Führt der Weg des SV Werder Bremen wieder nach oben? Trainer Ole Werner will mit seiner Mannschaft über Saisonziele sprechen.
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Führt der Weg des SV Werder Bremen wieder nach oben? Trainer Ole Werner will mit seiner Mannschaft über Saisonziele sprechen.

Trainer Ole Werner über Werders Ziele

Der SV Werder Bremen und die Saisonziel-Frage: Erst das Wie, dann das Wo

Der Countdown läuft. 16 Spiele sind es maximal noch, die der SV Werder Bremen Zeit hat, um aus dem Traum vom direkten Wiederaufstieg eine Tatsache zu machen. Womöglich 18, falls es am Ende in die Relegation geht. Klingt erst einmal komfortabel, doch nicht zuletzt die vergangene Saison hat gezeigt, wie schnell ein derartiges Wohlgefühl zerrinnen und in eine erdrückende Lähmung umschlagen kann. Als Werder seinerzeit im Frühjahr in Bielefeld gewann, schien der Klassenerhalt nah – und war nach einer bahnbrechenden Punkte-Diät letztlich doch unerreichbar. Und jetzt, wohin führt der Weg dieses Mal? Forsche Antworten gibt es auf diese Frage im Bremer Lager bislang nicht.

Es ist zwar am Osterdeich nicht verboten, über die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus zu sprechen, trotzdem wird es von den Verantwortlichen weitgehend vermieden, öffentlich über Saisonziele oder den Aufstieg zu philosophieren. „Solche Themen wollen wir mit dem gesamten Mannschaftsrat besprechen und eigentlich auch mit dem ganzen Team“, sagte Ole Werner jetzt im Gespräch mit der DeichStube. Doch genau das ist aktuell gar nicht ganz so einfach. „Nun ist es leider so, dass gerade relativ viele Spieler wegen ihrer Corona-Infektion nicht da sind“, meint der Coach des SV Werder Bremen, kündigte aber an: „Wir werden da noch einen Zeitpunkt finden.“

Werder Bremen und die Saisonziel-Frage: Das sagt Trainer Ole Werner

Wer nun jedoch glaubt, dass bei Werder Bremen erst einmal der Autopilot eingeschaltet und in aller Ruhe geschaut wird, wohin die Reise in den nächsten Wochen grob geht, sieht sich getäuscht. Für Ole Werner sind starke Leistungen jedenfalls nicht an konkrete Zielvorgaben gekoppelt. „Wichtiger als über eine Platzierung zu sprechen, ist für mich die Frage: Wie kannst du erfolgreich sein?“, erklärte er. „Auch so etwas kann man mit der Mannschaft fixieren. Welche Dinge braucht man unbedingt, um erfolgreich sein zu können, um in eine gute Position zu kommen.“

Nun ist die Ausgangslage vor dem nächsten Pflichtspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Samstag, 13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) keineswegs aussichtslos, aber eben auch nicht traumhaft schön. Vielmehr liegt Werder Bremen in der Tabelle nach 18 Spielen mit 29 Zählern auf Rang sieben. Da es äußerst eng zugeht, fehlt auf den derzeit drittplatzierten Hamburger SV nur ein mageres Pünktchen. Spitzenreiter FC St. Pauli (36) und Verfolger SV Darmstadt 98 (35) sind da schon etwas weiter weg. Alles machbar, aber eben nicht mal eben im Vorbeigehen. „Im Moment ist die Ausgangslage noch nicht so gut, da hängen wir auch von anderen Dingen ab“, weiß Ole Werner.

Aufstieg als Saisonziel? Werder Bremen darf sich nicht mehr viele Schwächen erlauben

Viel wird also davon abhängen, wie lange Werder Bremen es im weiteren Saisonverlauf schafft, realistische Chancen auf einen Aufstieg am Leben zu erhalten. Allzu viele Schwächen dürfen sich die Bremer jedenfalls nicht mehr erlauben. Stimmen jedoch die ersten Ergebnisse, dürften alle Beteiligten automatisch auch öffentlich ein wenig mutiger von der großen Sehnsucht reden. Zumindest teilweise. „Gewisse Dinge werden intern bleiben“, unterstrich Werner, „andere vielleicht auch für außen formuliert. Das werden wir besprechen.“ Aber am Ende, das weiß auch der 33-Jährige, werden es eh die Taten und nicht die Worte sein, die zählen.

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