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Max Kruse bekam nach einem gutem Spiel und seinem 1:0-Siegtor gegen den VfB Stuttgart viel Lob.

Werder-Profis feiern ihren Matchwinner – und der schweigt

„Max Kruse macht uns alle besser“

Bremen - Das Weserstadion ist einfach sein Revier. Nach dem Hattrick beim 4:0 gegen Hannover traf Max Kruse am Samstag auch bei Werders so wichtigem 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart.

Doch der 29-Jährige ist weitaus mehr als ein Torjäger. „Max macht uns alle besser“, schwärmte Teamkollege Milos Veljkovic nach der Partie. Veljkovic war längst nicht der einzige Werder-Profi, der bei Nachfragen zu Kruse sofort ein Leuchten in den Augen bekam. „Max ist ein intelligenter Spieler, der viele Räume sieht, die in der Bundesliga nicht viele sehen“, meinte Fin Bartels und erklärte: „Das macht Dinge möglich, um selbst gut auszusehen.“

Bartels blüht dank Kruse auf

Speziell Bartels ist anzumerken, wie gut ihm ein Kruse tut. Als dieser wegen seines Schlüsselbeinbruchs fehlte und nach seiner Rückkehr noch etwas seine Form suchte, war auch von Bartels kaum etwas zu sehen gewesen. Das ist jetzt anders. Der 30-Jährige wirbelt wieder – und kann auch selbst Kruse bestens in Szene setzen. Wie vor dem 1:0: Da führte Bartels einen Freistoß so schnell und präzise aus, dass der Kollege freie Bahn hatte.

Reinmachen musste Kruse den Ball dann aber noch selbst. In Leipzig hatte es mit dem Abschluss nicht so gut geklappt. Diesmal blieb Kruse aber eiskalt. „Er ist einfach ein Vollstrecker, ein Typ mit einem superstarken Abschluss“, schwärmte der nächste Werder-Profi – in diesem Fall Ludwig Augustinsson.

Kruse lässt Taten sprechen - auch in Dortmund?

Und Kruse? Der schwieg! Keine Interviews. Die mag er ohnehin nicht so, mit schreibenden Journalisten spricht er gar nicht – mit den Vertretern von Funk und Fernsehen immerhin nach den Spielen. Die gingen aber diesmal ebenso leer aus wie das vereinseigene TV. Kruse wollte offenbar nur Taten sprechen lassen – und hatte dabei bemerkenswerte Zahlen hinterlassen. Von Werders neun Saisontoren hat er vier erzielt – und zudem noch eins vorbereitet.

Allerdings: Diese beiden Zahlen verteilen sich auf exakt zwei Spiele – beide im Weserstadion. Es wird also höchste Zeit für die ersten Erfolge in der Fremde. Da wäre die nächste Partie am Samstag in Dortmund mehr als passend. Es steht nämlich Kruses 200. Bundesliga-Spiel an. 34 davon hat er für Werder gemacht, den Rest für den VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, den SC Freiburg und den FC St. Pauli.

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