Im Mittelfeld des SV Werder Bremen durften sich im bisherigen Saisonverlauf schon einige Spieler versuchen. Zuletzt spielten die Grün-Weißen dreimal in Folge mit derselben Besetzung.
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Im Mittelfeld des SV Werder Bremen durften sich im bisherigen Saisonverlauf schon einige Spieler versuchen. Zuletzt spielten die Grün-Weißen dreimal in Folge mit derselben Besetzung.

Die Werder-Halbjahr in der Analyse

Das Werder-Halbjahreszeugnis Teil 2 - Mittelfeld: Romano Schmid dreht ordentlich auf

Bremen – Sieben Spieler, drei Positionen – in keinem anderen Mannschaftsteil war der Konkurrenzkampf beim SV Werder Bremen während der bisher 18 Saisonspiele so groß wie im Mittelfeld. Wer sich bei seinen Einsätzen wie geschlagen hat, verrät der zweite Teil des Halbjahreszeugnisses der DeichStube.

Ilia Gruev

An den ersten vier Spieltagen wurde der 21-jährige Bulgare gar nicht berücksichtigt, dann entwickelte er sich unter Trainer Markus Anfang zum Stammspieler und wies vor allem in den Partien gegen Heidenheim (Note 2,5) und Schalke (Note 2) seine Klasse nach. Seine bisher schwächste Leistung in dieser Saison zeigte Ilia Gruev in Dresden (Note 4,5). Unter Anfangs-Nachfolger Ole Werner hat er seinen Stammplatz verloren und saß während der letzten drei Partien des Jahres zu Beginn auf der Bank des SV Werder Bremen.

Durchschnittsnote: 3,35, Einsätze: 14, Gespielte Minuten: 844

Christian Groß

Hinter dem Routinier liegt ein äußerst wechselhaftes erstes Halbjahr: Zunächst nur Ersatz (auch, weil Maximilian Eggestein noch da war), dann gesetzt, dann verletzt – und dann gegen Ende wieder Stammkraft. Nachdem Christian Groß im defensiven Mittelfeld solide in die Saison gestartet war, leistete er sich gegen den Hamburger SV (Note 5) einen unnötigen Platzverweis und fiel danach in Folge einer Knie-OP vier Spieltage lang aus. In den letzten fünf Partien stand er dann wieder über die volle Distanz auf dem Platz und überzeugte gegen Schalke sogar als Innenverteidiger (Note 2).

Durchschnittsnote: 3,25, Einsätze: 13, Gespielte Minuten: 802

Manuel Mbom

Der 21-Jährige hätte für das Halbjahreszeugnis durchaus auch in die Kategorie „Abwehrspieler“ einsortiert werden können, weil er acht seiner Einsätze als rechter Verteidiger bestritt. Seit Ende Oktober kam Manuel Mbom aber nur noch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, wo er sich sichtlich wohler fühlt. Zum Beleg: Seine schwächsten Auftritte lieferte er in den Spielen gegen Paderborn (Note 6) und Darmstadt (Note 5) jeweils als Rechtsverteidiger ab. Positiv tat er sich hingegen als Sechser in den Spielen gegen Heidenheim und St. Pauli (jeweils Note 2,5) hervor. In den bisher drei Partien unter Neu-Trainer Ole Werner kam Mbom einmal gar nicht (Hannover) und zuvor zweimal als Joker (Aue, Regensburg) für Werder Bremen zum Einsatz.

Durchschnittsnote: 3,61, Einsätze: 13, Gespielte Minuten: 767

Nicolai Rapp

Auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Trainers Markus Anfang kam der 25-Jährige im Sommer von Union Berlin. In der Vorsaison hatte er als Leihspieler mit Anfang beim SV Darmstadt zusammengearbeitet. Nachdem er die ersten zwei Spieltage wegen einer Muskelverhärtung verpasst hatte, war Nicolai Rapp ab Spieltag drei gesetzt – und bot ein breites Leistungsspektrum. Schwachen Spielen wie gegen Paderborn (Note 5), Darmstadt (Note 6) und Nürnberg (Note 5) standen gute gegenüber wie gegen Rostock (Note 2,5), Ingolstadt (Note 2) und Heidenheim (Note 2,5). Rapp erzielte bisher zwei Tore und bereitete eines vor. In der Schlussphase der Hinrunde setzten ihn zunächst eine Gelbsperre und dann eine Corona-Infektion vier Spieltage lang außer Gefecht.

Durchschnittsnote: 3,86, Einsätze: 12, Gespielte Minuten: 938

Leonardo Bittencourt

Wegen einer Knieverletzung verpasste der 28-Jährige die ersten neun Spiele. Gegen St. Pauli fiel er später noch mit einem Infekt aus, sodass Leonardo Bittencourt nur in acht von 18 Partien mitwirken konnte. Dabei steigerte er sich von Woche zu Woche und verbuchte zwei Treffer (gegen Nürnberg und Regensburg) sowie eine Vorlage (in Hannover).

Durchschnittsnote 3,25, Einsätze: 8, Gespielte Minuten: 494

Romano Schmid

Kein anderer Bremer Spieler stand im ersten Halbjahr häufiger auf dem Platz als Romano Schmid, der es auf 16 Einsätze bringt und aus dem offensiven Mittelfeld nicht mehr wegzudenken ist. Auch, weil er (endlich) seine Torgefahr entdeckt hat: Gegen Aue und in Hannover (jeweils Note 2) erzielte er seine ersten beiden Werder-Treffer überhaupt. Auch sonst war er häufig ein Faktor im Offensivspiel, zeigte gegen Dresden (Note 5,5) allerdings auch eine ganz schwache Partie.

Durchschnittsnote: 3,5, Einsätze: 16, Gespielte Minuten 1252

Niklas Schmidt

Was für ein Saisonstart! Der 23-Jährige beeindruckte in den ersten sechs Spielen mit überraschend starken Auftritten (1x Note 1,5 / 1x Note 2 / 3x Note 2,5 / 1x Note 3,5) beim SV Werder Bremen inklusive einem Tor und vier Assists. Dieses Niveau konnte Niklas Schmidt aber nicht halten und erlebte einen echten Leistungsknick. Nach dem Spiel in Sandhausen (Note 5) Ende Oktober wurde er gar nicht mehr berücksichtigt, woran zwischenzeitlich aber auch eine Corona-Infektion Schuld war.

Durchschnittsnote: 3,35, Einsätze: 11, Gespielte Minuten: 766

Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Halbjahreszeugnis berücksichtigt. (dco)

Lest auch: Das Werder-Halbjahreszeugnis Teil 1 - Tor und Abwehr: Mit Ömer Toprak auf höherem Level!

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