Romano Schmid hat gegen Hannover 96 wieder für Werder Bremen getroffen - und widmet alle Tore seinem Sohn.
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Romano Schmid hat gegen Hannover 96 wieder für Werder Bremen getroffen - und widmet alle Tore seinem Sohn.

Der „Zauberer“ trifft endlich

Werder-Profi Romano Schmid widmet alle Tore seinem Sohn

Bremen – Auf sein erstes Mal hatte er lange warten müssen: 42 Spiele, 491 Tage und 57 Schüsse lang. Das zweite Mal ließ Romano Schmid dann nur zwei Spiele, 16 Tage und zwei Versuche später folgen. Und damit dürfte Werder Bremens quirliger Offensivspieler seinen Fans, Kritikern und Mitspielern eines endgültig bewiesen haben – dass er es draufhat, das mit dem Toreschießen.

„Jetzt sieht man, dass ich es wirklich kann”, sagte ein sichtlich erleichterter Romano Schmid im Anschluss an den 4:1-Erfolg bei Hannover 96, bei dem er, nach Pass von Leonardo Bittencourt, den so wichtigen Führungstreffer mit einem sehenswerten Schlenzer erzielt hatte.

Dass sich das Thema mit der gefühlt ewigen Torlosigkeit samt Frotzeleien der Teamkollegen nun endlich auch bei Werder Bremen erledigt hat, freut den 21-jährigen Österreicher ungemein: „Ich habe ja schließlich schon oft beim Nationalteam gezeigt, dass ich Tore schießen kann.” Sein neues Erfolgsgeheimnis ist dabei neben der Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld und dem insgesamt dominanteren Bremer Auftreten unter Trainer Ole Werner recht simpel. „Ich trainiere es jeden Tag”, erklärte Schmid und fügte mit einem Augenzwinkern an: „Und ich suche mir immer ganz gut die Pausen, um dem Fuß ein bisschen Ruhe zu geben.”

Werder Bremen: Romano Schmid arbeitet viel am Torabschluss - und belohnt sich jetzt

Das scheint zu fruchten. Romano Schmid hatte bereits vor rund zwei Wochen im Heimspiel gegen Aue mit einem ähnlich schönen Schuss in den rechten Giebel für Aufsehen gesorgt. Der Treffer markierte auch damals die 1:0-Führung für Werder Bremen – war also gewissermaßen im doppelten Sinne die Blaupause des Hannover-Tores.

Für Trainer Ole Werner kommt Schmids neue Torgefahr nicht von ungefähr: „Romano arbeitet sehr viel an seinem Torabschluss und schießt im Spiel auch. Dann trifft man auch. Das freut mich für ihn.“ Auch Sportchef Frank Baumann zeigte sich angesichts des jüngsten Aufschwungs voll des Lobes für den „Zauberer“, wie Schmid in Österreich gerufen wird. „Er ist in den Rhythmus gekommen, spielt jetzt die Position, die ihm am meisten liegt und auf der er am meisten Spielfreude versprüht”, sagte Baumann nach dem Hannover-Spiel – betonte: „Es ist schön, dass er sich jetzt auch belohnt.”

Werder Bremen: Romano Schmid widmet seine Tore seinem Sohn

Allerdings will der 46-Jährige Schmids Leistung nicht nur auf dessen Tore reduzieren, sondern stellt vielmehr dessen Wert für die Mannschaft in den Vordergrund: „Er tut uns gut, bietet sich immer wieder in den Zwischenräumen an und war im Verlauf der Hinrunde auch schon an einigen Toren mit dem drittletzten oder vorletzten Pass beteiligt. Er kann gerne so weitermachen.“

Das dürfte Romano Schmid, der sich in seinem zweiten Jahr bei Werder Bremen mit 14 Startelf-Einsätzen und vier Scorer-Punkten endgültig zum Stammspieler gemausert hat, ganz ähnlich sehen. Der gebürtige Grazer hat für das Toreschießen in Zukunft jedenfalls schon mal einen konkreten Plan ins Auge gefasst: „Die Tore, die ich erziele, werden immer für meinen Sohn sein, weil er mir Kraft gibt. Es ist schön, für ihn zu treffen.” (mwi)

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