Mitchell Weiser ist zwar nicht gegen Corona geimpft, sein Status als Genesener macht für Werder Bremen nun aber einiges einfacher.
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Mitchell Weiser ist zwar nicht gegen Corona geimpft, sein Status als Genesener macht für Werder Bremen nun aber einiges einfacher.

Das Ende der Probleme?

Die Weiser-Wende? Der Status als „Genesener“ macht für den Werder-Spieler vieles leichter

Bremen – 140 Mal hat Mitchell Weiser schon in der Bundesliga gespielt – in der ersten wohlgemerkt, und dabei sogar das Trikot des FC Bayern München getragen. Doch für Zweitligist Werder Bremen war der 27-Jährige bislang nicht die gewünschte Verstärkung, eher schon eine Belastung. Denn bei ihm ging es mehr um das Thema Corona als um Fußball.

Update (18. Januar, 14 Uhr): Mitchell Weiser ist erneut positiv auf Covid-19 getestet worden! Der Rechtsverteidiger des SV Werder Bremen befindet sich in häuslicher Isolation.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Mitchell Weiser ist nicht gegen Covid-19 geimpft, musste deshalb bereits mehrfach als Kontaktperson in Quarantäne und verpasste dadurch nicht nur einige Trainingseinheiten, sondern auch ein Spiel. Ausgerechnet seine an Weihnachten entdeckte Corona-Infektion könnte nun für die Wende sorgen, denn als Genesener hat Weiser für die nächsten drei Monate den gleichen Status wie Geimpfte. Das macht das Leben eines Fußball-Profis wieder etwas leichter, er wird auch zu einer verlässlicheren Größe für den Trainer des SV Werder Bremen, der keinen kurzfristigen Ausfall Weisers wegen einer Quarantäne befürchten muss. Beim Jahresauftakt gegen Fortuna Düsseldorf durfte der Rechtsfuß nach einer Stunde ran und hinterließ beim 3:0-Sieg einen ordentlichen Eindruck.

Werder Bremen: Mitchell Weiser und sein Corona-Impfstatus waren zuletzt immer wieder ein Problem

„Mitch hat etwas im Training gebraucht, aber er war ja auch etwas länger raus als die Kollegen“, erzählt Clemens Fritz als Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. Wie Milos Veljkovic, Marco Friedl und Niclas Füllkrug war Mitchell Weiser erst Mitte der Woche wieder zum Team des SV Werder Bremen gestoßen. Das Trio hatte sich aber erst am 2. Januar nach einem positiven Test in Isolation begeben müssen, Weiser schon einige Tage zuvor. „Zum Spiel hin hat Mitch dann einen guten Eindruck gemacht und den auch nach seiner Einwechslung bestätigt“, urteilt Fritz. Über die Corona-Problematik bei Weiser möchte er nicht sprechen – aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte des Spielers. Der hat sich nämlich selbst bislang zu dem Thema nicht geäußert und Interviewanfragen abgelehnt.

Doch sein Impfstatus ist in und um das Wohninvest Weserstadion längst kein Geheimnis mehr. Wenn ein Teamkollege positiv getestet wurde, musste auch Weiser in Quarantäne, konnte sich dann aber nach einigen Tagen freitesten. Für die Partie in Regensburg reichte dafür die Zeit nicht, Weiser fehlte. Auswärtsspiele waren ohnehin schwierig, weil Ungeimpfte in einigen Bundesländern nicht in Hotels übernachten durften. Weiser hätte zwar mit ins Trainingslager ins spanische Murcia reisen könne, sich aber nach der Rückkehr aus dem Hochrisikogebiet anschließend für fünf Tage in Quarantäne begeben müssen. Ob er trotzdem mitgefahren wäre, ist nicht bekannt. Ihn persönlich stoppte die eigene Corona-Infektion. Nach weiteren Fällen im Team sagte Werder Bremen die Reise in letzter Sekunde komplett ab.

Werder Bremen: Nach Enttäuschungen nun die Wende? Mitchell Weiser muss um seinen Platz kämpfen

Inzwischen sind alle wieder fit. Füllkrug, Veljkovic und Friedl durften sich dank einer Ausnahmegenehmigung des Bremer Gesundheitsamtes früher aus der Quarantäne freitesten. Sie standen gegen Düsseldorf auch gleich in der Startelf des SV Werder Bremen, allesamt sind sie wichtige Stammspieler. Davon kann bei Mitchell Weiser – durchaus überraschend – keine Rede sein. Die Leihgabe aus Leverkusen mit der großen Erfahrung konnte nach ihrem starken Auftakt mit Tor beim 3:0-Sieg am sechsten Spieltag in Ingolstadt nicht mehr groß überzeugen. Schlimmer noch: Es waren auch einige ganz gruselige Auftritte dabei – wie zum Beispiel in Darmstadt. Die Trainer – nach Markus Anfang auch Danijel Zenkovic, Christian Brand und nun Ole Werner – ließen ihn aber nicht ganz fallen, brachten ihn zumindest kurz vor Schluss. Die halbe Stunde gegen Düsseldorf war nun Weisers längste Einsatzzeit seit Anfang November in Nürnberg. Vielleicht ist es wirklich die Wende, wenngleich Felix Agu seinen Platz auf der rechten Seite gewiss nicht freiwillig räumen wird. Und Weiser muss sich auch noch steigern, um dem fünf Jahre jüngeren Kollegen wirklich gefährlich zu werden.

„Natürlich hat Mitch sich und haben auch wir uns mehr von ihm in der Hinrunde erwartet. Manchmal dauert es mit der Eingewöhnung dann doch etwas länger. Ich bin aber optimistisch, dass Mitch jetzt noch mehr seine Qualitäten einbringen kann“, sagt Fritz und denkt dabei auch an andere Reservisten wie zum Beispiel Nicolai Rapp, Niklas Schmidt oder Ilia Gruev: „Nicht nur Mitch ist als weitere Option wichtig. Wir haben inzwischen einen großen Konkurrenzkampf, das hebt auch die Qualität im Training. Hoffentlich bleiben alle gesund.“ (kni)

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