„Tach der Fans“ beim SV Werder Bremen: Torsten Frings und Mirko Votava zu Ehrenspielführern ernannt.
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„Tach der Fans“ beim SV Werder Bremen: Torsten Frings und Mirko Votava zu Ehrenspielführern ernannt.

Ehrung bei Werders „Tag der Fans“

Werder Bremen ändert die Regeln: Votava und Frings doch noch Ehrenspielführer

Bremen – Kein Kapitän beim SV Werder Bremen war so erfolgreich wie Mirko Votava – und trotzdem gehörte der Ex-Profi bislang nicht zum erlesenen Kreis der Ehrenspielführer. Die Regeln des Clubs hatten das bislang verhindert. Doch Werder nahm da nun eine Anpassung vor und nutzte diese am „Tag der Fans“ nicht nur für Votava, sondern auch für Torsten Frings. Sie sind nach Richard Ackerschott, Arnold „Pico“ Schütz, Horst-Dieter Höttges, Dieter Burdenski, Dieter Eilts, Marco Bode, Frank Baumann und Clemens Fritz Werders Ehrenspielführer neun und zehn.

„Vielen Dank, es waren super Jahre für mich bei Werder. Hoffentlich kommen wir wieder dahin, wo wir mal waren“, sagte ein sichtlich bewegter Mirko Votava auf der Bühne am Osterdeich. Der gebürtige Tscheche, der fünf Mal für Deutschland spielte, hat die erfolgreichste Zeit des SV Werder Bremen erlebt. Als Kapitän stemmte er zwei Mal die Meisterschale (1988 und 1993) in die Luft, ein Mal den DFB-Pokal (1991) und ein Mal den Europapokal der Pokalsieger (1992). Ohne Binde am Arm gewann er mit den Grün-Weißen 1994 noch mal den DFB-Pokal. „Mirko hat eine herausragend erfolgreiche Ära des SV Werder mitgeprägt“, lobte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald den Europameister von 1980. Votava war aber nicht nur Spieler am Osterdeich. Lange arbeitete er dort auch als Nachwuchstrainer und als Scout. Erst vor wenigen Wochen ist er im Alter von 66 Jahren in Rente gegangen.

Werder Bremen: Mirko Votava und Torsten Frings neue Ehrenspielführer - dank angepasster Regeln

Weil Mirko Votava aber seine Profi-Karriere nicht bei Werder Bremen beendet und noch einen Abstecher zum VfB Oldenburg gemacht hatte, durfte er nicht Ehrenspielführer werden. So wollten es die Regeln, die nun geändert wurden. So lange Spieler nicht zu Gegnern werden, dürfen sie wechseln.

Das brachte nun auch Torsten Frings ins Spiel, der nach seiner Zeit bei Werder Bremen noch ein Fußball-Abenteuer beim FC Toronto in Kanada erlebt hatte. Frings spielte von 1997 bis 2002 und von 2005 bis 2011 für den SV Werder. Von 2009 bis 2011 war er Kapitän. Kurz zuvor hatte der Mittelfeldspieler mit den Grün-Weißen den DFB-Pokal geholt. „Torsten stand immer für Einsatz und Leidenschaft“, lobte Hess-Grunewald – und Frings zeigte sich schwer beeindruckt: „Ich fühle mich sehr geehrt. Ich habe die Raute immer mit Stolz getragen. Werder ist mein Verein und wird es auch immer bleiben.“ (kni)

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