Der neue Aufsichtsrat von Werder Bremen: (von links) Harm Ohlmeyer, Ulrike Hiller, Dirk Wintermann, Dr. Florian Weiß, Axel Plaat (Schatzmeister) und Marco Fuchs (Vorsitzender).
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Der neue Aufsichtsrat von Werder Bremen: (von links) Harm Ohlmeyer, Ulrike Hiller, Dirk Wintermann, Dr. Florian Weiß, Axel Plaat (Schatzmeister) und Marco Fuchs (Vorsitzender).

Marco Fuchs sieht sich als „Übergangsvorsitzenden“

Werders neuer Aufsichtsrat nimmt die Arbeit auf – und könnte sich schon 2022 wieder verändern

Bremen – Dort, wo sonst der Trainer ausführlich über das kommende Spiel spricht, hat am Donnerstagnachmittag, wenn man so möchte, die Zukunft des SV Werder Bremen begonnen.

Im Medienraum des Wohninvest Weserstadions kam der frisch ins Amt gewählte Aufsichtsrat von Werder Bremen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen – und nahm sich dafür sehr viel Zeit. „Wir hatten uns im Grunde seit der Mitgliederversammlung nicht mehr gesehen. Insofern hatten wir als neuer Aufsichtsrat natürlich viele Themen zu besprechen. Wir haben die Zeit genutzt, um uns miteinander vertraut zu machen“, erklärt Marco Fuchs, der am Donnerstag einstimmig zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt wurde, in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Marco Fuchs wollte ursprünglich nicht Chef des Aufsichtsrats von Werder Bremen werden

Ulrike Hiller, die neue stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, berichtete gegenüber der DeichStube von einem „sehr guten“ sowie „vertrauensvollen“ ersten Austausch. Ihre künftige Aufgabe werde sie mit großer Freude und Demut angehen. In Fuchs und Hiller stehen übrigens die beiden Mitglieder an der Spitze des sechsköpfigen Gremiums, die als einzige in Bremen leben, während Harm Ohlmeyer (Röttenbach, Bayern), Florian Weiß (Starnberg, Bayern), Dirk Wintermann (Großenkneten, Niedersachsen) und Axel Plaat (Scharbeutz, Schleswig-Holstein) zum Teil weit von der Hansestadt entfernt ihren Lebensmittelpunkt haben. Für Fuchs, den Vorstandsvorsitzenden des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB SE, war das am Ende einer der Gründe zum Umdenken, denn ursprünglich hatte er nicht Chef des Aufsichtsrats von Werder Bremen werden wollen.

„Ich hatte eigentlich kein Interesse an diesem Vorsitz“, sagt der 59-Jährige, für den der „Respekt vor den großen Schuhen“ seines Vorgängers Marco Bode sowie die Präsenz in der Öffentlichkeit, die mit dem Amt verbunden ist, zunächst Ausschlusskriterien waren. Da Fuchs zuvor aber bereits Bodes Stellvertreter gewesen war, sprich Aufsichtsratsarbeit und Verein sehr gut kennt und eben in Bremen lebt, sah er sich in der Verantwortung und entschied sich um. Ohnehin gilt es als wahrscheinlich, dass er das Amt nicht allzu lange wird ausfüllen müssen.

Aufsichtsrat von Werder Bremen: Hubertus Hess-Grunewald könnte Nachfolger von Marco Fuchs werden

Eine frisch ins Leben gerufene Satzungskommission beschäftigt sich bei Werder Bremen fortan im Kern mit der Frage, ob der Verein als einziger Gesellschafter der Kapitalgesellschaft (über die der Aufsichtsrat wacht) weiterhin einen von deren Geschäftsführern stellen darf. Aktuell bekleidet Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald diese Doppelfunktion, mit der Kritiker vor allem aus Good-Governance-Gründen längst nicht mehr einverstanden sind. Denkbar ist für die Zukunft die Variante, dass der Verein keinen Geschäftsführer mehr, dafür aber ein weiteres Mitglied für den Aufsichtsrat entsendet. Kommt es dazu, könnte Hess-Grunewald schon im nächsten Jahr der Nachfolger von Marco Fuchs werden. Der beschreibt sich ohnehin nur als „Übergangsvorsitzenden“. Über den Fortgang der Arbeit innerhalb der Satzungskommission wird der neue Aufsichtsrat übrigens bestens im Bilde sein. In Marco Fuchs und Dirk Wintermann werden zwei Mitglieder der Kommission angehören. (dco) Lest dazu: Werder-Sportchef im Schwebezustand: Zwischen Krise und erhofftem Aufbruch ist Baumanns Zukunft weiter ungewiss! Und: Werder Bremen plant mit Klaus Filbry und wartet bei Frank Baumann bis zum Winter ab!

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