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Werder-Neuzugang Romano Schmid in Aktion.

Österreich-Coach Franco Foda wundert sich über Wechsel

Werder-Neuzugang Romano Schmid - was Kohfeldt von ihm erwartet

Johannesburg - Noch ist der Club, für den Romano Schmid in der Rückrunde spielen soll, nicht gefunden. Aber das wird schon werden, da sind sich die Verantwortlichen des SV Werder sicher. Schließlich sei der 18 Jahre alte Österreicher ein begehrter Spieler, den viele wollten, den Werder aber bekommen hat.

Vor neun Tagen haben die Bremer den nur 1,68 Meter großen Mittelfeldspieler unter Vertrag genommen, ihn für eine Ablöse von einer Million Euro von RB Salzburg weggelockt. Was sie sich in Zukunft von Schmid erhoffen, hat Trainer Florian Kohfeldt vor der Abreise aus dem Trainingslager in Johannesburg erklärt.

„Das ist mit Sicherheit ein Spieler, der perspektivisch sehr spannend werden kann. Er ist ein Kreativspieler im klassischen Sinne. In der Raute auf der Zehn würde er sich am wohlsten fühlen“, sagt der Coach. Aktuell habe Schmid aber noch nicht das Format für die Bundesliga, meint Kohfeldt: „Romano ist zwar ein sehr spielstarker, kreativer Mittelfeldspieler, muss körperlich aber noch zulegen. Deshalb ist der Schritt, ihn auszuleihen, sinnvoll.“

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In Österreich wundert sich Nationalcoach Franco Foda allerdings, dass es überhaupt zum Wechsel von RB Salzburg zum SV Werder gekommen ist. Als „extrem überraschend“ bewertet Schmids ehemaliger Vereinscoach bei Sturm Graz den Transfer in österreichischen Medien: „Wenn Romano nach oben kommen will, muss er sich jetzt durchbeißen. Er hat das Potenzial, er hat außergewöhnliche Qualitäten.“ Die er zuletzt aber nur bei Salzburgs Farmteam, dem FC Liefering, in Liga zwei zeigen konnte. Salzburg wurde ein bisschen zur Sackgasse für Schmid – das sieht auch Foda so: „Vielleicht wäre es für ihn im Nachhinein auch besser gewesen, weiter in Graz zu bleiben, denn dann hätte er sicher einige Spiele mehr auf dem Buckel.“

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Kleinere Adresse, größere Fortschritte – zu dieser Formel passt der Gang nach Bremen erstmal nicht. Wohl aber der angepeilte Umweg über die niederländische Eredivisie. Foda ist gespannt, was dabei herausspringt: „Es liegt an Romano, sich weiterzuentwickeln. Ich hoffe, dass er dann irgendwann ein Thema für das Nationalteam werden kann.“

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Werder hätte den Teenager gerne auch schon früher unter Vertrag genommen. Doch so paradox es bei einem gerade mal 18-Jährigen auch klingen mag, so war das Preisschild, das Schmid angeklebt worden war, offenbar lange abschreckend. So sagt es jedenfalls Coach Kohfeldt: „Wir kennen ihn schon länger, er war zu gewissen Zeitpunkten für uns aber einfach viel zu teuer.“ Jetzt habe sich jedoch eine „gute Konstellation“ ergeben.

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