Bei Heimspielen von Werder Bremen hat sich der Ablauf leicht verändert: Das Ausrufen der Aufstellung passiert jetzt unmittelbar vor dem Einlaufen der Spieler.
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Bei Heimspielen von Werder Bremen hat sich der Ablauf leicht verändert: Das Ausrufen der Aufstellung passiert jetzt unmittelbar vor dem Einlaufen der Spieler.

Neuerungen bei Heimspielen

Neue Wege bei der Aufstellung: Werder-Spieler grüßen jetzt auch in Gebärdensprache

Bremen – Irgendetwas war anders. Das hatte auch Niclas Füllkrug bemerkt. „Ich habe das Gefühl gehabt, es wurde leicht etwas verändert“, meinte der Stürmer des SV Werder Bremen, als er sich am Samstagabend im „Sportstudio“ des ZDF noch einmal die begeisternden Bilder im Vorfeld des Heimspiels gegen den VfB Stuttgart (2:2) aus dem Wohninvest Weserstadion ins Gedächtnis rief.

„Wir standen schon im Spielertunnel, als unsere Namen ausgerufen wurden. Das war eine ganz besondere Atmosphäre.“ In der Vergangenheit hatten sich Füllkrug und seine Teamkollegen meist noch in der Kabine befunden, während die Aufstellung verlesen und mitgebrüllt wurde. Doch diese Neuerung war nicht die einzige an diesem Tag: Die Profis des SV Werder Bremen grüßen seit Samstag bei ihrer Namensnennung auch in Gebärdensprache von den Video-Leinwänden.

Werder Bremen-Spieler grüßen im Weserstadion mit Gebärdensprache von den Video-Leinwänden

Die Premiere der Aktion liegt bereits ein paar Wochen zurück, beim „Tach der Fans“ vor dem Saisonstart flimmerten Spieler und Trainerstab erstmals mit ergänzenden Gesten über die Bildschirme. Kapitän Marco Friedl etwa streicht mit der Hand seinen Bart nach, Niclas Füllkrug hält den Zeigefinger in Höhe seiner Zahnlücke an die Oberlippe. Werder Bremen will damit nach eigenen Angaben „ein sichtbares Zeichen für einen barriereärmeren und inklusiveren Stadionbesuch“ setzen.

„Entwickelt wurden die Gebärden durch Schülerinnen und Schüler der Schule an der Marcusallee in Zusammenarbeit mit dem ,Deaf Werder-Fanclub‘“, teilte der SV Werder Bremen mit. „Sie sind charakteristisch für den jeweiligen Spieler.“ Während des sogenannten Media Days, der traditionell Mitte Juli bei allen Bundesliga-Clubs ansteht, wurden die kleinen Video-Sequenzen aufgezeichnet, eine Schülerin der Einrichtung hatte den Protagonisten damals stellvertretend erklärt, wie sie ihre Gesten korrekt vor der Kamera ausführen müssen. (mbü) Schon gelesen? Ärger von oben: Nach Werder Bremens Heimspiel gegen Stuttgart bekommt die Gästeblock-Debatte im Wohninvest Weserstadion neuen Schwung!

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