Milot Rashica von Werder Bremen beim Spiel gegen den FC Bayern am Ball
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Milot Rashica meldet sich bei Werder Bremen im Spiel gegen den FC Bayern zurück.

„Rocket“ meldet sich gegen FC Bayern zurück

Milot Rashica so gut wie lange nicht - und der SV Werder Bremen hofft doppelt

München – Direkt nach Beginn der zweiten Halbzeit, da hätte Werder-Stürmer Milot Rashica aus einem persönlich guten beinahe einen sehr guten Auftritt gegen den FC Bayern München gemacht – wenn ihn nicht kurz vor dem Tor die nötige Entschlossenheit verlassen hätte, sodass sein Abschluss letztlich kaum der Rede wert war. Aber sei‘s drum: Der Kosovare hatte während des 1:1 gegen den Rekordmeister auch so gezeigt, dass mit ihm wieder zu rechnen ist.

„Es war zu sehen, dass er körperlich wieder in dem Zustand ist, dass er Dribblings gewinnt und am Gegner vorbei kommt“, sagte Trainer Florian Kohfeldt und kam zu dem Schluss: „Milot fühlt sich wieder besser auf dem Platz. Ich war mit ihm in beide Richtungen sehr zufrieden.“ Schon im ersten Durchgang war der 24-Jährige ein Bremer Aktivposten gewesen, hatte auf dem linken Flügel mit nach hinten gearbeitet und seine Gegenspieler offensiv immer wieder vor Probleme gestellt. Mit punktgenauen Flanken legte er darüber hinaus zunächst Josh Sargent (16.) und dann Leonardo Bittencourt (24.) gute Chancen auf. Insgesamt war es der mit Abstand beste Auftritt von Milot Rashica in der laufenden Saison für den SV Werder Bremen gewesen. „Er ist jetzt viel frischer“, betonte Kohfeldt, was sich sowohl körperlich als auch mental verstehen ließ.

Werder Bremen will Milot Rashica im Winter verkaufen

Zur Erinnerung: Einen wichtigen Teil der Vorbereitung und dann auch die ersten drei Saisonspiele hatte Milot Rashica verletzungsbedingt verpasst. Diesen Rückstand hat er nun aufgeholt. Und auch seinen im letzten Moment geplatzten Wechsel von Werder Bremen nach Leverkusen, wo er am Deadline Day bereits einen Vertrag unterschrieben und im Hotel auf die Einigung zwischen den beiden Vereinen gewartet hatte, scheint er inzwischen verdaut zu haben. Nach seinen ersten, wenig überzeugenden Einsätzen in der laufenden Saison war dem Spieler schon ein Einstellungsproblem unterstellt worden. „Wir hatten eine absurde Mentalitätsdebatte. Auch das hat er heute mehr als widerlegt“, hielt Kohfeldt nach dem Spiel in München fest. „Dass man gegen die Bayern nicht jede Situation gewinnt, ist klar. Aber Milot war ein ständiger Unruheherd im Konter und im Ballbesitz. Ich bin optimistisch, dass er sich bald mit Toren und Vorlagen belohnen wird.“

Werder Bremen dürfte der Leistungsaufschwung seines teuersten Spielers gleich doppelt freuen. Zum einen, weil ein starker Rashica sportlich enorm weiterhilft, und zum anderen, weil der von Verein und Spieler nach wie vor angestrebte Verkauf im Winter so lukrativer zu werden verspricht. (kni)

Zur letzten Meldung vom 20. November 2020:

Werder hofft auf Rashicas Leistungsexplosion gegen den FC Bayern - Kohfeldt: „Nur eine Frage der Zeit“ 

Bremen - Zugegeben: Es ist alles schon ein bisschen her und die Erinnerung nicht mehr ganz frisch, aber tief im Hinterstübchen sitzen sie noch, diese Bilder großer Momente von Milot Rashica in den Spielen des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern. 

Wie im DFB-Pokal-Halbfinale 2019, als Milot Rashica bei der 2:3-Niederlage mit einer Vorlage und einem Tor aus einem 0:2 zwischenzeitlich ein 2:2 gemacht hatte. Oder im vergangenen Dezember, als er Werder Bremen in München mit einem Sololauf über das halbe Feld und einem 102 km/h-Knaller in den Winkel mit 1:0 in Führung brachte – Endstand allerdings 1:6. Aber trotz der Niederlagen waren es eben Aktionen gehobener Güteklasse, die Rashicas Ruf begründen, ein außergewöhnlicher Fußballer zu sein.

