Milos Veljkovic von Werder Bremen erschien zum Medientermin im Zillertal mal wieder in Badelatschen.
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Milos Veljkovic von Werder Bremen erschien zum Medientermin im Zillertal mal wieder in Badelatschen.

Werder-Verteidiger über seinen neuen Vertrag

Für Werder Bremen verzichtet Milos Veljkovic auf Geld und schielt auf die Kapitänsbinde

Zell am Ziller – Ganz entspannt in Badelatschen kam Milos Veljkovic zum Medientermin in Zell am Ziller. Er kennt das alles hier, war schon mehrfach mit dem SV Werder Bremen zur Vorbereitung im Zillertal. Ohnehin fühlt er sich bei Werder einfach gut, deswegen hat er vor ein paar Wochen auch seinen Vertrag verlängert und ist nicht ablösefrei weitergezogen. Doch der 26-Jährige will nicht einfach nur so weitermachen bei den Grün-Weißen, sondern er will mehr.

Wie wäre es da mit der Kapitänsbinde, wo Ömer Toprak Werder Bremen verlassen hat? „Ja, ich übernehme ja schon Verantwortung auf dem Platz. Und wenn ich noch mehr Verantwortung übernehmen soll, dann mache ich das.“ Doch Milos Veljkovic will da jetzt nichts fordern. „Andere Spieler machen das auch – und am Ende entscheiden das der Trainer und die Mannschaft.“

Sechs Jahre am Stück spielt der Serbe nun schon bei den Profis von Werder Bremen, so lange wie kein anderer Spieler. Es sollen weitere Jahre dazukommen. Warum? „Wie ich schon 100 Mal gesagt habe, fühle ich mich bei Werder sehr, sehr wohl. Die Mannschaft ist auch cool, der Trainerstab, der Staff ebenso. Deswegen habe ich keinen Grund gesehen, woanders hinzugehen.“ Und dennoch – mit seiner Erfahrung von 129 Bundesligaspielen und seinem Status als aktueller serbischer Nationalspieler dürfte der eine oder andere Verein durchaus interessiert gewesen sein. „Es gab andere Optionen, die auch finanziell besser gewesen wären“, bestätigt Milos Veljkovic, aber neben dem Wohlfühlfaktor hätten auch das hohe Niveau der Bundesliga und seine Aussicht auf regelmäßige Einsätze gegen einen Wechsel gesprochen: „Ich fühle mich in der Bundesliga zuhause.“

Werder Bremen-Profi Milos Veljkovic will sich für die WM empfehlen und mehr Tore schießen

Hier will er sich für die WM im November in Katar empfehlen. Verletzt er sich nicht, dürfte Milos Veljkovic sicher dabei sein, er ist ein fester Bestandteil des Kaders und stand zuletzt oft in der Startelf. „Ich bin sehr stolz für Serbien zu spielen – und eine WM ist noch mal etwas ganz Besonderes“, sagt Veljkovic, und berichtet: „In Serbien standen zuletzt mehr die Basketballer und natürlich Novak Djokovic im Vordergrund. Aber Fußball ist eigentlich die Nummer eins in Serbien. Deswegen ist die Vorfreude riesig.“

Doch jetzt zählt nur die Bundesliga. Da wollte er mit Werder Bremen nach dem Abstieg unbedingt wieder hin. „Sicher wird erst mal der Klassenerhalt das Ziel sein“, sagt er und überrascht dann mit diesen Worten: „Aber ich glaube, wir können noch mehr.“ So forsch präsentiert er sich selten. Doch Milos Veljkovic fühlt sich gerade einfach gut. So gut, dass er auch noch mit einem breiten Grinsen verrät, was er in dieser Saison unbedingt verbessern will: „Ich möchte torgefährlicher sein.“ In der Bundesliga hat er bislang nur zwei Mal getroffen, in der 2. Liga steht ein Treffer in seiner Statistik. Sein Vorbild sei da Abwehrkollege Marco Friedl, der sich in der vergangenen Saison vier Mal in die Torschützenliste eintragen konnte: „Das ist sehr wichtig für die Mannschaft.“

Werder Bremen: Milos Veljkovic erklärt die unerlaubte Radtour in Badelatschen

Aber wie sicher kann sich Milos Veljkovic sein, seinen Platz in der Abwehr des SV Werder Bremen zu behalten? In Niklas Stark und Amos Pieper sind zwei erfahrene Bundesligaspieler verpflichtet worden. „Das ist doch jedes Jahr so“, lächelt er das Thema fast ein wenig weg, um sich dann als Teamplayer zu präsentieren: „Ich hoffe, dass sie gut spielen, das ist wichtig für den Verein. Und das hilft auch mir und allen anderen.“

Bleibt nur noch eine Frage – und zwar die nach den Badelatschen. Die hatte Milos Veljkovic auch schon vor ein paar Tagen bei einer Radtour mit der Mannschaft getragen. Trainer Ole Werner fand das nicht so lustig, wollte sich den „Falschfahrer“ noch vorknöpfen. „Ich habe ein paar Blasen. Deswegen hat der Doc mir empfohlen, weniger Schuhe zu tragen, allerdings nicht beim Radfahren. Das war mein Fehler, das kommt nicht wieder vor. Deshalb sind wir heute extra mit dem Auto gekommen.“ (kni)

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