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Er macht den Eindruck, als hätte er bock: Werders Neuverpflichtung Milot Rashica.

Coole Premiere des neuen Werder-Stürmers

Rashica: „Ich mag es, Action zu haben“

Bremen - Als die Kameras klickten, da lachte Milot Rashica auch mal. Ansonsten wirkte der Neuzugang des SV Werder Bremen etwas ernst – oder besser gesagt: sehr konzentriert.

Es war an diesem Mittwochnachmittag ja auch sein erster Auftritt vor den Medien in Bremen. Und der gerade mal 21-Jährige betonte, dass der Wechsel von Vitesse Arnheim zu diesem „Club mit einer großen Geschichte ein großer Schritt für mich ist“. Dabei wirkte der Neun-Millionen-Euro-Einkauf alles andere als schüchtern. Er weiß schon, was er will – und macht Werder dabei sofort Mut.

„Die Mannschaft spielt guten Fußball“, sagte Rashica. Die Ergebnisse seien in dieser Saison etwas unglücklich gewesen. „Wir werden nach oben kommen“, kündigte der Außenstürmer an. Und als er sich dann als Spieler beschreiben sollte, da kam ein Funkeln in seine Augen: „Ich bin ein Außenstürmer – rechts und links. Ich mag es, den Ball zu haben, dann ins Eins-gegen-Eins zu gehen oder in cross in die Mitte. Ich mag es einfach, nach vorne zu spielen, Action zu haben und meine Geschwindigkeit auszunutzen.“

Schon beim ersten Training am Mittag soll er seine Stärken angedeutet haben. Zuschauen war für die Öffentlichkeit leider verboten, Werder hatte sich hinter die Türen von Platz 11 verzogen. Der nächste Gegner Schalke soll nicht zu viel erfahren, was Werder am Samstag vorhat und welche Rolle Rashica dabei spielt. Der 21-Jährige wird gewiss im Kader stehen, vielleicht darf er sogar sofort von Beginn an ran. „Ich bin fit, ich bin bereit“, stellte er in der Medienrunde selbstbewusst klar. Die erste Einheit wäre gut gewesen. Auf dem Weg dorthin hatte er schon mit seinem Teamkollegen Theodor Gebre Selassie geflachst und viel gelacht. Das Stadion und die Trainingsplätze seien „perfekt“, merkte der Nationalspieler des Kosovo in gutem Englisch an. Einen Dolmetscher brauchte er nicht.

„Ich spüre keinen besonderen Druck“

Bei Werder hat Rashica die Nummer 11 bekommen. Nicht nur das ist ein deutliches Zeichen, welche Hoffnungen der Club in ihn setzt. Auch die Bremer Rekordablöse von angeblich neun Millionen Euro macht Rashica zu einem Spieler, der in den nächsten Wochen ganz besonders im Fokus stehen wird. „Ich spüre keinen besonderen Druck“, meinte der Betroffene aber ganz cool. Das gehöre doch zum Fußball dazu: „Ich werde mein Bestes geben.“

Die Eingewöhnung wird ihm in Bremen vielleicht durch Yuning Zhang erleichtert. Werders Chinese spielte in der vergangenen Saison noch in Arnheim. „Wir hatten eine gute Zeit“, erinnerte sich Rashica: „Wir haben schon viel gesprochen.“

Ersatz für verletzen Fin Bartles

Vor seinem Wechsel hat er sich bei Zhang aber nicht informiert. Dafür ging alles wohl etwas zu schnell. Erst vor wenigen Tagen habe sich Werder bei ihm gemeldet. „Sie waren sehr interessiert“, berichtete der 21-Jährige. Das habe ihn beeindruckt. Und Werder sei nun nach zweieinhalb Jahren in Arnheim genau der richtige Schritt. „Werder spielt Offensivfußball, das passt zu mir“, erklärte Rashica, der aus der aktuellen Mannschaft vor allem einen Spieler kennt: „Max Kruse.“ Mit ihm soll der Ersatz des verletzten Fin Bartels möglichst gut harmonieren.

Fotostrecke: Milot Rashica in Bremen

Milot Rashica
Am Mittwochnachmittag ist Milot Rashica bei Werder Bremen vorgestellt worden. © gumzmedia/Oliver Soller
Milot Rashica
Am Mittwochnachmittag ist Milot Rashica bei Werder Bremen vorgestellt worden. © gumzmedia/Oliver Soller
Milot Rashica
Am Mittwochnachmittag ist Milot Rashica bei Werder Bremen vorgestellt worden. © gumzmedia/Oliver Soller
Milot Rashica
Milot Rashica nahm am Mittwoch erstmals am Werder-Training teil. © nordphoto
Milot Rashica
Milot Rashica nahm am Mittwoch erstmals am Werder-Training teil. © nordphoto
Milot Rashica
Milot Rashica nahm am Mittwoch erstmals am Werder-Training teil. © nordphoto
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser.
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser. © Gumz
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser.
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser. © Gumz
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser.
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser. © Gumz
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser.
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser. © Gumz
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser.
Milot Rashica am Bremer Krankenhaus Links der Weser. © Gumz

So wirklich darauf eingehen, mochte Rashica darauf noch nicht. Ansonsten wusste er eigentlich auf jede Frage eine Antwort, meisterte die Viertelstunde mit den Medien ziemlich souverän, wirkte dabei als 21-Jähriger sehr aufgeräumt und zu keinem Zeitpunkt nervös. Nur zu gerne würde er diese Coolness auch schon am Samstag auf Schalke zeigen. Doch Rashica gab sich nun gar nicht als Profi, der sofort Forderungen stellt: „Das entscheidet der Trainer. Aber wenn er mich braucht, dann bin ich bereit.“

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