Das Problem ist nur: Seit dem 1:6 in München kam nicht mehr viel von dem Kosovaren. Die komplette Rückrunde verbrachte er im Leistungsloch, und auch in der neuen Saison ist er wegen einer Knieverletzung und einem für ihn unschönen Wechselwirrwarr noch nicht in Schwung gekommen. Doch das könnte sich jetzt ändern. Pünktlich vor dem nächsten Werder-Auftritt beim FC Bayern sagt Coach Florian Kohfeldt über Rashica: „Er hat seine Anlaufzeit gebraucht, aber er ist körperlich jetzt in einem guten bis sehr guten Zustand. Ich sehe ihn frisch, sehe ihn frei und habe große Hoffnung, dass er sein Leistungspotenzial jetzt zeitnah abruft und wir wieder den Milot Rashica sehen, den wir sehen wollen.“

Werder Bremen hofft auf Leistungs-Explosion von Milot Rashica gegen den FC Bayern

Zeitnah? Also schon am Samstag im Werder-Spiel gegen die Bayern? Natürlich gibt Kohfeldt keine Rashica-Torgarantie, will auch „die Erwartung nicht in den Himmel schrauben“. Aber natürlich muss Milot Rashica nun wieder liefern und wieder der Spieler werden, der auch einen FC Bayern ärgern kann. Dass dieses Potenzial nach wie vor in dem 24-Jährigen steckt, ist für die meisten Experten völlig klar. „Er ist besser, als er es zuletzt gezeigt hat. Das ist nicht sein wahres Gesicht“, sagt zum Beispiel Sky-Experte Dietmar Hamann in einem „Bild“-Interview. Und Giovane Elber, der Ex-Torjäger des FC Bayern, erklärt im Gespräch mit der DeichStube, dass er bei Werder Bremen nur einen Spieler sieht, der Bayern-Maßstäbe erfüllt. Rashica eben. Er sei ein Spieler, „der gewisse Fähigkeiten besitzt, der eine Rolle spielen könnte. Doch damit meine ich den guten Rashica, den Stürmer, wie er sich vor einiger Zeit in der Liga präsentiert hat“.

Und wie er sich wieder präsentieren soll. Florian Kohfeldt: „Milot ist wieder in dem körperlichen Zustand, um Top-Leistungen abrufen zu können. Mental ist er sehr entspannt, bringt einen großen Ehrgeiz mit. Dann ist es bei seiner Qualität nur eine Frage der Zeit, bis er wieder ein außergewöhnlicher Spieler für uns ist.“ (csa)

Letzte Meldung vom 15. November 2020:

Werder Bremen: Coach Florian Kohfeldt über Milot Rashica: „Körperlich darf es keine Ausreden mehr geben“

In der 39. Minute war plötzlich einer dieser Momente da, für die Milot Rashica in der Vergangenheit regelmäßig gesorgt hatte und möglichst bald wieder sorgen soll. Mit nur einem Kontakt brachte der Flügelstürmer von Werder Bremen den Ball im Testspiel gegen den FC St. Pauli (2:4) an der Außenlinie unter Kontrolle und legte ihn sich gleichzeitig vor, was einen beherzten Sprint und schließlich einen Torschuss zur Folge hatte, dem es an Genauigkeit fehlte. Sei es drum, die Szene hatte was. 

Neben der Vorlage zum zwischenzeitlichen Bremer 1:2 war sie seine beste während einer ansonsten ziemlich blassen Vorstellung gewesen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt hob hinterher die spezielle Bedeutung des Testspiels für Milot Rashica hervor – und nahm den Kosovaren vor den kommenden Spielen des SV Werder Bremen in die Pflicht.

Milot Rashica vor Winter-Transfer: Stellt er sich bei Werder Bremen jetzt ins Schaufenster?

„Er hat heute wieder mehr Rhythmus bekommen, hat jetzt wieder 70 Minuten mehr in den Beinen“, sagte Kohfeldt, der Milot Rashica vor dem letzten Drittel – gespielt wurden 3x35 Minuten – ausgewechselt hatte. Nachdem der 24-Jährige wegen Knieproblemen den Saisonstart verpasst hatte, sei das St. Pauli-Spiel für ihn jetzt „wie das letzte Spiel in der Vorbereitung“ gewesen, so der Cheftrainer des SV Werder Bremen, der Rashica nun auf körperlichem Top-Niveau sieht – und auch erwartet. „Körperlich darf es für alle Beteiligten keine Ausreden mehr geben“, betonte Kohfeldt, „dementsprechend bin ich weiterhin optimistisch, dass Milot wieder seine Leistungen bringen wird. Dass er die Qualität hat, wissen wir. Und über kurz oder lang wird er sie auch wieder in der Bundesliga zeigen.“

Werder Bremen: Milot Rashica soll im Winter für möglichst viel Geld auf dem Transfermarkt verkauft werden

Für Werder Bremen wäre es ohne Frage besser, wenn Milot Rashica damit möglichst bald beginnt. Schließlich möchte der Verein seinen wertvollsten Spieler – das Branchenportal „transfermarkt.de“ schätzt Rashicas Martkwert derzeit auf 22 Millionen Euro – im Winter möglichst lukrativ verkaufen, nachdem das im Sommer nicht gelungen war. Gute Spiele mit möglichst vielen Toren und auffälligen Szenen würden bei diesem Plan ganz gewiss helfen. Insgesamt sieben Gelegenheiten (sechs Spiele in der Bundesliga und eines im DFB-Pokal) gibt es dafür noch, ehe sich das Winter-Transferfenster am 2. Januar öffnet. (dco)

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