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Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt. Kapitän Kruse will mit Werder Europa noch erreichen.

Endspiel gegen Hoffenheim

Der Glaube an Europa lebt

Bremen - Jetzt sind es nur noch zwei Saisonspiele, und der Rückstand auf die Tabellenplätze, die zur Teilnahme an der Europa League berechtigen, ist nicht kleiner geworden.

Schlimmer noch: Sollte Leverkusen am Sonntag gegen Frankfurt gewinnen, wächst er sogar von vier auf fünf Punkte an. Bei Werder sieht das aber niemand als Problem. Nach dem furiosen 2:2 gegen Borussia Dortmund, bei dem die Bremer nach einem 0:2-Pausenrückstand beeindruckend zurückgekommen waren, unterstrichen sowohl Spieler als auch Verantwortliche, dass es für sie nach wie vor nur ein Ziel gibt: Europa.

Endspiel gegen Hoffenheim

„Wir glauben weiter daran“, betonte Kevin Möhwald, der mit seinem Treffer zum 1:2 gegen den BVB maßgeblichen Anteil daran gehabt hatte, dass Werder noch im Rennen ist. Groß ist die Chance nicht mehr, das wissen natürlich auch alle Bremer. Aber es ist eben noch eine Chance - und die will Werder nach wie vor nutzen. „Warum sollten wir jetzt aufstecken?“, fragte Maximilian Eggestein, wartete die Antwort gar nicht erst ab, sondern gab lieber den Fahrplan für den Endspurt aus: „Wir wollen beide Spiele gewinnen und hoffen dann, dass es am Ende reicht.“

Beide Spiele gewinnen. Auswärts gegen Hoffenheim, dann zu Hause gegen Leipzig. Leicht wird das nicht. Aber leicht war es auch nicht, nach einem 0:2 noch 2:2 gegen Borussia Dortmund zu spielen. Vor allem die Partie gegen Hoffenheim bietet Werder eine große Chance: Bei einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten wäre das Team von Trainer Florian Kohfeldt vor dem letzten Spieltag wieder voll im Geschäft. „Ich freue mich riesig auf das Spiel. Natürlich sind die stark, aber wir auch“, sagte Kohfeldt über Hoffenheim - und fügte mit einem Augenzwinkern in Richtung der Journalisten an: „Jetzt dürft ihr von einem Endspiel schreiben.“

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Sein Chef, Werders Manager Frank Baumann, redete ebenfalls nicht großartig drumherum. „Wir brauchen jetzt zwei Siege aus den letzten beiden Spielen, um unser Ziel noch zu erreichen“, forderte er. Eine Mammut-Aufgabe, bei der, selbst wenn Werder liefert, die anderen Ergebnisse auch noch passen müssten. Kohfeldt hielt fest: „Wir waren schon in bessern Ausgangslagen, aber wir werden nicht aufhören. Selbst wenn unsere Chancen nur bei einem Prozent liegen würden, würde ich nicht aufgeben.“

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