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Thomas Schaaf (li.) und Naldo im Oktober 2011

Naldo über seinen Ex-Trainer bei Werder

"Thomas Schaaf war wie ein Vater für mich"

Bremen. Werder sucht vor dem Saisonstart intensiv nach einem neuen Innenverteidiger, der den Ausfall des verletzten Abwehrchefs Niklas Moisander kompensieren kann.

Ein Name, der auf der Wunschliste einiger Fans ganz weit oben steht, lautet: Naldo. Von 2005 bis 2012 absolvierte der Brasilianer insgesamt 260 Pflichtspiele für die Bremer, in denen er 36 Tore erzielte. Über die Station VfL Wolfsburg zog es Naldo vor einem Jahr zum FC Schalke 04. 

Zwar ist es eher unwahrscheinlich, dass der 34-Jährige im Sommer aus Gelsenkirchen an die Weser zurückkehrt. Theoretisch kann sich Naldo aber vorstellen, irgendwann noch einmal für Werder zu spielen. „Bremen bleibt immer in meinem Herzen, Wolfsburg genauso. Beide Vereine haben sehr viel für mich getan. Im Fußball kann so etwas schnell passieren“, sagte er in einem Interview, das auf der Internetseite „t-online.de“ veröffentlicht wurde. Momentan konzentriere er sich aber voll auf Schalke, wo er noch bis 2018 unter Vertrag steht.

Pizarro kein angenehmer Zeitgenosse

34 Spiele fehlen dem Brasilianer noch – dann ist er der ausländische Profi mit den zweitmeisten Bundesliga-Spielen aller Zeiten. Vor Naldo stünde dann nur noch: Claudio Pizarro. „Er ist ein toller Mensch mit einem super Charakter. Ich habe viel Glück, dass ich mit ihm zusammen spielen durfte“, sagte Naldo – und hob hervor: „Ich freue mich für ihn, dass er so viele Tore in der Bundesliga für Bayern und Bremen geschossen hat.“ Als Gegenspieler sei Pizarro aber kein angenehmer Zeitgenosse gewesen. „Puh, als Gegenspieler muss man sich 90 Minuten auf ihn konzentrieren. Er kann in einem genialen Moment ein Spiel entscheiden, er ist ein super Stürmer.“ Und für Naldo zugleich ein Vorbild. 

Saison 09/10: Werder Bremen vs. Borussia Mönchengladbach, Naldo jubelt mit dem Torschützen zum 3:0 Claudio Pizarro.

Pizarro spielte noch mit 38 Jahren in der Bundesliga und würde es immer noch tun, wenn Werder ihm einen neuen Vertrag gegeben hätte. Naldo kann sich ebenfalls vorstellen, irgendwann der „Opa“ der Liga zu sein. „Auf jeden Fall! Wenn ich merke, dass mein Körper nicht mehr mitmacht, muss ich aufhören. Aber es macht mir noch viel Spaß und ich kann noch mit den jungen Spielern mithalten.“ In der Vergangenheit hatte der Abwehrspieler allerdings immer mal wieder Probleme mit seinem Knie – während seiner Werder-Zeit sogar derart hartnäckige, dass sogar das Karriereende im Raum stand.

Naldo und das Abenteuer Bundesliga

Fest steht: Irgendwann wird auch die Karriere von Naldo zu Ende sein. Über die Zeit danach hat er sich auch schon Gedanken gemacht. Einen Job als Trainer, Berater oder Manager kann er sich vorstellen. „Darüber mache ich mir viele Gedanken, auch über einen Job als Berater. Ich spreche viel mit meinem Berater aus Brasilien. Wir planen allmählich, was nach der Karriere passiert. Ich kann mir schon vorstellen, einen der drei Jobs zu machen und da ähnlich erfolgreich wie als Spieler zu werden.“ Vielleicht wird er dann ja irgendwann ein ähnlicher Mentor, wie es eine Werder-Legende damals für ihn war: „Thomas Schaaf war wie ein Vater für mich, hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben.“

Für „t-online.de“ sollte Naldo dann noch die Elf seiner liebsten Mitspieler aufstellen – er wählte gleich zehn Werderaner aus.

Naldos Lieblings-Elf

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