Mitchell Weiser vom SV Werder Bremen sah im Spiel gegen die Hertha nur eine Gelbe Karte - aus Sicht der Berliner wäre eine  weitere verdient gewesen.
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Mitchell Weiser vom SV Werder Bremen sah im Spiel gegen die Hertha nur eine Gelbe Karte - aus Sicht der Berliner wäre eine weitere verdient gewesen.

Keine Gelb-Rote Karte für Weiser

Schiri-Frust nach Werder Bremens Sieg: Hertha BSC zürnt, weil Mitchell Weiser nicht vom Platz fliegt

Bremen – So schnell kann es gehen. Gerade noch hatten sie beim SV Werder Bremen über Schiedsrichterleistungen geschimpft und sich benachteiligt gefühlt, nun waren es am Freitagabend die Verantwortlichen von Hertha BSC, die mit der Leistung des Unparteiischen während der 0:1-Niederlage im Weserstadion nicht zufrieden waren. 

„Die Netto-Spielzeit war sehr gering heute. Es war kein Spielfluss drin, gab viele Gelbe Karten“, monierte Berlins Trainer Sandro Schwarz anschließend in Richtung Tobias Reichel. Und als der kritisierte Schiedsrichter, der seine zweite Bundesligasaison absolviert, dann ausgerechnet in einer Szene nicht zum Karton griff, war es mit der Ruhe beim Hauptstadtclub endgültig vorbei. Und ganz Unrecht hatten die Gäste nicht, denn es hätte sich wirklich niemand beim SV Werder Bremen beschweren dürfen, wenn Mitchell Weiser nach 65 Minuten die Gelb-Rote Karte gegen seinen Ex-Verein gesehen hätte.

Möglicher Platzverweis für Mitchell Weiser: Werder Bremen hätte sich nicht beschweren können

Werder Bremens Rechtsaußen hatte sich erst kurz zuvor eine ziemlich überflüssige Bestrafung abgeholt, weil er in der gegnerischen Hälfte die Ausführung eines Freistoßes der Herthaner behindert hatte. Als es für ihn dann wenig später im Mittelfeld zu einem Zweikampf mit Marco Richter kam, traf Mitchell Weiser den Ball überhaupt nicht, stattdessen den Gegner. Und nicht nur ein bisschen, sondern durchaus heftiger. Den fälligen Pfiff gab es zwar, Schiedsrichter Reichel beließ es jedoch ausgerechnet in diesem Moment bei einer mündlichen Verwarnung, obwohl er zuvor noch insgesamt sechs Gelbe Karten an die Akteure auf dem Platz verteilt hatte. „Das ist keine Entschuldigung“, ärgerte sich Sandro Schwarz, „aber wenn du diese Spielleitung hast, dann muss man klar sagen, dass es Gelb-Rot gegen Mitch und ab der 65. Minute Zehn gegen Elf ist.“

Werder Bremen: Foul von Mitchell Weiser wird nicht mit Gelber Karte bestraft - Hertha BSC sauer

War es aber eben nicht. Wer weiß, womöglich wäre die Partie in der Folge sonst komplett anders gelaufen, Werder Bremen hätte sich in Unterzahl wesentlich schwerer getan. So blieben die Grün-Weißen komplett im Spiel und belohnten sich für ihren Einsatz schließlich mit dem späten und entscheidenden Kopfballtreffer von Niclas Füllkrug (85.). Obwohl das Mitchell-Weiser-Foul gar nicht so weit entfernt von der Werder-Bank passierte, wählte Ole Werner später übrigens den Weg durch die verbale Hintertür: „Ich habe das gar nicht mehr so vor Augen“, sagte er. „Ich weiß nicht, was ich gemacht und wohin ich gerade geschaut habe. Ich weiß nicht, um welche Szene es geht.“ Wenig später dürfte er sie gesehen und durchaus erleichtert durchgeatmet haben. (mbü)

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