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Theodor Gebre Selassie und Milot Rashica waren in einer insgesamt schwachen Hinrunde des SV Werder Bremen zwei der besten Akteure.

Statistik-Rückblick 2019/20

Ballermann Rashica, Pass-Maschine Gebre Selassie - grün-weißes Zahlenwerk der Hinrunde, Teil 2

Bremen - Milot Rashica ist der Bremer Ballermann, Theodor Gebre Selassie passt am genauesten und Leonardo Bittencourt ist der Giftzwerg im Team. Nach 17 Spielen steht eine Hinrunde von Werder Bremen, die reichlich Zahlenwerk hervorgebracht hat. Hier ist Teil zwei unseres Statistik-Rückblicks.

18 Verletzte - Kein anderer Bundesligist hatte in der abgelaufenen Hinserie so viel Verletzungspech wie der SV Werder. Insgesamt 18 Spieler des 30 Spieler umfassenden Kaders fallen oder fielen aus und verpassten dabei sage und schreibe 125 Pflichtspiele. Rekord!

23 Treffer - Neun unterschiedliche Spieler sorgten für 23 Werder-Tore in der Hinserie der Saison 2019/2020. Damit landet der SV Werder Bremen bei den erzielten Treffern auf Rang 10 in der Liga. Zum Vergleich: In der Vorsaison hatten die Bremer zum gleichen Zeitpunkt 28 Tore erzielt und belegten damit Platz 7. Im Schnitt erzielten die Grün-Weißen in der Hinrunde 1,35 Tore pro Spiel - eine ausbaufähige Bilanz. (Quelle: transfermarkt.de)

32 Flanken - Werders „Rakete“ Milot Rashica feuerte im Lauf der Hinserie insgesamt 32 Hereingaben in den gegnerischen Strafraum. Immerhin sprangen dabei drei Torvorlagen für den kosovarischen Nationalspieler heraus. (Quelle: bundesliga.com)

Werder Bremen: Innenverteidiger Christian Groß tackelt am Erfolgreichsten

41 Gegentore (!) - Die Hinserie 2019/20 war nicht nur punktemäßig die schlechteste in der Geschichte des SV Werder - die Grün-Weißen erhielten auch nie zuvor in ihrer Bundesliga-Historie mehr als 41 Gegentreffer. 2,4 Mal pro Spiel fischte Torhüter Jiri Pavlenka die Kugel aus dem eigenen Netz - eine Schreckensbilanz. Damit stellte die Elf von Trainer Kohfeldt den bisherigen Negativrekord aus der Hinserie 2014/15 ein - damals setzte es für das Team von Trainer Viktor Skripnik 39 Gegentore. (Quelle: transfermarkt.de)

52 Tacklings – bedeuten für Marco Friedl Rang eins bei Werder. Allerdings ist seine Erfolgsquote mit 48,1 Prozent recht überschaubar. Auf dem zweiten Platz bei den Grätschen liegt übrigens Offensivspieler Leonardo Bittencourt mit 48 Tacklings. Bester Tackler im Team ist Christian Groß. Wenn er zur Grätsche ansetzt, ist dies in 62,5 Prozent der Fälle von Erfolg gekrönt. Die schlechteste Quote in dieser Rubrik weist ebenfalls Bittencourt auf: Er entscheidet lediglich 18,8 Prozent aller Tacklings zu seinen Gunsten. (Quelle: ligainsider.de)

Keeper Jiri Pavlenka hat beim SV Werder Bremen nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase wieder zu seiner alten Form zurückgefunden.

58 Schüsse - kann Jiri Pavlenka in der ersten Saisonhälfte parieren. Damit landet der Werder-Keeper im Bundesliga-Ranking auf einem beachtlichen fünften Platz. Nur der Mainzer Robin Zentner, der Gladbacher Yann Sommer (beide 61 abgewehrte Schüsse), Fortunas Zack Steffen (67) und Union Berlins Rafal Gikiewicz (69) haben noch häufiger zugepackt. (Quelle: bundesliga.com)

83 Prozent Passquote - befördern Werder im Bundesliga-Vergleich auf einen sehr ordentlichen sechsten Rang. Nur die Bayern, Borussia Dortmund (beide 88 Prozent), Leverkusen (86 Prozent) sowie Hoffenheim und Leipzig (beide 85 Prozent) sind noch etwas genauer bei ihren Zuspielen. Passkönig bei Werder ist Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie mit einer Quote von 88 Prozent angekommenen Pässen. (Quelle: bundesliga.com)

Werder Bremen: Ludwig Augustinsson ist der beste Zweikämpfer

197- dieser Wert zeigt, wer bei Werder der Zweikampffreudigste war. Es ist – mit weitem Abstand – Leonardo Bittencourt . 197 Zweikämpfe führte der Dribbler bisher, weniger als die Hälfte davon gewann er (43,1 Prozent). Auf Rang zwei liegt hier Yuya Osako (189 Duelle, Erfolgsquote: 42,3 Prozent), vor dem Drittplatzierten Milot Rashica (166, 42,8 Prozent). Der beste Zweikämpfer bei den Bremern ist übrigens Ludwig Augustinsson – er gewann knapp 63 Prozent seiner insgesamt 51 direkten Duelle. (Quelle: ligainsider.de)

200 Fouls - haben die Bremer in der Hinrunde begangen. Das sind die neuntmeisten in der Bundesliga. Am häufigsten langte Leonardo Bittencourt zu (28 Fouls) - er ist übrigens auch der einzige Bremer, der bereits fünf Gelbe Karten kassiert hat. (Quelle: bundesliga.com)

Leonardo Bittencourt wirkt auf den ersten Blick gar nicht so - auf dem Platz langt er für Werder Bremen aber gerne mal zu und kann ein ganz schöner Giftzwerg sein.

238 Torschüsse - hat Werder in der Hinserie auf den gegnerischen Kasten abgefeuert und landet damit im Liga-Vergleich auf Rang 7. Wer viel schießt, der erhöht die Wahrscheinlichkeit häufiger ins Schwarze zu treffen - dürfte sich auch Milot Rashica gedacht haben: Allein 45 der 238 Schüsse gehen auf das Konto von Werders Toptorschützen (sieben Treffer). (Quelle: bundesliga.com)

1688 - Zweikämpfe haben die Bremer in der Hinrunde erfolgreich bestritten. Klingt viel, ist es aber nicht wirklich. Zwölf Teams liegen im Bundesliga-Vergleich vor Werder. (Quelle: ligainsider.de)

1988 Kilometer, 2925 Sprints und 10579 intensive Läufe - Die Spieler des SV Werder haben in der Hinrunde beeindruckende 1988 Kilometer abgespult. Damit zählen sie zu den fleißigsten Läufern der Liga - Rang 4! Aber: Das große Bremer Problem ist nicht die Lauf-Distanz, sondern die Geschwindigkeit. Moment mal, aber 2925 Sprints? Ist das nicht viel? Nein. Das ist sogar der niedrigste Wert im gesamten Bundesliga-Vergleich - Rang 18 für Werder! Auch die 10579 intensiven Läufe sind vergleichsweise dünn und bedeuten Platz 17. Nur Fortuna Düsseldorf hat noch weniger (10463). (Quelle: bundesliga.com) Zum ersten Teil des Werder-Statistik-Rückblicks geht es hier.

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