muss allerdings abgewartet werden.

Neuzugang Niklas Stark dürfte als Nachfolger von Ömer Toprak auf der zentralen Position der Dreierkette gesetzt sein, während links kein Weg an Friedl vorbeiführt. Für den rechten Part wäre Milos Veljkovic grundsätzlich prädestiniert – schließlich hat er ihn auch in der vergangenen Saison inne gehabt –, hat nun in Neuzugang Pieper aber einen verheißungsvollen Kontrahenten dazubekommen. Coach Ole Werner kann ein möglichst großer Konkurrenzkampf freilich nur recht sein. Aktuell arbeitet Werder daran, diesen künftig auch auf den Außenpositionen zu haben. So ist die dauerhafte Verpflichtung von Leihgabe Mitchell Weiser (Bayer Leverkusen) nach wie vor großes Thema, ebenso wie das Vorhaben, Lee Buchanan von Derby County loszueisen. In beiden Fällen ist allerdings noch Geduld gefragt. (dco) Schon gelesen? Doch kein Wechsel: Werder Bremen nimmt Abstand vom Sarpreet-Singh-Transfer!

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